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Ein Gespräch mit Karl Rehbaum, Wolfgang Schmidt und Reinhard Grimmer. Über die Gründung des Ministeriums für Staatssicherheit. Interview: Frank Schumann
(Karl Rehbaum ist Oberst a. D., war von 1955 bis 1990 beim Ministerium für Staatssicherheit (MfS) bzw. Amt für Nationale Sicherheit (AfNS) und leitet die »AG Aufklärer« in der »Gesellschaft zur Rechtlichen und Humanitären Unterstützung« (GRH). Wolfgang Schmidt ist Oberstleutnant a. D., war von 1957 bis 1990 beim MfS/AfNS und ist Betreiber der Internetplattform »mfs-insider.de«. Dr. Reinhard Grimmer ist Oberst a. D., war von 1960 bis 1990 beim MfS/AfNS und leitet die »AG Sicherheit«. Alle drei Offiziere gehören zu den Zeitzeugen aus der Führungsebene des Ministeriums)
Vor 70 Jahren, am 8. Februar 1950, wurde das Ministerium für Staatssicherheit, kurz MfS, gegründet. Werden Sie den Tag so begehen, wie am 7. Oktober 2019 der 70. Geburtstag der DDR gefeiert wurde?
Wolfgang Schmidt: Eine große Feier wird es nicht geben, aber ein
Kolloquium. Wir werden gemeinsam unter anderem daran erinnern, dass an jenem
Tag der DDR-Innenminister Carl Steinhoff – bis zur Gründung der DDR
demokratisch gewählter Ministerpräsident des Landes Brandenburg – im Parlament
das Gesetz begründete. Es war kurz und hatte nur zwei Paragraphen: »1. Die
bisher dem Ministerium des Innern unterstellte Hauptverwaltung zum Schutz der
Volkswirtschaft wird zu einem selbständigen Ministerium für Staatssicherheit
umgebildet. Das Gesetz vom 7. Oktober 1949 über die Provisorische Regierung der
Deutschen Demokratischen Republik wird entsprechend geändert. 2. Dieses Gesetz
tritt mit seiner Verkündung in Kraft.« Mehr nicht.
Reinhard Grimmer: Wilhelm Zaisser, Spanienkämpfer mit dem
Decknamen »General Gómez«, wurde Minister, Erich Mielke sein Stellvertreter im
Range eines Staatssekretärs. Der ehemalige Spanienkämpfer Mielke – Deckname
»Fritz Leissner« – war bis dahin Generalinspekteur der Hauptverwaltung zum
Schutz der Volkswirtschaft.
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