„Cryptoleaks“: Grundlegende Informationen nicht überraschend – Ex-DDR-Geheimdienstler

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Von Tilo Gräser

Für Aufsehen sorgen Medienberichte, dass CIA und BND mit Hilfe einer Schweizer Firma über Jahre mehr als 100 Länder ausspioniert haben. Für den Ex-USA-Spezialisten der DDR-Staatssicherheit, Klaus Eichner, ist das nicht überraschend und sind nur technische Details neu. Er erinnert an die Erkenntnisse über die NSA-Spionage gegen Freund und Feind.

Die jüngsten Enthüllungen zu den Spionageaktivitäten des US-Geheimdienstes CIA und des Bundesnachrichtendienstes (BND) mit Hilfe von Schweizer Chiffrier-Maschinen, der Operation „Rubikon“, überraschen Klaus Eichner kaum. Er war Chefanalytiker zum Thema US-Geheimdienste in der Hauptverwaltung Aufklärung (HVA) im Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der DDR. Die technischen Details seien neu, sagte er gegenüber Sputniknews, aber nicht die Tatsache, dass damit selbst die eigenen Verbündeten ausspioniert wurden.

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Gründung des MfS vor 70 Jahren -»Es ist ein Tag der Erinnerung, kein Grund zum Feiern«

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Ein Gespräch mit Karl Rehbaum, Wolfgang Schmidt und Reinhard Grimmer. Über die Gründung des Ministeriums für Staatssicherheit. Interview: Frank Schumann

(Karl Rehbaum ist Oberst a. D., war von 1955 bis 1990 beim Ministerium für Staatssicherheit (MfS) bzw. Amt für Nationale Sicherheit (AfNS) und leitet die »AG Aufklärer« in der »Gesellschaft zur Rechtlichen und Humanitären Unterstützung« (GRH). Wolfgang Schmidt ist Oberstleutnant a. D., war von 1957 bis 1990 beim MfS/AfNS und ist Betreiber der Internetplattform »mfs-insider.de«. Dr. Reinhard Grimmer ist Oberst a. D., war von 1960 bis 1990 beim MfS/AfNS und leitet die »AG Sicherheit«. Alle drei Offiziere gehören zu den Zeitzeugen aus der Führungsebene des Ministeriums)

Vor 70 Jahren, am 8. Februar 1950, wurde das Ministerium für Staatssicherheit, kurz MfS, gegründet. Werden Sie den Tag so begehen, wie am 7. Oktober 2019 der 70. Geburtstag der DDR gefeiert wurde?

Wolfgang Schmidt: Eine große Feier wird es nicht geben, aber ein Kolloquium. Wir werden gemeinsam unter anderem daran erinnern, dass an jenem Tag der DDR-Innenminister Carl Steinhoff – bis zur Gründung der DDR demokratisch gewählter Ministerpräsident des Landes Brandenburg – im Parlament das Gesetz begründete. Es war kurz und hatte nur zwei Paragraphen: »1. Die bisher dem Ministerium des Innern unterstellte Hauptverwaltung zum Schutz der Volkswirtschaft wird zu einem selbständigen Ministerium für Staatssicherheit umgebildet. Das Gesetz vom 7. Oktober 1949 über die Provisorische Regierung der Deutschen Demokratischen Republik wird entsprechend geändert. 2. Dieses Gesetz tritt mit seiner Verkündung in Kraft.« Mehr nicht.

Reinhard Grimmer: Wilhelm Zaisser, Spanienkämpfer mit dem Decknamen »General Gómez«, wurde Minister, Erich Mielke sein Stellvertreter im Range eines Staatssekretärs. Der ehemalige Spanienkämpfer Mielke – Deckname »Fritz Leissner« – war bis dahin Generalinspekteur der Hauptverwaltung zum Schutz der Volkswirtschaft.

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Der Sieg des Herzogs Ernst August – oder wie man den Deutschen das Denken abgewöhnte

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Das menschliche Denken ist ein eigenartiges Ding. Es wächst und gedeiht nicht dort, wo man ihm zustimmt und applaudiert, sondern dort, wo ihm Widerspruch entgegentritt. Eine lebendige geistige Landschaft braucht also nicht nur Vielfalt, sondern auch Konflikt.

von Dagmar Henn

Wenn man sich wundert, wie die bundesdeutsche Presselandschaft auf eine gleichförmige Gesinnung mit einem Vernunftgrad knapp über der Idiotie absinken konnte und den ästhetischen Charme einer schnurgerade ausgerichteten Fichtenmonokultur absondert, kommt man nicht umhin, einen Blick auf die akademischen Institutionen zu werfen, die ihr die Beschäftigten zuliefern. Wenn Der Spiegel, bei dem selbst der Pförtner mindestens Abitur braucht, mal aus Versehen Auschwitz durch die Amerikaner befreien lässt, ist das nur ein Anzeichen einer größeren Verheerung. 

Dreimal wurden in einem Jahrhundert ganze geistige Traditionslinien aus dem universitären Apparat getilgt. Die Wirtschaftswissenschaften haben nicht nur Marx, sondern selbst Keynes verloren und haben sich in eine öde Spielwiese der Chicago Boys verwandelt. Die Sozialwissenschaften frönen einem Idealismus, als sei seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts nichts geschehen. Kein Protest ist mehr zu hören, es regt sich kein Widerstand, alles ist blank gewienert und gewischt. Selbst in den USA gibt es mehr marxistische Wissenschaftler an den Universitäten als in Marxens Geburtsland. 

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Corona-Virus: Gefahr für Menschen, Weltwirtschaft und Börsen?

Finanzmedien scheinen in der Epidemie des Corona-Virus eine größere Gefahr für die Börsen zu sehen als die nationalen Gesundheitsbehörden der westlichen Länder für die Menschen. Und US-Hardliner nutzen die Krise, um Stimmung gegen China zu machen.

von Rainer Rupp

Trotz der radikalen Vorsichtsmaßnahmen in China, wo sich inzwischen über 60 Millionen Bürger unter Quarantäne befinden und ganze Regionen und Millionenstädte hermetisch gegen jeglichen Publikumsverkehr abgeriegelt sind, hält das deutsche Gesundheitsministerium die geplanten Vorkehrungen zur Eindämmung des Corona-Lungenvirus im Fall von Ansteckungen in Deutschland für ausreichend und warnt die Bevölkerung “vor Panik”.

“Deutschland ist gut auf einen Pandemiefall vorbereitet. Es gibt klare Pandemiepläne, regelmäßige Übungen sowie die Ressourcen, um schnell und effektiv zu reagieren. Wir stimmen uns laufend mit allen relevanten nationalen und internationalen Stellen zur Lage ab”, so zitierte die Tageszeitung Die Welt am vergangenen Montag einen Sprecher von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Insgesamt sei die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland relativ gering.

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Die Russophobie – ein sehr profitables Geschäft

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Von Dr. Wolfgang Schacht

Das Jahr 2020 begann meteorologisch sehr heiter, doch der politische und ideologische Kampf tobt unvermindert weiter. Die Russen folgen den Erfahrungen ihrer tausendjährigen Geschichte und bekreuzigen sich bei Nennung dieser Jahreszahl, denn 2020 ist ein so genanntes Schaltjahr (високосный год), ein Jahr, in dem der Abgleich mit dem Sonnenkalender durch einen zusätzlichen Tag im Februar erfolgt. Ist das eine schlechtes Zeichen für das laufende Jahr? Wir wissen es nicht! Und das ist gut so! Denn die Hoffnung stirbt immer zuletzt!

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