Im falschen Film: „NATO 2030“

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Nachdem die europäischen Staaten im organisatorischen Rahmen der Nordatlantischen Vertragsorganisation NATO in den letzten 30 Jahren den USA dabei geholfen haben, mit völkerrechtswidrigen Angriffskriegen den Balkan, Afghanistan, den Nahen Osten und Nordafrika in die Luft zu sprengen und in Kriegs- und Spannungszonen aufzuteilen,

  • und nachdem die NATO mit ihren Angriffswaffen immer weiter in Richtung Osten bis direkt an die Grenze Russlands vorgestoßen ist,
  • und nachdem die USA unterstützt von der NATO in der Ukraine den rechtmäßig gewählten Präsidenten gewaltsam weggeputscht hat und das Land mit Hilfe einer Armada von Neonazi-Kampfgruppen auf den Kopf gestellt hat,
  • nachdem die USA den INF-Rüstungskontrollvertrag über atomare Mittelstreckenraketen zwischen Russland und den USA jüngst mit Unterstützung der NATO-Länder gekündigt hat,
  • und nachdem die USA mit Unterstützung der NATO Russland mit einem ballistischen Raketenschild umzingelt hat,

nach all diesen gefährlichen und verbrecherischen Taten haben die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsländer der NATO, – dieses monströsen Relikts aus dem Kalten Krieg – entschieden, dass angesichts der überall rapide wachsenden politischen Instabilität es am besten für die Völker der Erde ist, die Welt mit noch mehr NATO zu beglücken, und zwar mit dem Projekt „NATO 2030“. Man kommt sich vor wie in einem falschen Film.

Nein Danke.

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Der Nazi-Überfall auf die UdSSR: Glaubte Stalin seinen Aufklärern nicht, warum?

Der überfallartige Angriff Nazi-Deutschlands auf die Sowjetunion war zweifellos heimtückisch geplant. Dennoch war die Sowjetführung über die Angriffspläne informiert: Mehrere Spione – auch in Berlin – haben Stalin sogar den Tag des Angriffs gemeldet.

von Wladislaw Sankin

Zu Beginn der 1940er Jahre verfügte der sowjetische Geheimdienst über drei besonders wertvolle Aufklärer in Nazi-Deutschland. Sie operierten unter den Decknamen “Hauptmann”, “Korsikaner” und “Breitenbach”.

Das erste Pseudonym war Harro Schulze-Boysen zuzuordnen. Er war nur Leutnant bei der Luftwaffe, hatte aber Zugang zu einem der mächtigsten Nazi-Größen, zu Reichsmarschall Hermann Göring. Unter dem Pseudonym “Korsikaner” stand der Antifaschist Arvid Harnack als Berater des Wirtschaftsministeriums mit Schulze-Boysen in Verbindung.

Das Pseudonym “Breitenbach” trug der Kriminalkommissar und spätere Gestapo-Offizier Willy Lehmann, der in der Spionageabwehr tätig war und so auch über Rüstungsunternehmen Informationen erhielt. Dies ermöglichte ihm, den sowjetischen Geheimdienst mit zahlreichen Informationen auch über deutsche Rüstungsvorhaben zu versorgen.

Alle drei Agenten berichteten ihren jeweiligen Verbindungsleuten in der ersten Hälfe des Jahres 1941, dass der Angriff gegen die Sowjetunion unmittelbar bevorstünde. Am 28. Mai 1941 berichtete “Breitenbach”, dass auch seine Gestapo-Abteilung auf einen 24-Stunden-Dienst in den zu überwachenden Betrieben umgestellt wurde, was von außergewöhnlichen Ereignissen in allernächster Zeit zeugte. Am 16. Juni berichteten “Hauptmann” und “Korsikaner”, dass der Krieg “jede Minute” beginnen könne, und mit dieser Nachricht wurden sogar vorrangige Ziele für den Angriff deutscher Flugzeuge mitgeteilt.

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Grundrechte verteidigen: Frieden, kein Krieg!

Rede von Klaus Linder, Landesvorsitzender des Berliner Freidenker-Verbandes, auf der Kundgebung „Kündigt Ramstein jetzt“ am 30. Mai 2020 in Berlin

Guten Abend zusammen.

Ich wollte ursprünglich die Initiative „Kein Aufmarschgebiet gegen Russland“ vorstellen, die wir im November 2019 in Berlin gründeten. Sie begann gegen das sogenannte Manöver „Defender 2020“ und ist danach unter derselben Losung weiterzuführen.

Ich muss, nach den Vorrednern, nicht über Einzelheiten der US- und NATO Aggression gegen Russland und China sprechen. Ich möchte auf nationale Besonderheiten kommen, von denen wir in Deutschland ausgehen, wenn wir den Kriegstreibern in den Arm fallen wollen – insbesondere in der Immer-noch-Frontstadt Berlin. Diese Besonderheiten treten umso deutlicher hervor, da unter der Oberfläche einer Pandemie das darunter sich vollziehende Krisengeschehen einer unwiderstehlichen Internationalisierung unterliegt.

