Hans Bauer
Ohne Mauer hätte es Krieg gegeben“. So das Urteil hoher Politiker und Militärs der DDR in einer Publikation zur militärischen Grenzsicherung im August 1961. Und sie beweisen dies anhand der damaligen internationalen Krisensituation. Auch westliche Politiker kamen angesichts der Kriegsgefahr zu ähnlichem Ergebnis.
Zweifellos war die DDR-Grenzsicherung ein schmerzhaftes, aber dennoch ein notwendiges Mittel, um imperialistische Aggressionsgelüste zu stoppen. Die Befreiung der Ostgebiete war erklärtes Ziel, Westberlin für den Westen die „billigste Atombombe“, „Pfahl im Fleisch der Sowjetzone” (Bürgermeister Reuter). Tausende Soldaten der drei Alliierten waren dort stationiert und spionierten gegen Osteuropa. In der „Frontstadt“ Westberlin wirkten um die 60 gegnerische Dienste und Organisationen mit unzähligen Agenten.
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