Deutschland hat sich 2022 wieder auf falsche Seite der Geschichte gestellt – Doch wen überrascht es?

Von Wladislaw Sankin

Die USA haben ihre Ukraine-Politik im Wesentlichen von Deutschland geerbt. Genau genommen war es der Nazi-Ideologe Alfred Rosenberg, der eine Allianz mit den ukrainischen Nationalisten zum Zwecke der Vernichtung des “Großrussentums” begründete. Die Anklänge an diese unsäglichen Seiten der deutschen Geschichte werden nun immer lauter.

Das ausgehende Jahr hat sehr viele Illusionen und Träume unter den Trümmern auf dem Schlachtfeld Ukraine begraben. Eine davon war die Vorstellung, dass nach dem Zweiten Weltkrieg eine Aussöhnung zwischen Russen und Deutschen möglich sei. Auf persönlicher Ebene gab es und gibt es sie – tausendfach. Auf politischer Ebene hat Berlin die deutsch-russische Sonderbeziehung indes einseitig aufgekündigt. Das war schon lange vorher so gewollt, die deutsche politische Klasse hat nur lange auf einen Anlass gewartet.

Den Anlass lieferte angeblich Russland selbst, mit seinem Einmarsch in der Ukraine. Wobei, genaugenommen geschah es noch vor Beginn der russischen Militäroperation – mit dem höhnischen Grinsen des Bundeskanzlers Olaf Scholz während seiner Visite in Moskau im Januar 2022, als Wladimir Putin vom Genozid Kiews an der Bevölkerung des Donbass sprach.

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Das Erbe der Sowjetunion – Der erste Schritt

Von Arnold Schölzel

Die Gründung der UdSSR am 30. Dezember 1922 brachte etwas Neues in die Welt: Den Anfang vom Ende des kolonialen Zeitalters. Der Westen hat noch immer Angst vor dem Sowjetstaat

Der Name »Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken« (UdSSR, russisch Sojus Sowjetskich Sozialistitscheskich Respublik, SSSR), deren Gründung der 1. Unionskongress der Sowjets am 30. Dezember 1922 in Moskau beschloss, war Programm. jW-Autor Werner Pirker schrieb vor 20 Jahren an dieser Stelle: »Welthistorisch einzigartig an der Sowjetunion war nicht, dass sie eine Union, sondern dass sie sowjetisch war. Sowjetisch ist keine nationale oder supranationale Kategorie, sondern eine soziale, gesellschaftliche. Erstmals definierte sich ein Staat nach dem Charakter seiner Gesellschaftsordnung.« Pirker notierte: »Die Sowjetunion verkörperte die positive Aufhebung der Nation im bürgerlichen Sinn. Gleichzeitig war sie die Geburtsstätte neuer Nationen. In Mittelasien fanden Kasachen, Turkmenen, Tadschiken, Usbeken und Kirgisen im Prozess der sozialen Emanzipation zum Bewusstsein ihrer Nationalität.« Das lässt sich verallgemeinern: keine koloniale Befreiung ohne die UdSSR.

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Warum die Regierungen des Westens nicht wissen, was sie wissen könnten

Von Dagmar Henn

Wie kann es sein, dass auf der einen Seite unzählige Satelliten Aufnahmen machen und enorme Apparate zur Erlangung von Informationen betrieben werden, die Politiker aber so agieren, als gäbe es das alles nicht? Wo bleiben die ganzen Erkenntnisse?

Wenn man hört, was deutsche und EU-Politiker in Bezug auf die Ukraine so von sich geben, fragt man sich oft, ob sie das denn selbst glauben. Und man fürchtet, es könnte so sein. Wie kann es geschehen, dass aus den ganzen gigantischen Nachrichtendiensten des Westens keine realistische Wahrnehmung dringt? Irgendwer muss dem politischen Personal doch mal erklären, dass die Eroberung eines nicht besetzten Gebiets kein Sieg ist und dass einfaches Abzählen der vorhandenen Munition eigentlich schon alles sagt über die wahrscheinliche weitere Entwicklung.

