Verletzte Souveränität? – Scheinheilige Entrüstung gegen Erdogans Wahlempfehlung

Im politischen Berlin wird derzeit ein weiteres Empörungsdrama aufgeführt. Dabei ist die wohlfeile Entrüstung der deutschen Regierungspolitiker wegen Präsident Erdogans Wahlempfehlung ein Musterbeispiel für Scheinheiligkeit und Augenwischerei.

von Rainer Rupp

Stein des Anstoßes ist Erdogans Aufforderung an seine türkischen Landsleute mit deutschem Pass, bei der Bundestagswahl ihre Stimme nicht jenen Parteien zu geben, die er als „Feinde der Türkei“ bezeichnet. Diese hat Erdogan namentlich als CDU, SPD und Die Grünen benannt. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Martin Schulz reagierten prompt.

„Wir verbitten uns jede Art von Einmischung“, sagte Merkel. Und Schulz twitterte: „Erdogan hat jedes Maß verloren. Umso mehr stehen wir an der Seite all derer, die für eine freiheitliche und demokratische Türkei kämpfen.“ Auch Außenminister Gabriel empörte sich: „Das ist ein bislang einmaliger Akt des Eingriffs in die Souveränität unseres Landes.“ Artikel vollständig lesen ‘Verletzte Souveränität? – Scheinheilige Entrüstung gegen Erdogans Wahlempfehlung’ »



Auf Eskalationskurs: Kommt es zu einem neuen Korea-Krieg?

Die Kontrahenten Trump und Kim rasen auf Kollisionskurs aufeinander zu und keiner will abbiegen. Aber dieser Krieg wird für niemanden gut enden, sondern er verspricht Tod, Zerstörung und unermessliches menschliches Leid in absolut beispiellosem Ausmaß.

von Rainer Rupp

Zwei Drittel der US-Bevölkerung befürwortet inzwischen die Entsendung von US-Bodentruppen in einen neuen, potentiellen Korea-Krieg. Die Jahrzehnte lange Verteufelung Nordkoreas durch US-Politik und Mainstream Medien haben die US-Bevölkerung innerhalb von 25 Jahren vom einem entschiedenen Gegner eines neuen Krieges in Korea zu einem Befürworter gemacht. Das zumindest ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage in den USA, die „The Chicago Council on Global Affairs“ vor dem Hintergrund der ungestümen rhetorischen Eskalation der Kriegsdrohungen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem nordkoreanischen Gegenspieler Kim Jong-un durchgeführt hat.

Mehr lesen: RT-Umfrage in New York: Fühlen Sie sich von Nordkorea bedroht und wo liegt das Land eigentlich?

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Wahnwitzige Eskalationsspirale im Fernen Osten

Ist Trump der unberechenbare Irre mit dem Finger am nuklearen Abzug oder versucht er sich mit seiner maßlosen Drohung in der aktuellen Korea-Krise in der „Kunst des Krieges“? Und warum haben Russland und China die Sanktionen gegen Pjöngjang gebilligt?

von Rainer Rupp

„Wer so kämpft, dass er in allen Schlachten siegt und erobert, ist noch lange nicht ein exzellenter Stratege. Die höchste Kunst besteht vielmehr darin, den Widerstand des Feindes zu brechen, ohne (militärisch) kämpfen zu müssen.“ (Sun Tzu: „Die Kunst des Krieges“)

Die Ideen des chinesischen Generals und Meisterstrategen aus dem fünften Jahrhundert vor Christus sind noch heute rund um die Welt Gegenstand von Lehrgängen, nicht nur an Offiziersschulen, sondern in den letzten Jahrzehnten auch zunehmend in Business- und Managementkursen für Großkonzerne. So ist es durchaus möglich, dass Sun Tzus Ratschläge auch dem gewieften Geschäftsmann und neuen US-Präsidenten Donald Trump nicht unbekannt sind. Artikel vollständig lesen ‘Wahnwitzige Eskalationsspirale im Fernen Osten’ »



Der Machtkampf in Washington spitzt sich zu

26.07.2017

Der Ruf nach einem kalten Staatsstreich gegen Präsident Trump stellt eine neue Qualität dar. Es geht um den Kampf von Profiteuren der neoliberalen Globalisierung im sogenannten „tiefen Staat“ gegen den Globalisierungsgegner Donald Trump. Das Ende ist offen.

von Rainer Rupp

Am Rande des „Aspen Security Forum“, einer alljährlichen sicherheitspolitischen Konferenz im US-Bundesstaat Colorado, haben zwei sichtbare Vertreter des sonst unsichtbaren „Tiefen Staats“ beamtete amerikanische Staatsdiener dazu aufgefordert, gegebenenfalls durch amtlichen Ungehorsam, den gewählten US-Präsidenten politisch zu neutralisieren.

