Wie wir belogen, betrogen und demoralisiert werden

…bei anderen gelesen..

von Dr. Wolfgang Schacht

Pünktlich am 7. Oktober 2020, d.h. 71 Jahre nach der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) erscheint im „Heidekraut Journal“ der Gemeinde Wandlitz Nr. 93, Ausgabe 6/2020, (http://heidekrautjournal.de/fileadmin/Heidekraut_Online/Ganze_Ausgaben/HeidekrautJournal_Oktober2020.pdf) der Beitrag „Auf der Spur der Mauer“ mit dem Untertitel „28 Jahre, zwei Monate und 27 Tage“. Dem aufmerksamen Leser entgeht nicht die Tatsache, dass mit folgenden Schlagzeilen

„Deutschland und der kalte Krieg“

„Mauerbau: 13. August 1961“

„Reaktionen auf den Mauerbau“

„Das Grenzsystem“

„Todesopfer an der Berliner Mauer“

„Grenzöffnung – 9. November 1989“

„Auf der Spur der Mauer“

„Wiedervereinigung“

die Geschichte Deutschlands im Zeitraum von 1945 bis 1990 bewusst entstellt und verfälscht, ja einfach völlig neu geschrieben wird.

Im Abschnitt „Deutschland und der kalte Krieg“ wird den staunenden Zeitzeugen der Kriegsjahre 1939 bis 1945 mitgeteilt, dass „mindestens 55 Millionen Menschen, davon 25 Millionen Zivilisten, durch Krieg und Verbrechen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft umgekommen“ sind. „Die Kriegsniederlage, die der Nazi-Diktatur ein Ende bereitet, ist zugleich eine Befreiung“. Da platzt dem letzten Überlebenden der Kriegsgenerationen wirklich der Kragen! Mit diesen platten nichtssagenden Formulierungen soll offensichtlich verschleiert werden, dass in der Sowjetunion, die in der Zeit vom 22. Juni 1941 bis zum 6. Juni 1944 (1079 Tage) völlig allein gegen die erdrückende Übermacht des faschistischen deutschen Aggressors und seiner europäischen Verbündeten kämpfen musste, mehr als 27 Millionen Menschen ums Leben gekommen sind, davon mindestens 18 Millionen (74%) durch ihre gezielte Ausrottung (Genozid!). Wer nicht als Arbeitssklave taugte, der wurde erschossen, vergast oder musste in deutschen Konzentrationslagern elend verhungern. Warum wird unterschlagen, dass im Zweiten Weltkrieg weltweit mindestens 80 Millionen Menschen umgekommen sind? Sind die Chinesen keine Menschen (Bild 1)? Warum wird unterschlagen, dass die heldenhaft kämpfende ruhmreiche Sowjetarmee mehr als 100 Millionen Menschen in den Ländern Rumänien, Polen, Bulgarien, Jugoslawien, Tschechoslowakei, Ungarn, Österreich, Deutschland, Norwegen und in Dänemark vom faschistischen Joch Hitler-Deutschlands befreit hat?

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Nachruf

Unser Mitglied der „Gesellschaft zur Rechtlichen und Humanitären Unterstützung e.V.“, der herausragende Kundschafter

                                              Klaus Kuron

ist nach langer und schwerer Krankheit verstorben.

Klaus war ein überdurchschnittlich qualifizierter Mitarbeiter der Referatsgruppe „Spionageabwehr DDR“ des Bundesamtes für Verfassungsschutz. Er fand Anfang der 80er Jahre den Weg zur Auslandsaufklärung der DDR und war seitdem ein erfolgreicher und zuverlässiger Kundschafter der Hauptverwaltung Aufklärung. Auf seine mutige, umsichtige und zuverlässige inoffizielle Arbeit konnte wir uns jederzeit verlassen.

Das Andenken an Klaus Kuron werden wir, seine ehemaligen Mitstreiter für eine gerechte Sache, in Ehren halten. Sein bewegtes und inhaltsreiches Leben hat sich vollendet. Es ist ein schwerer Verlust für seine Ehefrau und alle weiteren Familienangehörigen, aber auch für uns, seine Freunde aus der gemeinsamen operativen Arbeit.

