Großdemo gegen US-Basis Ramstein

31.05.2016

Großdemo gegen US-Basis Ramstein – Ein Interview mit dem Vorsitzenden des Deutschen Freidenker-Verbandes

Von der US-Kommandozentrale in Rheinland-Pfalz wird sowohl der US-Dohnenkrieg geführt als auch die neue nukleare Bedrohung gegen Russland gesteuert. Rainer Rupp im Gespräch mit dem Bundesvorsitzenden des Deutschen Freidenker-Verbandes Klaus Hartmann über die Kampagne “Stopp Ramstein”, geplante Aktionen im Juni 2016 sowie die Initiative “Deutschland raus aus der NATO – NATO raus aus Deutschland“.

Rainer Rupp: In der Kampagne „Stopp Ramstein“ arbeiten einige Dutzend lokale und bundesweite Organisationen der Friedensbewegung zusammen. Im Rahmen dieser Kampagne rufen Sie dazu auf, sich an den mehrtägigen Aktionen rund um die US-Air Base zu beteiligen, die mit einer 12 Kilometer langen Menschenkette von Kaiserslautern zur Air Base am Samstag, dem 11. Juni 2016, als Höhepunkt enden sollen. Warum ausgerechnet Ramstein? Continue reading ‘Großdemo gegen US-Basis Ramstein’ »

Rohrkrepierer II: Wie Russlands Wirtschaft die Ölpreiskrise übersteht

Beim Versuch, Russland durch einen Ölpreiskrieg zu destabilisieren, hat sich Saudi-Arabien ins eigene Knie geschossen. Rainer Rupp beschreibt den Verlauf der Fronten im Preiskrieg um die Ölförderung. Russland, so seine Einschätzung, verkraftet den niedrigen Ölpreis besser, als es viele im Westen erwartet haben.

Ein Beitrag von Rainer Rupp

Obwohl der saudische Ölpreiskrieg sich eindeutig gegen Russland richtete, das für seine Unterstützung des rechtmäßigen syrischen Präsidenten Assad bestraft werden sollte, erklärten westliche Analysten, dass die Hauptstoßrichtung der Saudis gegen die US-amerikanische Fracking-Konkurrenz gerichtet sei. Damit, so die Legende, wolle Saudi-Arabien die an die US-Fracking-Industrie verlorenen Markanteile wiedergewinnen, hieß es allenthalben. Und bei einem Ölpreis unter 70 Dollar für das Fass arbeite die Hälfte der US-Förderpumpen bereits unrentabel. Tatsächlich sind inzwischen in den US-Fracking-Regionen Hunderte von Pumpen stillgelegt worden. Continue reading ‘Rohrkrepierer II: Wie Russlands Wirtschaft die Ölpreiskrise übersteht’ »

Rohrkrepierer: Wie der Krieg um die Ölpreise begann

Beim Versuch, Russland durch einen Ölpreiskrieg zu destabilisieren, hat sich Saudi-Arabien ins eigene Knie geschossen. Rainer Rupp beschreibt den Verlauf der Fronten im Preiskrieg um die Ölförderung. Russland, so seine Einschätzung, verkraftet den niedrigen Ölpreis besser, als es viele im Westen erwartet haben. Teil 1

Ein Beitrag von Rainer Rupp

Das Treffen, bei dem die beiden mächtigen Männer, der US-Außenminister und König Abdullah, den vernichtenden Angriff gegen Russland ausheckten, fand – von der Öffentlichkeit kaum beachtet – im September 2014 anlässlich von John Kerrys Besuch in Saudi Arabien statt. Angeblich hatte man sich über den Krieg in Syrien und die Lage in der Region beraten. Tatsächlich aber ging es darum, wie man Russland und Iran, in denen die beiden Verschwörer ihre Hauptfeinde sehen, mit einem Streich vernichtend schlagen könnte. Für den Angriff sollten jedoch keine Kampfflugzeuge, Panzer und Bodentruppen ins Feld geführt werden sondern eine viel mächtigere Waffe, nämlich Öl, genauer: spottbilliges Öl. Continue reading ‘Rohrkrepierer: Wie der Krieg um die Ölpreise begann’ »

Bei anderen gelesen…

Eiskalte Geopolitik (II)

17.03.2016

BERLIN/MOSKAU/WASHINGTON

(Eigener Bericht) – Die Beteiligung von Eliteeinheiten der Bundeswehr an dem zur Zeit in Norwegen stattfindenden NATO-Manöver “Cold Response” (“Kalte Antwort”) verweist auf ein gesteigertes deutsches Interesse an der Arktis. Während die Truppe ihre Fähigkeiten im “Winterkampf” schult, strebt die Bundesregierung nach eigenem Bekunden an, die nördliche Polarregion zum “zentralen Gegenstand deutscher Politik” zu machen. Die durch die globale Klimaerwärmung bedingte Eisschmelze ermögliche sowohl die “Erschließung von Rohstoffvorkommen” als auch die “Durchfahrt von Schiffen in arktischen Gewässern” und eröffne damit neue “Perspektiven für die deutsche und europäische Wirtschaft”, heißt es. Unterdessen will Russland offiziellen Erklärungen zufolge den Seeweg, der den europäischen Nordatlantik über die russische Arktisküste mit dem Pazifischen Ozean verbindet (“Nordostpassage”), zu einem “Transportkorridor von globaler Bedeutung” ausbauen – gemeinsam mit China. US-amerikanische Medien sprechen bereits von einer neuen Phase der “Konkurrenz” um “Interessensphären” und bezeichnen die Arktis als künftigen “Zankapfel” zwischen Moskau und Washington. Continue reading ‘Bei anderen gelesen…’ »

Bei anderen gelesen….

Eiskalte Geopolitik (I)
15.03.2016
BERLIN/OSLO/WASHINGTON
(Eigener Bericht) – Bei einem zur Zeit in Norwegen stattfindenden NATO-Manöver mit Beteiligung von Eliteeinheiten der Bundeswehr wird der Einsatz von Kernwaffen gegen Russland trainiert. Die Übung unter der Bezeichnung “Cold Response” (“Kalte Antwort”) beinhaltet den Einsatz von Kampfflugzeugen des Typs “B-52”, die speziell für den Abwurf von Atombomben vorgesehen sind. Es gehe darum, die “nukleare Abschreckung” gegenüber Moskau zu verstärken, erklärt der Oberbefehlshaber des Strategischen Bomberkommandos der US-Armee, Admiral Cecil D. Haney. Parallel zu “Cold Response” üben Atom-U-Boote der US-Marine das Aufspüren feindlicher Unterwasserfahrzeuge im Polarmeer, um eine vermeintlich von Russland betriebene “Militarisierung der Arktis” zu kontern. Die Bundeswehr wiederum nutzt “Cold Response” für das Training ihrer auf Gewaltoperationen hinter den feindlichen Linien spezialisierten Truppenteile – beteiligt ist unter anderem das in illegale Tötungen in Afghanistan involvierte Kommando Spezialkräfte (KSK). Dieses erfülle seine Übungsaufträge in Norwegen “vorzugsweise ohne Publikum und bei Dunkelheit”, heißt es. Continue reading ‘Bei anderen gelesen….’ »