Die BRD auf dem Weg zu den Pariser Verträgen

von Prof. Dr. habil. Anton Latzo

Vortrag, gehalten auf einer Tagung der Marx-Engels-Stiftung e.V. am 09.08.2026 in Stuttgart

Am 23. Oktober 1954 unterzeichneten die Außenminister der USA, Großbritanniens, Frankreichs und der BRD in Paris eine Reihe von Verträgen – genannt Pariser Verträge. Dazu gehörten:

  • der sogenannte Deutschlandvertrag,
  • der Vertrag über die Stationierung ausländischer Streitkräfte in der BRD,
  • der Vertrag über die Westeuropäische Union,
  • das Protokoll über den Anschluss der BRD an die NATO,
  • das Abkommen über das Statut des Saargebietes.

Durch diese Verträge erfolgte die Einbeziehung der BRD  in die NATO und ihre militärische Integration. Es wurde der Aufbau moderner, kampffähiger Streitkräfte de BRD international legalisiert. Mit den Pariser Verträgen und besonders durch die damit erfolgte Einbeziehung der BRD in die NATO wurde der Machtbereich der NATO bis unmittelbar an die Grenzen des Teils Europas, der sich für den sozialistischen Weg entschieden hatte, einschließlich der Grenze der DDR, verschoben. Es entstand eine neue Lage: die Politik der Stärke wurde auf der Grundlage des Antikommunismus auf die Ebene der Blockkonfrontation gehoben.

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Pistorius und Kermani – eine gemeinsame Botschaft

Anmerkungen von Doris Pumphrey

Am 20. Juli fand das jährliche Gelöbnis der Bundeswehr-Rekruten im Bendlerblock, Berlin statt. In der Nacht vom 20. auf den 21. Juli 1944 waren dort vier führende Offiziere des gescheiterten Hitler-Attentats nach einem standrechtlichen Todesurteil hingerichtet worden. Das Gelöbnis der Rekruten trage „das historische Erbe des 20. Juli in unsere Zeit“, betonte der deutsche Verteidigungsminister Pistorius. Als Ehrengast und Hauptredner hatte er den Schriftsteller Dr. Navid Kermani eingeladen

Zustimmung durch selektive Wahrnehmung

Bemerkenswert, fulminant, revolutionär, mutig, ein Zeichen des Widerstandes und der Hoffnung – mit diesen und ähnlichen Worten reagierten einige auf die Rede von Navid Kermani.

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Die hochgefährliche Ansprache von Navid Kermani

Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

Bundeswehr-Gelöbnis am 20. Juli 2026 in Berlin im Bendlerblock zum Jahrestag des Hitler-Attentats

Sie hat besondere Aufmerksamkeit und Anerkennung erzielt – auch in Kreisen, die kritisch drauf sind: die Ansprache von Navid Kermani beim „feierlichen Gelöbnis“ der Bundeswehr am 20. Juli 2026 in Berlin im Bendlerblock, am Jahrestag des Attentats auf Adolf Hitler. Diese Einschätzung basiert auf einigen herausgegriffenen Passagen. Doch insgesamt betrachtet ist die Ansprache verheerend NATO-konform. Extrem deutlich wird diese Sicht mit dem Satz: „…würden die Ukrainer ihre Freiheit nicht so heroisch verteidigen, stünde womöglich jetzt schon auch unsere eigene Freiheit als Europäer unter Beschuss.“ Schlimmer lässt sich das Russland-Feindbild kaum bedienen. Hiermit wird suggeriert, Russland habe die Absicht, Deutschland und die ganze EU zu überfallen, und deshalb sei es erforderlich, extrem aufzurüsten und so Krieg gegen Russland vorzubereiten. Da hilft auch ein Satz wie dieser nicht: “Sollte eine künftige Bundesregierung Sie in einen Krieg führen wollen, der so offenkundig völkerrechtswidrig und auch politisch desaströs ist wie der jüngste Krieg der Vereinigten Staaten und Israels gegen Iran, wird es Ihre Pflicht sein, den Befehl zu verweigern.“ Betrachten wir die Ansprache weiter.

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Vor 65 Jahren rettete die DDR- Grenzsicherung den Frieden und den deutschen Friedensstaat. Heute kann nur eine Friedensfront dieses Kriegsdeutschland  vor der Selbstzerstörung retten.

Hans Bauer

Ohne Mauer hätte es Krieg gegeben“. So das Urteil hoher Politiker und Militärs der DDR in einer Publikation zur militärischen Grenzsicherung im August 1961. Und sie beweisen dies anhand der damaligen internationalen Krisensituation. Auch westliche Politiker kamen angesichts der Kriegsgefahr zu ähnlichem Ergebnis.

Zweifellos war die DDR-Grenzsicherung ein schmerzhaftes, aber dennoch ein notwendiges Mittel, um imperialistische Aggressionsgelüste zu stoppen. Die Befreiung der Ostgebiete war erklärtes Ziel, Westberlin für den Westen die „billigste Atombombe“, „Pfahl im Fleisch der Sowjetzone” (Bürgermeister Reuter). Tausende Soldaten der drei Alliierten waren dort stationiert und spionierten gegen Osteuropa. In der „Frontstadt“ Westberlin wirkten um die 60 gegnerische Dienste und Organisationen mit unzähligen Agenten.

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Brüssels ideologischer Wahn kostet Wälder und Menschenleben

Von Rainer Rupp

Anti-russische EU-Sanktionen lassen Spanien und Portugal im Feuerinferno allein, denn die EU bietet zwar viel anti-russische Ideologie, verhindert damit aber praktische Hilfe gegen die Feuer.

Während in Spanien und Portugal die Wälder in Flammen aufgehen und Hunderttausende Menschen flüchten müssen, sitzen zehn der leistungsstärksten Löschhubschrauber der Iberischen Halbinsel am Boden – und das nicht etwa, weil sie defekt wären oder die Piloten fehlten. Nein, sie stehen still, weil die Europäische Kommission in Brüssel mit ihren anti-russischen Sanktionen die Wartung und den Ersatzteilnachschub unmöglich gemacht hat. Das ist kein technisches Detail, das ist ein Skandal von erschütternder Dimension.

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