von Prof. Dr. habil. Anton Latzo
Vortrag, gehalten auf einer Tagung der Marx-Engels-Stiftung e.V. am 09.08.2026 in Stuttgart
Am 23. Oktober 1954 unterzeichneten die Außenminister der USA, Großbritanniens, Frankreichs und der BRD in Paris eine Reihe von Verträgen – genannt Pariser Verträge. Dazu gehörten:
- der sogenannte Deutschlandvertrag,
- der Vertrag über die Stationierung ausländischer Streitkräfte in der BRD,
- der Vertrag über die Westeuropäische Union,
- das Protokoll über den Anschluss der BRD an die NATO,
- das Abkommen über das Statut des Saargebietes.
Durch diese Verträge erfolgte die Einbeziehung der BRD in die NATO und ihre militärische Integration. Es wurde der Aufbau moderner, kampffähiger Streitkräfte de BRD international legalisiert. Mit den Pariser Verträgen und besonders durch die damit erfolgte Einbeziehung der BRD in die NATO wurde der Machtbereich der NATO bis unmittelbar an die Grenzen des Teils Europas, der sich für den sozialistischen Weg entschieden hatte, einschließlich der Grenze der DDR, verschoben. Es entstand eine neue Lage: die Politik der Stärke wurde auf der Grundlage des Antikommunismus auf die Ebene der Blockkonfrontation gehoben.
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