Bei dem aktuellen Machtkampf geht es letztlich darum, dass all jene, die bisher am meisten von der neoliberalen Globalisierung profitiert haben, angefangen von Oligarchen über Beamte in Ministerien und Behörden, bis zu Akademikern in den Denkfabriken und ‚Presstituierten‘ in den Medien, sich im sogenannten „Tiefen Staat“ zusammengefunden haben, um die gefährdete neoliberale Globalisierung vor dem Globalisierungsgegner Trump zu retten. Wie jetzt in Aspen zu erfahren war, soll das notfalls mit Hilfe eines – vorerst – gewaltlosen Staatstreichs passieren. Artikel vollständig lesen ‘Der Machtkampf in Washington spitzt sich zu’ »



Rainer Rupp: „Hilfe, der Frieden bricht aus“

Laut eines Korrespondenten der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) sorgt sich die Bundesregierung darum, dass das Verhältnis der USA zu Russland besser werden könnte. Die USA könnten Russland mit „weicher“ Hand anfassen, heißt es, als ob Völkerverständigung und Austausch etwas Schädliches wären.

Das bringt Rainer Rupp auf die Palme. Er nimmt das aktuelle Verhältnis der beiden Großmächte unter die Lupe. Wer bemüht sich hier überhaupt um Frieden? Ist wirklich alles schlecht was Donald Trump macht?

Link zum Video: https://youtu.be/nsLd7u-r0Jo

 

Erschienen bei RT Deutsch am 25.07.2017



KENFM-Boxenstopp: Rainer Rupp über die Rückrufaktion Golf

Der G20-Gipfel in Hamburg ist über die Bühne und mit ihm auch die Randale, über die noch immer alle reden. Dass das, was in Hamburg geschehen ist, im internationalen Vergleich höchstens eine laute Party war, wird einem schnell klar, wenn man sich den Mittleren Osten ansieht.
In denselben Nachrichten, in denen über das Chaos von Hamburg berichtet wird, als hätte hier der Dritte Weltkrieg stattgefunden, werden die Kämpfe von Mossul oder Aleppo nur am Rande erwähnt. Dort stabilisiert sich die Lage, heißt es beschwichtigend, während statt eines Schwarzen Blocks, Panzer durch die Gassen rollen.
Stimmen bei uns die Relationen noch? Kaum. Das erklärt, warum die eigentliche Headline des G20-Gipfels nirgends zu lesen war:
„Warum hat der König von Saudi-Arabien erst das Hotel Vier Jahreszeiten komplett gemietet und im Anschluss mit Panzerglas ausbauen lassen, um dann spontan seinen Besuch in Hamburg zu canceln?“ Artikel vollständig lesen ‘KENFM-Boxenstopp: Rainer Rupp über die Rückrufaktion Golf’ »



Wer schrieb das Drehbuch für die G20-Proteste in Hamburg?

Die Proteste gegen die G20 waren größer und politisch banaler als alle vorherigen gegen G7 oder NATO-Gipfel zusammen. Gerade die Linke blamierte sich dabei durch die profillose Reproduktion von medial vorgekauten Inhalten. Ein Marxist zieht schonungslos Bilanz.

von Rainer Rupp

Wieso waren die Demonstrationen gegen den G20-Gipfel in Hamburg so ungleich stärker und gewalttätiger als beispielsweise die gegen die G7 oder gegen die Kriegstreiber auf den NATO–Gipfeln? Wussten die Demonstranten überhaupt, gegen wen sie in Hamburg demonstriert haben? Haben womöglich die Mainstream-Medien das Drehbuch für Hamburg geschrieben?

All die Fragen sind berechtigt, denn angesichts der hochschlagenden Emotionen der Demonstranten fällt auf, dass so gut wie keine Proteste z. B. gegen die deutsche, gegen die britische oder gegen amerikanische Regierungen gerichtet waren, obwohl diese beispielsweise allesamt islamistische Gewaltextremisten und Kopfabschneider von al-Nusra bis ISIS entweder auf direktem Weg oder auf Umwegen über Saudi-Arabien, Katar oder die Türkei mit modernste Kriegswaffen beliefern. Oder warum hat man nicht gegen Frau Merkel demonstriert, etwa wegen ihrer fortwährenden Unterstützung der Putschisten und nationalistischen Gewaltextremisten in der Ukraine?

Stattdessen haben ausgerechnet Linke und Leute, die sich für solche halten, in unpolitischer Banalität gegen den G20-Gipfel als Versammlung der „reichsten Staaten“ der Welt mobilisiert. Diesen Unsinn hat nicht nur „attac“ endlos wiederholt. Aber wie dumm oder zynisch muss man sein, um z. B. das G20-Mitglied Indien zu den reichsten Ländern der Welt zu zählen? Vielleicht kannten und kennen die meisten G20-Demonstraten bis heute noch nicht die Zusammensetzung der G20. Umso dringlicher wäre die Pflicht der Organisatoren gewesen, ihr Fußvolk aufzuklären. Artikel vollständig lesen ‘Wer schrieb das Drehbuch für die G20-Proteste in Hamburg?’ »