Das Neue Italien: Lega und Fünf Sterne als Resultat eines umfassenden Strukturwandels (Teil I)

Das Italien der Klein- und Mittelbetriebe, der mächtigen Arbeiterstädte und der Christdemokraten und Kommunisten als deren politischer Heimat ist Vergangenheit. Produktionsstätten sind gegangen, Einwanderer dazugekommen, die Mafia ist geblieben.

von Rainer Rupp

Welche wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen haben es ermöglicht, so unterschiedliche Interessen wie die der rechtskonservativen Lega, der Partei der Kleinbürger und Mittelständler in Italiens Norden, und die der linksorientierten Fünf-Sterne-Bewegung als Partei der Armen und Unterprivilegierten im Süden des Landes in der Regierungskoalition unter einen Hut zu bringen?

Jahrzehnte neoliberaler Wirtschaftspolitik, die sowohl von Brüssel als auch von Politikern in Rom im Auftrag der globalen Finanzeliten dem italienischen Volk zuerst als wunderbares europäisches Geschenk aufgeschwatzt und später als Verarmungspolitik aufgezwungen wurden, haben zahlreiche ehemalige Industriestädte bis zur Unkenntlichkeit zerstört und die sozialen Fundamente der italienischen Gesellschaft ausgehöhlt. Aus den wirtschaftlichen und sozialen Verwerfungen dieser Entwicklung, die in Nord- und Süditalien von extremen Unterschieden geprägt ist, sind in Ermangelung anderer Alternativen die beiden großen Gewinner der jüngsten Parlamentswahlen in Italien hervorgegangen. Continue reading ‘Das Neue Italien: Lega und Fünf Sterne als Resultat eines umfassenden Strukturwandels (Teil I)’ »

NATO-Manöver in Osteuropa: Wie Israel sich in die NATO einschleimen will

Der Apartheid-Staat Israel wollte bei einem der größten NATO-Manöver im Baltikum – “Saber Strike” – mitmachen. Die Militärübung ist explizit gegen Russland gerichtet. Nach interner Kritik nehmen IDF-Fallschirmspringer nun an einem anderen NATO-Manöver in Osteuropa teil.

von Rainer Rupp

Am 3. Juni hat eine massive, US-geführte NATO-Militärkriegsübung in den drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen und in Polen unmittelbar an den Grenzen zu Russland mit mehr als 18.000 Soldaten aus 19 NATO-Mitgliedstaaten begonnen. Die Angriffsübung wird bis zum 15. Juni dauern, und sie wird der Öffentlichkeit in den NATO-Staaten als “Demonstration des Engagements und der Solidarität des Bündnisses” in einer Zeit “zunehmender Bedrohung durch Russland” verkauft. Natürlich beeilen sich die Propagandaabteilungen der US-NATO zu betonen, die unter dem Codenamen “Saber Strike 18” (Säbelschlag 18) jetzt jährlich durchgeführte Angriffsübung “keine Provokation Russlands ist”, obwohl die Russen verständlicherweise gegen die Riesenprovokation alljährlich protestieren. Ausgerechnet an dieser NATO-Übung sollte, wie zahlreiche israelische Medien berichteten, als Novum auch Israel mit einer Fallschirmjägereinheit teilnehmen. Continue reading ‘NATO-Manöver in Osteuropa: Wie Israel sich in die NATO einschleimen will’ »

