Israel und die Pager der Pandora

Von Dagmar Henn

Wer es bisher noch nicht begriffen hat, dass die Gleichmut, mit der der Westen auf israelische Verbrechen reagiert, Konsequenzen für alle hat, sollte es jetzt erkennen. Denn wenn der jüngste Terrorakt im Libanon hingenommen wird, sind die Konsequenzen unübersehbar.

Es entstammt einem Albtraum, was Israel im Libanon inszeniert hat. Ein unterschiedsloser Angriff in einem Staat, mit dem man sich nicht im Krieg befindet, bei dem mehrere technische Geräte als Bomben eingesetzt wurden. Unübersehbar ein Kriegsverbrechen. Und man möchte gar nicht mehr wiedergeben, was die Sprecherin der Bundesregierung dazu sagte, wie sie sich hinter fehlenden Erkenntnissen versteckte. Erst recht nicht, wie die meisten deutschen Medien berichten – von völliger Ausblendung des verbrecherischen Charakters der Tat wie bei der Tagesschau bis hin zur weder klammen noch heimlichen Freude der FAZ, die gleich begeistert über “Die spektakulären Aktionen der israelischen Geheimdienste” schreibt.

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Israels Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Libanon und westliche Komplizenschaft

Von Rainer Rupp

Der israelische Pager-Angriff im Libanon zeigt, auf welch unmenschliche Tiefen der Apartheid-Staat Israel gesunken ist. Dieser Terror richtete sich nicht nur gegen die Hisbollah, sondern auch gegen Ärzte, Rettungskräfte und Kinder. Westliche Regierungen und Medien machen sich mitschuldig.

Die Natur dieses Angriffs, der inzwischen fast ausnahmslos dem israelischen Mossad zugeschrieben wird, war nicht nur wahllose Gewaltanwendung gegen Menschen jeden Alters und aus allen Schichten der Gesellschaft, sondern auch ein erschreckendes, besonders brutales Beispiel für modernen Terrorismus. Wer diese Taten verteidigt oder rechtfertigt, sei es durch direkte Unterstützung oder durch Schweigen, ist ebenso schuldig wie die Täter selbst.

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Russische Warnungen und taube deutsche Ohren

Von Dagmar Henn

Eigentlich nicht überraschend: Wenn Russland vor irgendetwas warnt, wird in Deutschland geradezu aufdringlich weggehört. Das war schon Anfang 2022 so. Aber die Risiken werden von Runde zu Runde größer, wenn man weiter Waffen schickt, statt zuzuhören.

Irgendwann sollten auch deutsche Politiker ihre narzisstische Blase verlassen, in der sie immer Recht haben. Im eigenen Interesse. Weil es Augenblicke gibt, in denen man durch mangelndes Nachdenken vor allem sich selbst schadet.

Die gestrige Warnung des russischen Präsidenten Wladimir Putin war so ernst gemeint, wie sie klingt. Offenkundig haben aber die deutschen Politiker jenen Moment Anfang 2022 bereits vergessen, als der russische Vorschlag für eine neue Sicherheitsarchitektur in Europa von einer ebenso klaren Warnung begleitet wurde, dass andernfalls “militärisch-technische Maßnahmen” ergriffen würden. Inzwischen müsste mehr als klar sein, was diese Maßnahmen sind, aber dennoch wird mit Vergnügen weiter so getan, als sei das alles nicht ernst zu nehmen. So beispielsweise der CDU-Politiker Norbert Röttgen:

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Internationalismus der DDR – »Wir Palästinenser mussten uns dort nicht verstecken«

Interview: Emre Şahin

Über das Aufwachsen inmitten der palästinensischen National- und Kulturbewegung und die Flucht in die DDR. Ein Gespräch mit Bashar Shammout

Sie sind Palästinenser und haben sowohl in der Deutschen Demokratischen Republik als auch in der Bundesrepublik gelebt. Wie die BRD Palästinenser und palästinasolidarische Menschen kriminalisiert, ist aktuell offensichtlich. Wie sich die DDR ihnen gegenüber verhalten hat oder wie Sie sie wahrgenommen haben, wäre spannend zu erfahren. Wann und wie sind Sie überhaupt in Ostdeutschland gelandet?

Die Palästinensische Befreiungsorganisation, PLO, glaubte, die palästinensische Sache durch Kunst und Kultur in die Welt hinaustragen zu können. Mein Vater, Ismail Shammout, war Künstler und malte viele Plakate zu revolutionären Themen. Ich kann mich an Plakate erinnern, da wurden Parallelen zwischen Palästina und Vietnam gezogen. 1976 hatte er eine Ausstellung in der DDR und ist nach Ostberlin geflogen, wir lebten damals in Beirut.

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Egon Krenz über die geopolitische Lage und die neue deutsche “Kriegstüchtigkeit”

Von Felicitas Rabe

Im Interview erklärt der ehemalige Staatsratsvorsitzende der DDR, Egon Krenz, welche Ziele die USA nach der deutschen Einheit verfolgten und wie sich die Politik von Olaf Scholz von der Politik früherer westdeutscher Kanzler unterscheidet. Krenz appelliert: Deutschland muss friedensfähig werden!

Der ehemalige Staatsratsvorsitzende der DDR, Egon Krenz, beantwortete im Interview mit RT DE am Freitag Fragen zur aktuellen geopolitischen Lage. Insbesondere fasst er die geopolitische Entwicklung nach dem Mauerfall zusammen und erläutert die darauf einsetzende Vormachtstellung der USA und deren Ziele. Krenz vergleicht auch die Außenpolitik und die Diplomatie früherer westdeutscher Bundeskanzler gegenüber den USA, der Sowjetunion und der DDR mit der Politik des aktuellen Bundeskanzlers Olaf Scholz.

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