von Oberst a.D. Bernd Biedermann
Wie borniert muss man eigentlich sein, um so aufzutreten, wie es die Vertreter des Pentagon nach dem Angriff der USA, Großbritanniens und Frankreichs gegen Ziele in Syrien getan haben?
Die Pressekonferenz am 14.4. wurde von einer smarten, sehr jungen Mitarbeiterin des Pentagons geleitet. Der anwesende Drei-Sterne-General McKenzie kam nur zu Wort, wenn sie es zuließ. An einem Vorhang hinter ihren Rednerpulten waren notdürftig zwei kleinformatige Blätter befestigt, auf denen die Ziele des Angriffs in unscharfer Form dargestellt waren. Die Botschaft des Generals lautete: „Alle Ziele vernichtet, keine eigenen Verluste.“ Wie sich zeigte, waren wohl nur sehr wenige Journalisten überhaupt anwesend. Die meisten Fragesteller wurden von der schwarzen Schönheit mit ihren Vornamen angesprochen. Zu erkennen waren sie nicht, weil die Kamera sie nur von hinten zeigte. Wie der General auf die zusätzlichen und meist simplen Fragen antwortete, war typisch für US-Militärs: Er bediente sich einer auffällig armseligen Sprache, ließ keinerlei Sachkenntnis erkennen und zeigte keine Emotion. Continue reading ‘Amerika First?’ »