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Corona: Das große Verwirrspiel

von Rainer Rupp

Nach fast fünf Monaten Corona-Erfahrung in Deutschland, mit sehr widersprüchlichen Empfehlungen und stark unterschiedlichen Forschungsberichten, Einschätzungen und Stellungnahmen deutscher und internationaler Corona-Experten der Fachrichtungen Virologie und Epidemiologie, von Lungenfachärzten, Beatmungsspezialisten, Pathologen, Soziologen, Ökonomen, Politikern und Journalisten, nach diese Überschwemmung mit angeblichen unumstößlichen Wahrheiten und Halbwahrheiten, nach all dem bin ich als aufmerksamer Beobachter der Szene heute genauso verwirrt wie zu Beginn des Jahres, allerdings jetzt auf viel höheren Niveau. 

Tatsächlich ist der zu Beginn der Krise verbreitete Witz zur traurigen Wahrheit geworden. Der lautete: „Es gibt nur eins, was sich noch schneller verbreitet als Corona, die Corona-Experten“. Die aber sind womöglich für die Menschheit noch gefährlicher als das Virus selbst, zumindest wenn man sich die soziale Katastrophe und den wirtschaftlichen Kahlschlag anschaut, welche die unermüdlichen Corona-Bekämpfer in den politischen Befehlsständen angerichtet haben. In der Bibel heißt es zwar: „Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht was sie tun.“ Tatsächlich hatte man immer wieder das überwältigende Gefühl, dass Sie, nämlich unsere Politiker, samt ihrer Experten, wirklich nicht wussten, was sie tun. Wenn sich aber die Bevölkerung erst einmal von dem Schock durch die Corona-Bedrohung erholt hat, und die angerichtete soziale und wirtschaftliche Misere offenkundig wird, wage ich zu bezweifeln, dass die Bevölkerung den Politikern und ihren Parteien so einfach gut christlich verzeihen wird. 

„Die wissen sehr gut was sie tun!“, lautet dagegen eine starke Minderheitsmeinung, die den Parteipolitikern und dem „vom tiefen Staat kontrollierten System“ schon vor der Corona-Krise nicht über den Weg getraut hat. Jetzt vermuten sie dunkle, böse Pläne hinter der angeblichen „fake“ Corona-Krise. Da sich bereits Ende letzten Jahres eine neue Finanz- und Wirtschaftskrise für 2020/2021 angekündigt hatte, was übrigens in der entsprechenden Fachliteratur bestätigt wird, vermutet diese Minderheit, dass die Mächte des Tiefen Staats das Auftreten des Corona Virus als willkommene Gelegenheit genutzt haben, ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen. 

Das angeblich harmlose Corona Virus, – so das Narrativ – das nicht gefährlicher als eine Grippe sei, sei dann mit Hilfe der willigen Mainstreammedien zu einer tödlichen Pandemie umgedeutet worden, um die Gesellschaft in eine Schockstarre zu versetzen, welche die Durchsetzung von Maßnahmen erlaubte, die selbst bei normalem Krisen niemals hätten durchgesetzt werden können. Da wäre z.B. die gigantische Finanzoperation, für die Gesetze durch das Notparlament gepeitscht wurden, mit deren Hilfe der Bundesregierung plötzlich Billionen Eurobeträge zur freien Verteilung zur Verfügung standen, angeblich zur Rettung der Wirtschaft und der Arbeitsplätze. 

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Die Wiedergeburt des IS stärkt US-Position im Irak (Teil III)

Vermutlich mit aktiver, aber ganz sicher mit passiver Hilfe der USA hat der “Islamische Staat” (IS) im letzten halben Jahr die politischen Wirren in Bagdad genutzt, um sich neu zu formieren. In einigen irakischen Provinzen ist die Terrormiliz inzwischen wieder in der militärischen Offensive.

von Rainer Rupp

Teil I und II können Sie hier bzw. hier nachlesen

Eine jüngste Lageeinschätzung von Elijah J. Magnier, einem renommierten Kenner der Region, schildert auf anschauliche Weise, wie der “Islamische Staat” (IS) vor allem in den letzten drei Monaten in den irakischen Grenzregionen zu Syrien die militärische Bereitschaft der irakischen Sicherheitskräfte testet. Die Terrormiliz ist seit Beginn des Jahres, für die Politiker in Bagdad völlig unerwartet, praktisch aus dem Nichts wieder erstarkt. Dabei hat sich die Terrororganisation geschickt die zunehmenden politischen Konflikte zwischen den USA und dem Irak einerseits und den USA und dem Iran andererseits zunutze gemacht. 

Zugleich weiß der IS ganz genau, wo in den verschiedenen Teilen des Irak Sicherheitslücken bestehen, insbesondere entlang der irakisch-syrischen Grenze in der Provinz al-Anbar. Dort hat die US-Armee – auf der anderen Seite der irakischen Grenzübergänge bei al-Qa’im und al-Walid – das Sagen und kontrolliert die Verbindungswege. Dort war und ist der IS bis heute vor der syrischen Armee und den Russen in Sicherheit und kann auch unerkannt über die Grenze, hinüber in den Irak.

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