Für die USA wird die geo-politische Luft immer dünner

Die strategische Partnerschaft zwischen Russland und China scheint zu funktionieren. Beide Länder stimmen ihr Vorgehen ab, während sich die USA mit ihrer Kriegstreiberei selbst ins Abseits treiben. Kann Trump angesichts des gefälschten „Russiagate“ die Kurve kriegen?

von Rainer Rupp

Was genau bei den Treffen im russischen Schwarzmeer-Badeort Sotschi zwischen US-Außenminister Mike Pompeo, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und Außenminister Sergei Lawrow am 14. Mai besprochen wurde, liegt immer noch hinter einer dicken Wand diplomatischen Nebels verborgen. Der hat sich jedoch hier und da etwas gelüftet und den Blick auf einige verlockende geopolitische Einzelheiten freigegeben.

Eine der Quellen war Jury Uschakow, der als enger Berater Putins an den Gesprächen teilgenommen hatte. Uschakow, ein erfahrender Diplomat im Botschafterrang, hatte nach den Gesprächen mit Pompeo erklärt, dass es zwar „noch keinen Durchbruch“ gegeben habe, aber die USA zumindest „einen konstruktiven Ansatz demonstriert“ hätten. Putin habe Pompeo daran erinnert, dass das 90-minütige Telefonat, das er wenige Tage zuvor mit Präsident Trump geführt hatte, auf Wunsch des Weißen Hauses stattgefunden habe.

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Mit Stolz und Ärger – Rückblick des letzten DDR-Chefaufklärers auf die DDR 1989. TEIL 1

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von Tilo Gräser

Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der DDR hat den Untergang des eigenen Landes nicht verhindern können. Auch dessen Kundschafter, heute Spione genannt, haben dabei nur zusehen können. Warum das so war, hat Generaloberst a.D. Werner Großmann, letzter DDR-Chefaufklärer, im Gespräch mit Sputnik versucht zu erklären.

Der Mauerfall vom 9. November 1989, die Öffnung der DDR-Grenze in der Nacht zum 10. November 1989, hat Werner Großmann überrascht. Der letzte Leiter der Hauptverwaltung Aufklärung (HVA) des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) erinnerte sich im Gespräch mit Sputnik daran, dass das so nicht vorgesehen war. An dem historischen Tag sei im Zentralkomitee (ZK) der SED das neue Reisegesetz der DDR beraten worden. Das Ergebnis sollte erst am 10. November bekanntgegeben werden und in Kraft treten.

Der letzte DDR-Chefaufklärer bezeichnete die Art und Weise, wie SED-ZK-Mitglied Günter Schabowski am 9. November vor 30 Jahren die neue Reisefreiheit bekannt gab, als „holprig“. Und fügte hinzu: „Ich vermute, dass er nicht unbewusst gestammelt hat, sondern aus welchen Gründen auch immer es so gemacht hat, wie er es gemacht und damit die Öffnung der Grenze veranlasst hat. Das war ja die Folge dessen, was alle überrascht hat. Vorgesehen war das in dieser Form überhaupt nicht.“

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Mit Stolz und Ärger – Rückblick des letzten DDR-Chefaufklärers auf die DDR 1989. TEIL 2

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von Tilo Gräser

Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der DDR hat den Untergang des eigenen Landes nicht verhindern können. Ihr letzter Chefaufklärer, Generaloberst a.D. Werner Großmann, hat im Gespräch mit Sputnik versucht, das zu erklären. Im 2. Teil geht er auch auf die Rolle der Sowjetunion damals ein.

Werner Großmann war der letzte Leiter der Hauptverwaltung Aufklärung (HVA) des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). Er erinnerte sich im Gespräch mit Sputnik daran, was in der DDR im Jahr 1989 geschah und wie es zum „Mauerfall“ kam“. Im ersten Teil ist er insbesondere auf die innere Entwicklung des Landes eingegangen, die zum 9. November 1989 geführt hat.

Im 40. Jahr der DDR gab es anscheinend kaum jemanden, der die Lage und die daraus entstandenen inneren Gefahren klar eingeschätzt hat. Niemand hatte sich für notwendige Veränderungen eingesetzt, notfalls gegen die eigene Führung. „Es ist von Einzelnen nichts unternommen worden“, bestätigte Großmann. Die Lage sei zur Kenntnis genommen worden, und viele hätten sich über die ausbleibende Reaktion der Führung geärgert.

