Der 8. Februar 1950

An diesem Tag beschloss die Volkskammer der DDR per Gesetz die Bildung des Ministeriums für Staatssicherheit. Dieser Schritt machte sich damals erforderlich, weil man westlich der Elbe die DDR laut Bundeskanzler Adenauer als unerlöste Provinzen betrachtete und diese befreien wollte. Ganze Armeen von Agenten und 8-Groschen-Jungs wurden in das Gebiet der DDR geschleust, um zu schädigen, zu brandschatzen und auch um zu morden. Dem konnte sich die DDR nicht willens- und tatenlos aussetzen.

Eine besonders üble und verbrecherische Rolle in der Bekämpfung der DDR spielte die Organisation Gehlen, der Vorläufer des BND, die nach Ende des 2 Weltkrieges umgehend von den Amerikanern für den Kampf gegen die Sowjetunion genutzt wurde. Dabei spielte die Herkunft der Gehlen-Organisation, entstanden aus dem Bereich der deutschen Wehrmacht „Fremde Heere Ost“, keine Rolle. Man nahm ihre faschistische Vergangenheit lediglich zur Kenntnis.

Es gibt eine Aufstellung der Gründungsmitglieder des MfS, die alle in der faschistischen Zeit gelitten hatten, entweder in Gefängnissen und KZ gefangen waren und gefoltert wurden oder als Partisanen und in den Reihen der Roten Armee gegen die faschistischen Angreifer kämpften. Dieser steht eine Auflistung der Mitglieder der Gehlen-Organisation gegenüber, die in den 50er Jahren in den BND überging. Der überwältigende Teil der Führungspersonen waren Angehörige der Wehrmacht, der SS oder NS-Juristen.

Dies allein macht den himmelweiten Unterschied zwischen dem MfS und dem BND aus. Der BND war eine eindeutig verbrecherische Organisation und bediente sich dazu solcher feindlichen Organisationen wie der KgU, deren Hauptziel die Schädigung der DDR war. Und wie diese feindlich-subversive Tätigkeit aussah, zeigt folgendes Beispiel:

Der Veterinärmediziner aus Leipzig, Walter Schöbe, Mitglied der KgU – Agentengruppe „Tagore“ erklärte am 12. März 1996 wörtlich: „Wir haben jede Gelegenheit ergriffen, Unruhe, und Verwirrung oder Sabotage zu treiben, egal wo. Ob wir falsche Schlachtscheine für Bauern ausstellten… Wir haben Reifentöter an die Autos der Funktionäre, wo wir wussten, es sind welche, hingelegt… Malik ( ein hauptamtlicher Mitarbeiter der KgU) sagte zu mir, ihr bekommt Kantharidin für den Notfall, wenn militärische Auseinandersetzungen kommen sollten, das ihr irgendein Gift in der Hand habt, um den Gegner – also es handelt sich nur um russische Soldaten, russische Offiziere – kampfunfähig zu machen…Ich muss heute sagen, dass diese Methoden doch harte Methoden waren und ich aber in keiner Weise, auch heute nicht, diese Methoden verurteile.“

(Autor Horst Liebig)

Wie die Geschichte zeigte hatte der BND und andere der DDR feindlich gegenüberstehende Vereinigungen aber die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Das Ministerium war ein Instrument, das mit geheimdienstlichen Mitteln sich zu wehren im Stande war.

Aufklärungs- und Abwehrorgane des MfS machten mehr als 5000 Agenten nicht nur des BND und des Verfassungsschutzes, sondern auch Spione anderer westlicher Geheimdienst dingfest. Dazu trug insbesondere die vernetzte und auf Vorbeugung ausgerichtete Tätigkeit bei, die feindliche Handlungen rechtzeitig erkannte und unschädlich machen konnte.

Nach der als Wende bezeichneten Konterrevolution 1989/90 wurde das MfS absichtlich zur Zielscheibe jeglicher Verleumdung und Hetze gemacht. Mainstreammedien kommen bis heute nicht umhin, das Kapitel MfS immer wieder neu aufzuwärmen. Es dient einzig und allein dazu, die eigenen Versäumnisse der Alt-BRD vergessen zu machen. (siehe auch Zeitschrift „Rotfuchs“ Januar 2026, Seite 29, Beitrag von Dr. Heinz Günter)

Zuerst erschienen In den GRH Mitteilungen – ZTG 02-2026