Babtschenko – Wahnsinniger geht’s nicht mehr

Die merkwürdige Geschichte um die von der ukrainischen Regierung inszenierte Ermordung des „Anti-Putin-Journalisten“ Arkadi Babtschenko hat eine weitere, noch merkwürdigere Wendung genommen. Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Von den beiden angeblich vom Kreml – wenn nicht gar von Putin persönlich – beauftragten “Killer” in dem gefakten Mord an dem angeblichen “Journalisten” Babtschenko hat als Fakt zumindest einer für den ukrainischen Geheimdienst gearbeitet. Nach anfänglichem Leugnen hat die ukrainische Spionageabwehr dies für einen der Festgenommenen, angeblichen “Attentäter” bereits eingeräumt.
Jedoch ist kaum zu erwarten, dass diese Umstände bei den tollwütigen Russenhassern in unseren deutschen Qualitätsmedien ernsthafte Zweifel an der Glaubwürdigkeit der offiziellen Geschichte der ukrainischen Regierung wecken werden. Zu gierig hatten sie sich auf die gefakte “Ermordung” Babtschenkos gestürzt, um weitere Kübel mit ihrem üblichen Dreck über den russischen Präsidenten und seinem “Schreckensregime” auszuschütten. Jetzt Zweifel am ukrainischen Narrativ zu zeigen, käme nämlich dem Eingeständnis ihrer eigenen Unfähigkeit gleich. Continue reading ‘Babtschenko – Wahnsinniger geht’s nicht mehr’ »

Brief an den gefallenen Großvater

bei Dr. Wolfgang Schacht gelesen…

Jeder von uns hat zwei Großväter und zwei Großmütter. Jene, die Glück gehabt haben, konnten mit ihnen sprechen, ihnen Fragen stellen, sie umarmen und küssen. Solange sie am Leben waren, konnten wir auch von ihren großen Lebenserfahrungen etwas lernen.

Einer meiner Großväter ist gestorben, als ich zwei Jahre alt war. Von ihm blieben mir nur seine Orden (darunter auch der Lenin-Orden!), mein Vorname und mein Familienname. Mein anderer Großvater hat uns verlassen, als ich begann in die Schule zu gehen.

Die Mutter meines Vaters, der im Jahre 1940 geboren wurde, ist im Jahre 1942 gestorben.

Das einzige Verbindungsglied mit unserer Familie aus der Vergangenheit ist meine Großmutter mütterlicherseits. Sie hat … Gott sei Dank … sehr lange gelebt.

Auf den Spuren des Sieges – Brief an den gefallenen Großvater

Guten Tag, lieber Großvater!

Ich schreibe Dir 73 Jahre nach unserem Sieg über den Faschismus. Ständiger Zeitmangel, eine Unmenge von Sorgen und Rechtfertigungen bestimmen unser Leben. 73 Jahre sind vergangen, seitdem ihr das schrecklichste Monster in der Geschichte der Menschheit und das auf teuflische Grausamkeit beruhende faschistische System auf unserer Erde besiegt habt. Leider hast Du diesen Tag nicht erlebt. Du bist bei einem Angriff in einem kleinen Dorf in den unendlichen Weiten Russlands gefallen. Gemeinsam mit Deinen 1.226 Kampfgenossen wurdest Du in einem großen Grab am Fuße eines Hügels in diesem Dorf begraben. In einem Dorf, das bereits – wie viele andere auch – nicht mehr existiert. An diesem Ort ist schon ein junger Wald herangewachsen. Obwohl alle Bewohner ihr Dorf verlassen haben, ist das große Grab mit dem Denkmal erhalten geblieben. Continue reading ‘Brief an den gefallenen Großvater’ »

Kundschaftertreffen 2018

Nach einem Bericht von Günter Ebert

Zum 9. Mal fand am 21.04.2018 unser Treffen von ehemaligen Kundschaftern des MfS und der Armeeaufklärung der NVA mit ihren langjährigen Offizieren des MfS und der NVA statt.
Insgesamt nahmen 89 Personen teil, darunter der langjährige Leiter der HVA, Generaloberst a.D. Werner Großmann und als Vertreter der NVA Generalleutnant a.D. Manfred Grätz.
Grüße übermittelten Generaloberst a.D. Fritz Streletz, sowie Generalleutnant a.D.Wolfgang Schwanitz und Oberst a.D. Klaus Eichner. Continue reading ‘Kundschaftertreffen 2018’ »