Amerika First?

von Oberst a.D. Bernd Biedermann

Wie borniert muss man eigentlich sein, um so aufzutreten, wie es die Vertreter des Pentagon nach dem Angriff der USA, Großbritanniens und Frankreichs gegen Ziele in Syrien getan haben?

Die Pressekonferenz am 14.4. wurde von einer smarten, sehr jungen Mitarbeiterin des Pentagons geleitet. Der anwesende Drei-Sterne-General McKenzie kam nur zu Wort, wenn sie es zuließ. An einem Vorhang hinter ihren Rednerpulten waren notdürftig zwei kleinformatige Blätter befestigt, auf denen die Ziele des Angriffs in unscharfer Form dargestellt waren. Die Botschaft des Generals lautete: „Alle Ziele vernichtet, keine eigenen Verluste.“ Wie sich zeigte, waren wohl nur sehr wenige Journalisten überhaupt anwesend. Die meisten Fragesteller wurden von der schwarzen Schönheit mit ihren Vornamen angesprochen. Zu erkennen waren sie nicht, weil die Kamera sie nur von hinten zeigte. Wie der General auf die zusätzlichen und meist simplen Fragen antwortete, war typisch für US-Militärs: Er bediente sich einer auffällig armseligen Sprache, ließ keinerlei Sachkenntnis erkennen und zeigte keine Emotion. Artikel vollständig lesen ‘Amerika First?’ »



Dicke Schlappe für Raketen-Trio: Westliche Syrienpolitik scheitert auf allen Ebenen

Ohne Lügen, Verdrehungen und Fälschungen scheint Politik in der postmodernen „liberalen Demokratie“ nicht mehr zu funktionieren. Auch das US-geführte Raketen-Trio will sein Versagen in Syrien schönreden. Besonders dreist dabei: Premierministerin May.

von Rainer Rupp

Immer öfter werden die westlichen Angriffskriege als eine gigantische Show mit allen dramaturgischen Elementen einer Theatervorstellung zur Ablenkung des heimischen Publikums von drängenden sozialen und anderen gesellschaftlichen Problemen inszeniert. Der einzige Unterschied zum Theater ist, dass dabei echtes Blut fließt; möglichst das der anderen Völker. Nun ist das jüngste völkerrechtswidrige Vorgehen des Koalitionstrios USA/UK/Frankreich recht glimpflich ausgegangen, was vor allem der Tatsache geschuldet ist, dass es der syrischen Luftabwehr gelungen ist, 71 von 103 angreifenden Marschflugkörpern abzuschießen. Alle drei am Angriff beteiligten Regierungen bestreiten das heftig.

Washington, London und Paris behaupten steif und fest, dass alle abgeschossenen Raketen ihr Ziel erreicht hätten. Das wiederum widerspricht selbst den Erwartungen der eigenen Militärexperten, denn aus Erfahrung gibt es immer einen gewissen Prozentsatz an „Blindgängern“. Um die Frage, ob nun alle 103 Raketen ihre angeblichen drei Ziele getroffen haben oder ob 70 Prozent davon vorher bereits abgeschossen wurden, wie nicht nur Russland behauptet, hat sich nun im Westen eine heiße Diskussion entwickelt, die jedoch eher an ein japanisches Kabuki-Theater erinnert als an Politik. Von der unausstehlich arroganten Blase aus Politikern und Medienpäpsten, die seither die erneute Aggression der westlichen Imperialisten als „humanitäre“ Strafaktion – angeblich zur Durchsetzung des Völkerrechts bezüglich des Verbots von Chemiewaffen – und damit als „richtig und angemessen“ preist, wurden jedoch mit keinem einzigen Wort die wirklich wichtigen Ziele des Angriffs erwähnt, welche keine der Raketen erreicht hat, nämlich fünf syrische Militärflughäfen. Artikel vollständig lesen ‘Dicke Schlappe für Raketen-Trio: Westliche Syrienpolitik scheitert auf allen Ebenen’ »



Theresa Mays Bauchgefühl besser als jeder Beweis

Neuste unabhängige Untersuchungen legen nahe, dass das gegen die Skripals in England eingesetzte Gift aus Beständen der USA und Großbritanniens kommt. Der Mainstream schweigt und treibt mit dem angeblichen Giftgaseinsatz in Duma die nächste Sau durchs Dorf.

von Rainer Rupp

Jüngst wurde bekannt, dass das renommierte Schweizer Labor Spiez, das auch regelmäßig Analysen für die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) durchführt, in der chemischen Substanz, mit der die Skripals vor über einem Monat im englischen Salisbury vergiftet wurden, unter anderem das Toxin BZ bzw. 3-Chinuclidinylbenzilat ausgemacht habe. Dieses werde nicht in Russland, dafür aber in Großbritannien und in den USA produziert, erklärte daraufhin der russische Außenminister Sergej Lawrow. Inzwischen hat sich das Labor in Schweigen gehüllt. Kein Kommentar mehr. Ob es wohl um zukünftige Aufträge fürchtet?

