„Moskaus Mitschuld am Weltkrieg“

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Eine führende deutsche Tageszeitung öffnet sich für die Relativierung der deutschen Alleinschuld am Zweiten Weltkrieg und für die Zuschreibung einer Kriegs-„Mitschuld“ an die Sowjetunion.

BERLIN/FRANKFURT AM MAIN (Eigener Bericht) – Eine führende deutsche Tageszeitung öffnet sich für die Relativierung der deutschen Alleinschuld am Zweiten Weltkrieg. Wie es in einem ganzseitigen Beitrag heißt, den die einflussreiche Frankfurter Allgemeine Zeitung in der vergangenen Woche veröffentlichte, habe die Sowjetunion – „diktiert von dem Bedürfnis nach Krieg in Europa“ – per Unterzeichnung des deutsch-sowjetischen Nichtangriffsvertrags am 23. August 1939 „grüne[s] Licht“ für den deutschen Überfall auf Polen gegeben. Dies erst habe „die destruktive Entfaltung“ der „gleichsam instinktiven Disposition“ von Adolf Hitler zum Krieg „ermöglicht“; „ein vorsätzlich handelnder Stalin“ habe sich dadurch „mitschuldig“ am Zweiten Weltkrieg gemacht. Der Autor des Textes, der Historiker Manfred Kittel, sorgte bereits vor Jahren für Schlagzeilen, als in der Berliner Staats-Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung unter seiner Leitung drastisch revisionistische Tendenzen zutage traten. Aktuell beklagt Kittel „Stalins Mittäterschaft beim Entfesseln des Krieges 1939“ und will eine „fatale Rolle des russischen Imperialismus klar und deutlich […] benennen“ – bis heute. Bereits 2025 hatte er Russlands Krieg gegen die Ukraine zum „Vernichtungskrieg“ erklärt.

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Zerfall der UdSSR und die NATO-Osterweiterung: Späte Revanche der Baltendeutschen?

Von Wladislaw Sankin

Bei der Auflösung der UdSSR spielten zwei namhafte deutsche Rechtsgelehrte eine maßgebliche Rolle. Sie stammten aus der baltendeutschen Oberschicht und waren zur Nazi-Zeit bei den Geheimdiensten aktiv. Ihr Konzept, wonach die baltischen Staaten von der Sowjetunion illegal okkupiert worden waren, ist nun in Estland, Lettland und Litauen offizielle Staatsdoktrin.

Am 23. August jährt sich die Unterzeichnung des Nichtangriffspaktes zwischen Hitler-Deutschland und der Sowjetunion zum 87. Mal. Im Westen muss das Dokument als Rechtfertigung für die Gleichsetzung beider Staaten als ebenbürtiges Übel herhalten. Diese propagandistische Auslegung, die vor allem darauf abzielt, der Sowjetunion eine vermeintliche Mitschuld am Ausbruch des Zweiten Weltkriegs in die Schuhe zu schieben, ist heute nicht nur in den drei baltischen Staaten, sondern in der gesamten EU die unanfechtbare Staatsdoktrin.

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Martens’ Frage und Himmlers Antwort

von Alexander Wallasch

(Anmerkung Doris und George Pumphrey:)
In seinem Artikel (siehe im Anschluss) zitiert Alexander Wallasch Auszüge aus der Rede Himmlers
am 4. Oktober 1943. Siehe Himmlers ganze Rede HIER(dort auf Volltext klicken).
Der Text von Himmlers Rede zum Krieg gegen Russland und die Russen sollte heute ins Gedächtnis gerufen werden, nicht um gleichzusetzen, wie Alexander Wallasch schreibt, sondern weil er hilfreich sein kann im Vergleich mit den Aussagen und erklärten Absichten heutiger deutscher anti-russischer Fanatiker in Regierung, Parteien, Medien, und „zivilgesellschaftlichen“ Organisationen und ihrer „Russland-Experten“.
Wenn man Himmlers Rede liest, wird man sich des Ausmaßes des Dankes bewusst, den Deutschland, Europa und die Welt der Roten Armee und Sowjetunion schuldet, für die Befreiung vom Faschismus. Nicht nur der Dank, sogar das Gedenken daran wird in Deutschland inzwischen auch durch Strafandrohung verboten und soll vollständig gecancelt werden.
Währenddessen wurde das faschistische Kiewer Regime mit Waffen und Milliarden im Stellvertreterkrieg gegen Russland unterstützt und zur Vorhut der westlichen Werte gekürt.
Es zeigt sich immer deutlicher was Sergej Lawrow so passend
formulierte: 
“Die Metastasen des Nazismus dringen in der deutschen Gesellschaft unter der Führung von Bundeskanzler Friedrich Merz weiter nach oben.”

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Die BRD auf dem Weg zu den Pariser Verträgen

von Prof. Dr. habil. Anton Latzo

Vortrag, gehalten auf einer Tagung der Marx-Engels-Stiftung e.V. am 09.08.2026 in Stuttgart

Am 23. Oktober 1954 unterzeichneten die Außenminister der USA, Großbritanniens, Frankreichs und der BRD in Paris eine Reihe von Verträgen – genannt Pariser Verträge. Dazu gehörten:

  • der sogenannte Deutschlandvertrag,
  • der Vertrag über die Stationierung ausländischer Streitkräfte in der BRD,
  • der Vertrag über die Westeuropäische Union,
  • das Protokoll über den Anschluss der BRD an die NATO,
  • das Abkommen über das Statut des Saargebietes.

Durch diese Verträge erfolgte die Einbeziehung der BRD  in die NATO und ihre militärische Integration. Es wurde der Aufbau moderner, kampffähiger Streitkräfte de BRD international legalisiert. Mit den Pariser Verträgen und besonders durch die damit erfolgte Einbeziehung der BRD in die NATO wurde der Machtbereich der NATO bis unmittelbar an die Grenzen des Teils Europas, der sich für den sozialistischen Weg entschieden hatte, einschließlich der Grenze der DDR, verschoben. Es entstand eine neue Lage: die Politik der Stärke wurde auf der Grundlage des Antikommunismus auf die Ebene der Blockkonfrontation gehoben.

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Pistorius und Kermani – eine gemeinsame Botschaft

Anmerkungen von Doris Pumphrey

Am 20. Juli fand das jährliche Gelöbnis der Bundeswehr-Rekruten im Bendlerblock, Berlin statt. In der Nacht vom 20. auf den 21. Juli 1944 waren dort vier führende Offiziere des gescheiterten Hitler-Attentats nach einem standrechtlichen Todesurteil hingerichtet worden. Das Gelöbnis der Rekruten trage „das historische Erbe des 20. Juli in unsere Zeit“, betonte der deutsche Verteidigungsminister Pistorius. Als Ehrengast und Hauptredner hatte er den Schriftsteller Dr. Navid Kermani eingeladen

Zustimmung durch selektive Wahrnehmung

Bemerkenswert, fulminant, revolutionär, mutig, ein Zeichen des Widerstandes und der Hoffnung – mit diesen und ähnlichen Worten reagierten einige auf die Rede von Navid Kermani.

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