Im Namen der Arbeitsgruppe Aufklärer der GRH

Karl Rehbaum                                                                         Eberhard Pätzold

Der Fall Nawalny und der Nowitschok-Nebel (Teil 1)

Ob im Fall Skripal oder nun im Fall Nawalny: Ein britischer Oberst a. D spielte im Verbund mit der Plattform Bellingcat eine zentrale Rolle bei der Etablierung des Narrativs, wonach Moskau die Nowitschok-Attentate angeordnet habe. Und die Mainstreammedien spielen dabei unkritisch mit.

von Jürgen Cain Külbel

Die Saga um den medizinischen Notfall Alexei Nawalny begeistert täglich mit überraschenden Wendungen. Zuletzt warf das Spurenbeschaffungskommando “Team Nawalny” eine aus Alexei Nawalnys Zimmer im Tomsker Hotel Xander gestohlene, nach Berlin entführte Wasserflasche in den Ring; ein Bundeswehr-Labor will prompt Spuren des Nervengiftes Nowitschok daran entdeckt haben.

Die späte Präsentation der Flasche, deren “Sicherstellung” ein Video auf Nawalnys Instagram-Kanal “dokumentiert”, ist eine geschickt gestellte Falle, die insinuieren soll, Nawalny kann nur in Russland vergiftet worden sein.

Mediale Aufschreie, nun seien Tatortspuren vernichtet, Beweise entwendet usw., sind gewollt, da sie das Narrativ weiterhin verdichten; zusätzlich machen sie aber auch die toxikologischen Ergebnisse der russischen Ärzte in Omsk wertlos. Die hätten das Gift doch entdecken müssenhaben sie aber nicht, erst die ehrenwerten Labore in Deutschland, Frankreich, Schweden waren dazu gewillt und imstande.

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Der Fall Nawalny und der Nowitschok-Nebel (Teil 2)

Im zweiten Teil untersucht der Autor die Ungereimtheiten hinsichtlich der “unabhängigen Bestätigung” des Nowitschok-Fundes in Proben von Alexei Nawalny durch verschiedene Labore. Es soll sich dabei um eine “härtere” Variante des Nervengifts handeln – was Fragen aufwirft.

von Jürgen Cain Külbel

Das Nervengift Nowitschok wurde für den Einsatz auf dem Schlachtfeld entwickelt, es tötet sofort. Philip Geraldi, den ich persönlich kenne und schätze, früher CIA-Spezialist für Terrorismusbekämpfung und Offizier der Defense Intelligence Agency, argumentiert:

Als (Alexei Nawalny) zur Behandlung in Deutschland war, wurde von seiner Familie eine mysteriöse Wasserflasche hervorgezogen, von der die Bundeswehrlabore behaupten, sie habe Spuren von Nowitschok auf ihrer Oberfläche. Wenn Nowitschok wirklich auf der Flasche wäre, wären seine Familie und die Flugbesatzung ebenso tot wie die Techniker der Bundeswehr.

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Der Fall Nawalny und der Nowitschok-Nebel (Teil 3)

Dieser Teil widmet sich dem britisch-deutschen Interagieren im Fall Nawalny und der Mission der deutschen, schwedischen und französischen Labore im Syrien-Krieg Und welche Rolle die OPCW dabei spielt. Also jener Labore, die bei Nawalny “zweifelsfrei” Nowitschok feststellten.

von Jürgen Cain Külbel

Das Phänomen ist bekannt: der Konsument von True Crime, von “wahren Verbrechen”, fragt sich kopfschüttelnd, wieso Ermittler die Bezüge zwischen Kapitaldelikten, die von einem Einzeltäter oder Serienmörder begangen worden sind, nicht sofort, sondern erst nach zäher Untersuchung oder durch Zufall erkannt haben. In der Realität ist das ein kriminalistischer Kraftakt, bei dem während der Fallbearbeitungen umfangreiche strategische, logistische und erkenntnistheoretische Probleme gelöst werden müssen. Nobody is perfect, noch immer wird nur jede zweite Mordserie tatsächlich als Serie erkannt. 

Ich sehe in den Chemiewaffen-Vorfällen, die die Welt seit 2013 in Syrien, Salisbury, Sofia und nun mit Nawalny in Russland in Atem halten, einen Zusammenhang, eine Art internationalen Kriminalitätsbrennpunkt mit geheimdienstlichem Hintergrund. Politik, Militär und Geheimdienste des kriegführenden “Wertewestens” zeigten stets nur wenig Interesse an einer wirklichen Aufklärung der Vorfälle und beeilten sich stattdessen, den vermeintlich Schuldigen zu benennen: Russland und Syrien, also Putin und Assad. 

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