Der russophobe Wahnsinn in den USA: Wo ist der Protest der “Linken” und “Progressiven”?

von Doris Pumphrey

Putin und Trump, Trump und Putin. Seit Monaten bestimmt das antirussische Geschrei den Ton in Washington. Die Konzernmedien sind besessen von einer angeblichen “Einmischung” Russlands zu Gunsten des Wahlsieges von Trump. Die Demokratische Partei hat nichts zu bieten als den Kampf gegen Trump/Putin. Sie sucht nach Möglichkeiten den außenpolitischen Spielraum des Präsidenten zu begrenzen, um eine Politik der Verständigung mit Moskau zu verhindern.

Man fragt sich: Wo sind sie denn, die vielen “Linken” und “Progressiven”, die Anfang des Jahres auf den Straßen der USA demonstrierten und von vielen hierzulande geradezu als große Hoffnung bejubelt wurden? Wo bleibt ihr Protest gegen den immer gefährlicher werdenden russophoben Wahnsinn – oder bestätigt sich nicht gerade, dass die Demokratische Partei (mit freundlicher finanzieller Unterstützung der ihr nahestehenden Oligarchen) bei den Massenprotesten gegen den Wahlsieger Trump Regie führte?

Die anti-russische Hysterie treibt Blüten wie zu Hochzeiten des Kalten Krieges und McCarthyismus. Continue reading ‘Der russophobe Wahnsinn in den USA: Wo ist der Protest der “Linken” und “Progressiven”?’ »

Verletzte Souveränität? – Scheinheilige Entrüstung gegen Erdogans Wahlempfehlung

Im politischen Berlin wird derzeit ein weiteres Empörungsdrama aufgeführt. Dabei ist die wohlfeile Entrüstung der deutschen Regierungspolitiker wegen Präsident Erdogans Wahlempfehlung ein Musterbeispiel für Scheinheiligkeit und Augenwischerei.

von Rainer Rupp

Stein des Anstoßes ist Erdogans Aufforderung an seine türkischen Landsleute mit deutschem Pass, bei der Bundestagswahl ihre Stimme nicht jenen Parteien zu geben, die er als “Feinde der Türkei” bezeichnet. Diese hat Erdogan namentlich als CDU, SPD und Die Grünen benannt. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Martin Schulz reagierten prompt.

“Wir verbitten uns jede Art von Einmischung”, sagte Merkel. Und Schulz twitterte: “Erdogan hat jedes Maß verloren. Umso mehr stehen wir an der Seite all derer, die für eine freiheitliche und demokratische Türkei kämpfen.” Auch Außenminister Gabriel empörte sich: “Das ist ein bislang einmaliger Akt des Eingriffs in die Souveränität unseres Landes.” Continue reading ‘Verletzte Souveränität? – Scheinheilige Entrüstung gegen Erdogans Wahlempfehlung’ »

Auf Eskalationskurs: Kommt es zu einem neuen Korea-Krieg?

Die Kontrahenten Trump und Kim rasen auf Kollisionskurs aufeinander zu und keiner will abbiegen. Aber dieser Krieg wird für niemanden gut enden, sondern er verspricht Tod, Zerstörung und unermessliches menschliches Leid in absolut beispiellosem Ausmaß.

von Rainer Rupp

Zwei Drittel der US-Bevölkerung befürwortet inzwischen die Entsendung von US-Bodentruppen in einen neuen, potentiellen Korea-Krieg. Die Jahrzehnte lange Verteufelung Nordkoreas durch US-Politik und Mainstream Medien haben die US-Bevölkerung innerhalb von 25 Jahren vom einem entschiedenen Gegner eines neuen Krieges in Korea zu einem Befürworter gemacht. Das zumindest ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage in den USA, die „The Chicago Council on Global Affairs“ vor dem Hintergrund der ungestümen rhetorischen Eskalation der Kriegsdrohungen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem nordkoreanischen Gegenspieler Kim Jong-un durchgeführt hat.

Mehr lesen: RT-Umfrage in New York: Fühlen Sie sich von Nordkorea bedroht und wo liegt das Land eigentlich?

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Wahnwitzige Eskalationsspirale im Fernen Osten

Ist Trump der unberechenbare Irre mit dem Finger am nuklearen Abzug oder versucht er sich mit seiner maßlosen Drohung in der aktuellen Korea-Krise in der “Kunst des Krieges”? Und warum haben Russland und China die Sanktionen gegen Pjöngjang gebilligt?

von Rainer Rupp

“Wer so kämpft, dass er in allen Schlachten siegt und erobert, ist noch lange nicht ein exzellenter Stratege. Die höchste Kunst besteht vielmehr darin, den Widerstand des Feindes zu brechen, ohne (militärisch) kämpfen zu müssen.” (Sun Tzu: “Die Kunst des Krieges”)

Die Ideen des chinesischen Generals und Meisterstrategen aus dem fünften Jahrhundert vor Christus sind noch heute rund um die Welt Gegenstand von Lehrgängen, nicht nur an Offiziersschulen, sondern in den letzten Jahrzehnten auch zunehmend in Business- und Managementkursen für Großkonzerne. So ist es durchaus möglich, dass Sun Tzus Ratschläge auch dem gewieften Geschäftsmann und neuen US-Präsidenten Donald Trump nicht unbekannt sind. Continue reading ‘Wahnwitzige Eskalationsspirale im Fernen Osten’ »

Der Machtkampf in Washington spitzt sich zu

26.07.2017

Der Ruf nach einem kalten Staatsstreich gegen Präsident Trump stellt eine neue Qualität dar. Es geht um den Kampf von Profiteuren der neoliberalen Globalisierung im sogenannten “tiefen Staat” gegen den Globalisierungsgegner Donald Trump. Das Ende ist offen.

von Rainer Rupp

Am Rande des „Aspen Security Forum“, einer alljährlichen sicherheitspolitischen Konferenz im US-Bundesstaat Colorado, haben zwei sichtbare Vertreter des sonst unsichtbaren „Tiefen Staats“ beamtete amerikanische Staatsdiener dazu aufgefordert, gegebenenfalls durch amtlichen Ungehorsam, den gewählten US-Präsidenten politisch zu neutralisieren.

Bei dem aktuellen Machtkampf geht es letztlich darum, dass all jene, die bisher am meisten von der neoliberalen Globalisierung profitiert haben, angefangen von Oligarchen über Beamte in Ministerien und Behörden, bis zu Akademikern in den Denkfabriken und ‘Presstituierten’ in den Medien, sich im sogenannten „Tiefen Staat“ zusammengefunden haben, um die gefährdete neoliberale Globalisierung vor dem Globalisierungsgegner Trump zu retten. Wie jetzt in Aspen zu erfahren war, soll das notfalls mit Hilfe eines – vorerst – gewaltlosen Staatstreichs passieren. Continue reading ‘Der Machtkampf in Washington spitzt sich zu’ »