“Diese Denkmäler sind für uns heilig” –DDR-Jurist Hans Bauer über Umwidmung der Sowjetehrenmale

Im Namen vieler ehemaligen DDR-Bürger erteilt Rechtsanwalt Hans Bauer Überlegungen über die Umwidmung der Sowjetehrenmale eine klare Absage. Diese Versuche grenzten an Sakrileg. Man würde damit auch an der historischen Wahrheit über enorme Opfer der Sowjetunion vergreifen.

Hans Bauer ist ein bekannter ostdeutscher Jurist. Er war stellvertretender Generalstaatsanwalt in der DDR. Nach dem Beitritt der DDR zur BRD war er viele Jahre als Rechtsanwalt tätig. Bauer leistete Rechtshilfe u. a. für ehemalige NVA-Angehörige. Seit 2008 ist er zudem Vizepräsident des Ostdeutschen Kuratoriums von Verbänden (OKV). 

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80 Jahre Nürnberger Prozesse – nicht nur Erinnerung

Von Hans Bauer*

Am 20. November 1945 wurde der Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess vor dem Internationalen Militärgerichtshof (IMG) eröffnet. Ankläger waren die vier Alliierten Sowjetunion, Frankreich, Großbritannien und die USA. Grundlage war das Viermächteabkommen und das Kontrollratsgesetz Nr.10. Die Anklagen gegen die führenden Faschisten lauteten auf Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen den Frieden und die Menschlichkeit. 19 der 24 Angeklagten wurden mit Urteilen vom 30.9./1.10. 1946 schuldig gesprochen; 12 wurden zum Tode, die übrigen zu Gefängnisstrafen verurteilt. Das NSDAP-Führerkorps, die Gestapo, der SD und die SS wurden zu verbrecherischen Organisationen erklärt.

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Russlands Intervention und das internationale Recht – Eine Rekapitulation

von George Pumphrey

 „Russland führt einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine“. Dieses NATO-Narrativ, basierend auf einem selektiven Umgang mit der UN-Charta, hat sich als allgemeingültige Meinung durchgesetzt. Es wurde auch von der Mehrheit in der Friedensbewegung sofort und unkritisch übernommen.

Obwohl die UN-Charta zur Nichtanwendung von Gewalt in internationalen Angelegenheiten aufruft, nennt sie auch Voraussetzungen für die Zulässigkeit von Gewalt. Diese müssen daraufhin geprüft werden, ob sie für die Anwendung von militärischer Gewalt durch Russland zutreffen.

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Wird die Friedensbewegung endlich die Konsequenzen ziehen?

Impulsreferat von Doris Pumphrey:
anlässlich der Präsentation des Sammelbandes „Militarisierung der Gesellschaft – von der Glückssüchtigkeit zur Kriegsbereitschaft“ der Neuen Gesellschaft für Psychologie (NGfP)
am 24.10.2025 im Sprechsaal Berlin

In meinem Beitrag unter dem Titel: „Die Friedensbewegung in Deutschland im Spannungsfeld zwischen der alten, vom NATO-Westen dominierten Welt und der sich entwickelnden neuen multipolaren Weltordnung“ behandle ich grundlegende Probleme der Friedensbewegung, auf die ich auch hier zurückkomme und z.T. auch zitiere. Vorausschicken möchte ich, dass meine Erfahrungen auf eigenem Engagement in der Friedensbewegung seit den 80er Jahren basieren.

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Nachruf

Genosse Hauptmann a. D. Alexander Pohle, geboren am 04.08.1958 in Halle/Saale

ist nach langer schwerer Krankheit am 28.09.2025 verstorben.

Mit Alexander Pohle verlieren wir, die AG Kundschafter der GRH, einen Genossen und Freund, der noch vieles bewirken wollte und leider nicht mehr dazu kam.

Aufgewachsen in Halle/Saale besuchte er die Polytechnische Oberschule und erlernte danach den Beruf eines Instandhaltungsmechanikers mit Abitur in den Buna-Werken.

Seine klare politische Haltung und Überzeugung führten ihn nach der Lehre an die Offiziershochschule der Landstreitkräfte “Ernst Thälmann”.

Nach seinem Studium nahm er seinen Dienst in den Reihen des MfS auf, wo er bis 1990 in der Abt. 11 tätig war. Alexander war zielstrebig bei der Realisierung übertragener Aufgaben. Nach 1990 erfolgte zwangsweise das Ende seiner Tätigkeit und er machte sich selbständig.

Er qualifizierte sich zum Finanzwirt und arbeitete 13 Jahre in Dubai. Nach seiner Rückkehr wurde er Geschäftsführer bei ORWO Wolfen. Während dieser Zeit hat er voller Leidenschaft daran gearbeitet, diese DDR-Marke wieder bekannt zu machen, was ihm auch gelungen ist.

Alexander hat seine politische Überzeugung niemals abgelegt.

Seiner Ehefrau und seinen Angehörigen, sowie den Genossen der GRH wird er fehlen.

Alexander Pohle ist verstorben, aber nicht vergessen.

Im Namen der AG Kundschafter Karl Rehbaum