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USA ziehen Eskalationsspirale gegen Iran weiter an

US-Außenminister Mike Pompeo war auf Reisen, um die Europäer auf Linie zu bringen und von den Russen ein Stillhalteabkommen zu bekommen. Trumps Sicherheitsberater sorgt für den Aufbau der Drohkulisse. Beide verbreiten das Narrativ, dass der Iran der Aggressor sei.

von Rainer Rupp

Präsident Trumps Nationaler Sicherheitsberater John Bolton hat Berichten zufolge vergangene Woche höchstpersönlich die Verlegung der vier schweren US-Bomber des Typs B-52 auf eine US-Basis im Golfstaat Katar und die Entsendung des US-Flugzeugträgers Abraham-Lincoln aus dem Mittelmeer vor die Küste des Iran geordert. Zugleich steckt er hinter der weiteren Verschärfung der US-Sanktionen durch die US-Handels- und Finanzministerien.

Am Montag wurde dann die Entsendung weiterer US-Kriegsschiffe in den Golf bekannt, die mit Anti-Raketen-Raketen vom Typ Patriot bestückt sind. Sie sollen US-Basen in der Region gegen iranische Angriffe mit ballistischen Raketen beschützen. Das Patriot-System aber hatte sich 2003 bei der Abwehr irakischer Scud-Raketen als höchst unzuverlässig erwiesen, und seine Fortentwicklung wurde seither nur unter arrangierten und nicht unter Kriegsbedingungen getestet.

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Keine Chance im Deutschen Bundestag damit aufzutreten

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von Dr. Wolfgang Schacht

Am 19. November 2018 hatte der 16-jährige Schüler aus dem Gymnasium der russischen Stadt Nowyj Urengoj, Nikolay Desjanitschenko (genannt Kolja), während der Gedenkfeier zum Volkstrauertag* im Deutschen Bundestag die „Gelegenheit“, eine kurze Rede über die Lebensgeschichte eines „deutschen Kriegsgefangenen“ zu halten. Mit bewegenden Worten beschrieb er das Leben des deutschen Soldaten der faschistischen Wehrmacht, Georg Johann Rau, der während der Schlacht in Stalingrad in sowjetische Gefangenschaft geriet und am 17. März 1943 dort gestorben ist. Die Arbeit am Projekt „Lebensgeschichten deutscher und russischer Kriegsgefangener“, an dessen Realisierung sechs russische und deutsche Schüler teilgenommen haben, berührte ihn zutiefst und regte ihn schließlich dazu an, deutsche Kriegsgräber in Sibirien zu besuchen. „Ich habe die Gräber von unschuldig umgekommenen Menschen gesehen, die ein friedliches Leben geführt hatten und keinen Krieg führen wollten. Sie haben während des Krieges unwahrscheinliche Mühen durchlebt, über die mir auch mein Urgroßvater berichtete, der als Kommandeur einer Schützenkompanie den Krieg erlebte“.

Um zu begreifen, warum diese Worte von Kolja in Russland und in anderen Ländern eine Welle von Protesten ausgelöst hat, müssen wir uns zunächst von den einseitigen, engstirnigen und russophob geprägten Betrachtungen des Stern-Artikels „Büßender Russenjunge vorm Nazi-Bundestag“ – wie ein Schüler zum „Verräter“ wurde“ lösen und die folgenden grundsätzlichen Fragen beantworten:

  1. Warum säht das Establishment mit seinen Medien in Europa erneut Hass, Neid und Missgunst gegen Russland und seine Bürgerinnen und Bürger?
  2. Warum wurde der militärische NATO-Block, der am 4. April 1949 zur Vernichtung der Sowjetunion und der sozialistischen Staatengemeinschaft gegründet wurde, 1990 nicht in Analogie zum „Warschauer Vertrag“ (erst gegründet am 14. Mai 1955) aufgelöst?
  3. Warum wurde der militärische NATO-Block durch den Beitritt von insgesamt 13 ehemaligen Staaten der Sowjetunion und der sozialistischen Länder ausgebaut und verstärkt?
  4. Warum befinden sich (wie 1941!) wieder deutsche Truppen an der russischen Grenze?
  5. Warum wurden in den Ländern Rumänien, Polen und im Baltikum amerikanische Angriffs- waffen gegen Russland installiert?
  6. Warum gibt es eine Flut völlig ungerechtfertigter Sanktionen der USA und der Europäischen Union (EU) gegen Russland?
  7. Warum ist Russland plötzlich wieder unser größter Feind?
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