Nicht nur den russischen “Bären”, sondern auch den chinesischen “Drachen” versucht Washington immer wieder von Neuem, diesmal in der Meerenge von Taiwan, zu provozieren. China kann seinen maritimen „Vorgarten“ inzwischen aber sehr gut selbst verteidigen.
von Rainer Rupp
Trotz der großen wirtschaftlichen Investitionen der US-Finanz- und Realwirtschaft in China und des darauf folgenden lebhaften Handels mit dem „Reich der Mitte“ hat das US-Kriegsministerium im Pentagon schon lange China als „größte Gefahr“ für die Durchsetzung und den Erhalt der globalen Herrschaftsansprüche der US-geführten, (neo)liberalen, so genannten „Weltordnung” ausgemacht. Denn Chinas exponentielles Wirtschaftswachstum, begleitet von Quantensprüngen in der Produktion und in der Beherrschung modernster Technologien schuf für die Führung in Peking reichhaltige physische und technische Ressourcen zum Aufbau hochmoderner Streitkräfte.
Im Unterschied zu den USA und ihren NATO-Hilfswilligen zielt die Militärstrategie Chinas jedoch nicht auf globale Machtprojektion, sondern auf den Schutz seiner Landesgrenzen, seines maritimen Vorhofes vom Gelben Meer bis zum Südchinesischen Meer sowie der Kontrolle der wichtigsten maritimen Engpässe wie z.B. die Straße von Malakka, durch die ein Großteil des chinesischen Außenhandels geht, einschließlich der Import vieler lebensnotwendiger Rohstoffe.
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