Es geschieht nicht. Obwohl objektive Informationen vorliegen müssen, etwa aus Satellitenbildern und Funkkommunikation. Wie genau diese Erkenntnisse sind, lässt sich allein daraus ablesen, dass die NATO Artilleriekoordinaten an die Ukraine liefert. Wer das tut, kennt auch die Kräfteverhältnisse. Es werden Sanktionen über Sanktionen verhängt, um weiter der Fantasie eines Regime Changes in Russland zu folgen, obwohl die Aussichten dafür gerade durch diese Maßnahmen stetig geringer werden. Dabei sitzen mit den unzähligen NGOs lauter Informationsquellen vor Ort, die mitteilen können, wie die Stimmung ist, oder könnten, wenn sie nicht so damit beschäftigt wären, sich in Umsturzplänen zu ergehen …

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Die Lüge und der Verrat gehören schon immer zu ihrem Programm

Von Dr. Wolfgang Schacht

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Im Jahre 1990 – die DDR wurde gerade in maßloser Arroganz und Überheblichkeit von den nazistischen Herrenmenschen der BRD ausgeraubt, erniedrigt, beleidigt und annektiert – gab der Westen der noch existierenden UdSSR das Versprechen, dass sich der NATO – Block nicht nach Osten ausdehnen wird. Wer den Lügen und Versprechen des amerikanischen Establishments derartigen Glauben schenkt, der darf sich nicht wundern, wenn er enttäuscht und betrogen wird. Selbst daran schuld! Es kam wie es kommen musste. In einem so genannten Staatsakt zwischen Russland und der NATO im Jahre 1997 wurde von der aggressiven Allianz des Westens eine weitere Lüge in die Welt gesetzt. Es wurde versprochen, auf den Territorien der neuen NATO-Länder keine Raketen, keine besondere Militärtechnik und Kampfkräfte zu stationieren. Genau das Gegenteil geschah! Denn die Sowjetunion gab es nach Unterzeichnung der Vereinbarung vom 8. Dezember 1991 in der Belowescher Heide (Weißrussland) bereits nicht mehr [1]. Nach ihrer Selbstenthauptung und der lauthals verkündeten These, dass der Sozialismus ein nicht lebensfähiges Gesellschaftssystem sei, war allen klar, dass der Plan der Angelsachsen zur Auflösung, Zersplitterung und letztendlich zur totalen Vernichtung des großen Russlands in seine letzte Phase getreten ist.

Im Jahre 1999 wurden in den aggressiven NATO-Block die ehemaligen Mitgliedsländer des Warschauer Vertrages (Ungarn, Polen und Tschechien) aufgenommen („Vierte Erweiterung der NATO“ genannt), im Jahre 2004 die Länder Bulgarien, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Lettland, Litauen und Estland („Fünfte Erweiterung der NATO“ genannt), im Jahre 2009 die Länder Albanien und Kroatien („Sechste Erweiterung der NATO“ genannt), im Jahre 2017 das Land Montenegro („Siebte Erweiterung der NATO“ genannt), im Jahre 2020 das Land Nord Mazedonien („Achte Erweiterung der NATO“ genannt). Im Rahmen der „Neunten Erweiterung der NATO“ ist die Aufnahme von Finnland und Schweden vorgesehen [2, 3].

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Kissinger bringt Realismus in die Ukraine-Debatte – und bestätigt eine “Verschwörungstheorie”

Von Rainer Rupp

Henry Kissinger gilt als Urgestein einer realistischen US-Außenpolitik, die zur aktuellen, von ideologischen “Werten” geprägten Politik Bidens und des kollektiven Westens im Widerspruch steht. Das macht Kissingers jüngster Artikel deutlich, in dem der Politiker zugleich ein politisches Komplott bestätigt, das vom Westen als Verschwörungstheorie abqualifiziert wird.

Die USA und ihre NATO-Verbündeten sind zunehmend Schwierigkeiten bei ihrem Vorhaben ausgesetzt, die Ukraine mit Waffen und Munition zu versorgen; erst recht gelingt dies nicht in dem Maße, wie die Ukrainer dies wollen und wie es notwendig wäre, wenn sie eine Chance auf dem Schlachtfeld haben wollten. Dort sind gerade Hunderttausende voll ausgebildeter und gut ausgerüsteter russischer Soldaten dabei, sich mit ihren schweren Waffen ihren Kameraden an der Front im Donbass und anderswo anzuschließen. Diese Faktenlage widerspricht jedoch der von westlichen Politikern und Mainstream-Medien verzweifelt gehegten Vorstellung, dass die Ukrainer dazu in der Lage sind, diesen Krieg zu gewinnen und die Krim zurückzuerobern.

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