Wir erinnern uns noch gut, wie unsere Politiker, felsenfest auf der Atlantikbrücke verankert, eine in befremdlicher Weise kritiklose „Solidarität“ gegenüber einer mit gezinkten Karten spielenden britischen Führung in London zelebrierten, statt sich auf die Suche nach der Wahrheit zu begeben. Artikel vollständig lesen ‘Theresa Mays Bauchgefühl besser als jeder Beweis’ »



Das Nowitschok-Märchen: Skripal-Inszenierung hat einen langen Vorlauf – Teil 1

Die britische Nowitschok-Inszenierung ist schlecht einstudiert. Beim Drehbuch wurde gestrudelt, die Dramaturgie stolpert über immer offensichtlichere Widersprüche und einige wichtige Akteure weigern sich, Londons Regieanweisungen Folge zu leisten.

von Rainer Rupp

Das „Nowitschok“-Märchen, das die britische Regierung der Welt in den letzten Wochen vorgespielt hat, ist weitgehend der britisch-amerikanischen TV-Spionageserie „Strike Back“ („Schlag zurück“), nachempfunden, in dem von den bösartigen Russen geführte, dunkle Mächte mit extrem gefährlichen chemischen Waffen einen geheimen Krieg gegen den guten und edlen Westen führen. Aber damit nicht genug: Die britische Regierungsversion von „Strike Back“ hat auch ein Happy End parat, das Hollywood alle Ehre machen würde. Die beiden Opfer des angeblich „russischen“ Mordanschlags mit dem Nervengift, das laut offiziellen Stellungnahmen Londons in „militärischer Güte“ eingesetzt wurde und das „fünf- bis achtmal tödlicher“ sei als die vergleichbare US-amerikanische VX-Chemiewaffe, sind laut Presseerklärung des Krankenhauses in Salisbury auf dem Weg der Genesung. Artikel vollständig lesen ‘Das Nowitschok-Märchen: Skripal-Inszenierung hat einen langen Vorlauf – Teil 1’ »



Das Nowitschok-Märchen: Skripal-Inszenierung hat einen langen Vorlauf – Teil 2

Mit der Nowitschok-Inszenierung wird eine Strategie verfolgt, die vor über 20 Jahren in einem ähnlich gelagerten Fall das Ziel hatte, Moskau zu Schaden. Im Unterschied zu heute spielte damals nicht der britische Geheimdienst, sondern der deutsche BND die Hauptrolle.

von Rainer Rupp

Genau wie 1994 im BND-„Hades“-Skandal wurden auch bei der Nowitschok-Farce die Fäden ursprünglich in Washington gezogen. Allerdings gibt es einen Unterschied; Im Nowitschok-Fall schmilzt die Glaubwürdigkeit der britischen Regierung schneller dahin als ein Eis am Stiel in der Sommerhitze. Bei der kriminellen „Hades“-Operation des BND dauerte es etwas länger, neun Monate, bis die skrupellosen Machenschaften des BND und seiner befreundeten US-Verbrecherorganisationen aufgedeckt wurden. Aber der Reihe nach.

Julia und Sergej Skripal wurden am Nachmittag des 4. März bewusstlos aufgefunden. Aus einer Erklärung des US-Außenministeriums vom 27. März geht hervor, dass Washingtons bereits am 6. März, also nur zwei Tage, nachdem die Skripals auf der Parkbank gefunden worden waren, begonnen hatte, den Vorfall in einer international koordinierte Kampagne Vorwand zur massiven Provokation gegen Russland zu nutzen. Das alles geschah lange, bevor man überhaupt wissen konnte, ob die Skripals Opfer eines heimtückischen Anschlags oder einer Lebensmittelvergiftung geworden waren. Und erst recht hat die Zeitspanne von zwei Tagen – vom Vorfall bis zum Beginn der US-Kampagne – nicht gereicht, um das angebliche verwendete, mysteriöse Nowitschok-Nervengift zu identifizieren und zudem auch noch die weitaus schwierigeren Arbeiten zur Bestimmung der Herkunft der Substanz zu erledigen*. Artikel vollständig lesen ‘Das Nowitschok-Märchen: Skripal-Inszenierung hat einen langen Vorlauf – Teil 2’ »