Versuch der Blockbildung gegen China beim G7-Gipfel

Von Rainer Rupp

Wenn das Herrchen in Washington pfeift, dann macht das gelehrige Schoßhündchen EU in Brüssel Männchen, stellt sich auf die Hinterbeine und bellt den Elefanten China an. Nicht viel anders war es bei dem gerade zu Ende gegangenen G7-Gipfel.

Anders kann man das Verhalten der EU-Kommission bezüglich neuer Zölle gegen Importe aus China nicht erklären. Dieses Bild einer gemeinsamen Front gegen China wiederholte sich Ende letzter Woche beim G7-Gipfel in Apulien (Süditalien), allerdings mit einer größeren Zahl von Schoßhündchen, wobei die Japaner, Briten und Kanadier artig demonstrierten, dass sie dieselbe Washingtoner Dressur beherrschen wie die Deutschen, Franzosen und Italiener.

Die Tatsache, dass China im Kommuniqué der G7-Staats- und Regierungschefs 28 Mal erwähnt wurde, ist für chinesische Analysten keine Überraschung. In der englischsprachigen, in Peking erscheinenden Global Times heißt es zum Beispiel, dass “die kunstvoll ausgearbeitete heuchlerische Erklärung” (im G7-Abschlusskommuniqué) die Versuche des von den USA geführten Westens offenbaren, die Schuld auf China zu schieben, um damit die Grundlage für eine künftige Block-Konfrontation zu schaffen zwischen dem zum Hort demokratischer Tugenden deklarierten Westen und den bösen Autokratien, verkörpert durch China und Russland.

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Das Urteil der Geschichte – Zum Tod des Kommunisten und Anwalts Friedrich Wolff

Nachruf Von Frank Schumann

Friedrich Wolff lief selten Gefahr, mit dem deutschen Schriftsteller gleichen Namens verwechselt zu werden. Er war einfach zu leise. Und zu bescheiden. Das ist heute bei Anwälten anders. Sie sind oft laut und suchen die Nähe von bekannten Personen. So kommt man in die Zeitungsspalten und zum Titel »Prominentenanwalt«. Wolff vertrat ziemlich bekannte Leute, und dem­entsprechend wurde er denn in der bundesdeutschen Gegenwart auch wahrgenommen. Als Honecker-Anwalt. Dabei war er in der DDR längst einem Millionenpublikum bekannt. Das Adlershofer Fernsehen präsentierte einmal im Monat, an einem Donnerstag, die Sendung »Alles, was Recht ist«. Erfunden hatte die Ratgebersendung Friedrich Karl Kaul, zu Beginn der 80er Jahre übernahm sein Kollege Wolff. Auf leicht verständliche, unterhaltsame Weise wurden Rechtsfragen erläutert, die Zuschauer geäußert hatten. Es heißt, dass in den 70er und 80er Jahren etwa eine Million Briefe die Redaktion erreicht hätten. Auch darin drückte sich Popularität aus. Nicht zu reden vom Rechtssystem, das auf diese Weise dem Volk transparent gemacht wurde.

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Egon Krenz, der ehemalige Staatsratsvorsitzende und heutige DDR-Chronist im Interview

In dem über einstündigen Gespräch mit dem Publizisten Ramon Schack verarbeitet Egon Krenz seine Erinnerungen und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. So spricht er Klartext zur Russland-Politik des Westens und wirft den USA und der NATO fehlenden Friedenswillen vor. Besonders interessant wird es, wenn der 87-Jährige von seinen Begegnungen mit Zeitgenossen wie Gorbatschow oder Deng Xiaoping berichtet. Auch über seine eigenen Fehleinschätzungen vor 1989 spricht Krenz offen. Hat Peking mit seinem Wirtschaftsmodell mehr erreicht als die sozialistischen Bruderstaaten? Hätte mehr Reformbereitschaft die DDR retten können? Plante Erich Honecker bereits an der Sowjetunion vorbei? Krenz’ Blick auf das heutige Deutschland und die EU ist alles andere als nachsichtig: Konzernmacht und erodierende Demokratie – war es das, was die Bürger 1989 wollten? Der überzeugte Kommunist schildert seine Sicht auf die Deutungshoheit der DDR-Geschichte und warum das Verständnis für Ostdeutschland noch weiter wachsen muss. Diesen und vielen weiteren Themen gehen wir gemeinsam mit unserem Gast nach. Ein einzigartiger Blick hinter die Kulissen der Ost-West-Beziehungen! Seien Sie gespannt auf die einzigartigen Einblicke durch eine der wichtigsten Figuren der jüngeren deutschen Geschichte. (Quelle/Autor: Redaktion Coolis)

Teil des NATO-Drehbuchs – ‘Massaker von Srebrenica’

von George Pumphrey

Aus Anlass der Srebrenica-Resolution in der UNO, hier ein älterer Artikel von George Pumphrey, der er zum 20. Jahrestag des NATO-Angriffs auf Jugoslawien geschrieben hat. RT hatte ihn in zwei Teilen am 8. und 9. März 2019 veröffentlicht.

Teil I

Srebrenica gilt als das “schlimmste Verbrechen in Europa seit dem Holocaust”. Die NATO nutzte es, um die UN zur Aufgabe ihrer Neutralität zu bewegen, die deutsche Regierung im Besonderen, um die Nazi-Verbrechen zu relativieren.

In Srebrenica sollen bis zu 8.000 muslimische Männer und Jungen – unbewaffnete Zivilisten – von serbischen Exekutionskommandos erschossen worden sein. Zahlreiche Fakten aber, die trotz aller Bemühungen nicht unterdrückt werden können, lassen Zweifel aufkommen, ob ein Massaker dieses Ausmaßes in Bosnien überhaupt stattgefunden hat.

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Wer hätte von Robert Ficos Ermordung profitiert?

Von Rainer Rupp

Im aktuellen Stadium der Ermittlungen zum Mordanschlag gegen den slowakischen Ministerpräsidenten ist es für Schuldzuweisungen viel zu früh. Aber selbst wenn wir noch nicht wissen, wer dahintersteckt, so gibt es zahlreiche Hinweise, wer von Robert Ficos Eliminierung profitiert hätte.

In Herrn Borells wundersamem “Garten Europa”, wo die US-diktierte “regelbasierte Ordnung” herrscht, wird man schnell zur Zielscheibe, wenn man als führender Politiker die Wahrheit sagt, oder seinem Gewissen folgt und die Souveränität des eigenen Landes bzw. die vitalen Interessen des eigenen Volkes verteidigt. Mit Kommentaren dieser Art haben nationale und internationale Freunde und Unterstützer Ficos auf das Attentat gegen ihn reagiert. Der war am Mittwoch, von Schüssen mehrfach getroffen, schwer verletzt in ein Krankenhaus geflogen worden, wo Ärzte stundenlang um sei Leben kämpften.

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