von Hans Bauer
Hans Bauer ist Vorsitzender der Gesellschaft zur rechtlichen und humanitären Unterstützung und Vizepräsident des Ostdeutschen Kuratoriums von Verbänden
„Ein großer Tag“ war der 8. Mai 1945. Der Tag der Befreiung des deutschen Volkes vom Faschismus. Die Hitlerarmee war geschlagen, zur bedingungslosen Kapitulation gezwungen. Den größten Anteil am Sieg der Alliierten hatte die Rote Armee. Und die Sowjetunion mit 27 Millionen Toten und einem verwüsteten Land die meisten Opfer.
Deutschland war zerstört, das deutsche Volk mehrheitlich faschistisch. Dass es mehr als nur das Ende des Krieges war, dass es eine Befreiung war, begriffen die meisten erst später. Nach dem Potsdamer Abkommen sollte es ein Neubeginn werden: friedlich, antifaschistisch, antimilitaristisch. Das verhinderten allerdings in drei Besatzungszonen die Westmächte mit Hilfe revanchistischer deutscher Politiker. Deutschland musste im Kalten Krieg gegen den „Bolschewismus“ stark gemacht werden.
Im Osten wurde die Axt an die Wurzeln des Faschismus gelegt. Mit radikalen Reformen. Ausgeführt von Befreiten aus Gefängnissen und Konzentrationslagern und Rückkehrern aus der Emigration. Unter dem Schutz der Sowjetmacht.
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