Warum wir das Buch von George Orwell lesen sollten

.. bei anderen gelesen..

von Dr. Wolfgang Schacht

Der Roman „1984“ von George Orwell [1, 2, 3], am 8. Juni 1949 veröffentlicht, gehört ohne Zweifel zu den am meisten gelesenen Science-Fiction-Romanen der Welt. Warum? Weil wir trotz aller Warnungen der wirklich klugen Köpfe dieser Welt mit Riesenschritten auf einen monopolaren Überwachungsstaat, auf den „gläsernen Bürger“, auf überstaatliche Machtinstrumente, auf eine Weltdiktatur zusteuern, die all das, was Orwell in seinem Roman „1984“ ausführlich beschreibt, förmlich in den Schatten stellt?

Unser gesamtes Fühlen, Denken und Handeln wird im zunehmenden Maße von den Weltkonzernen und Weltbanken der Vereinigten Staaten von Amerika (USA) bestimmt. Mit ihren modernen globalen Medien zeichnen sie uns nicht nur seit

• dem Untergang der faschistischen Diktatur in Europa (1945);

• dem feigen Verrat und Untergang der Sowjetunion und der sozialistischen Staatengemeinschaft (1989/1990) und

• der weltweiten CORONA-Virus-Pandemie (seit 2019), [4]

jeden Tag, jede Stunde, jede Minute ihr Bild von einer heilen kapitalistischen Welt, von ihren „nachhaltigen“ Werten, von ihrer „grenzenlosen“ Demokratie, von ihrer „beispiellosen“ Rechtsstaatlichkeit, von ihren unverschämten „Wahrheiten“ und Lügen, von ihrer arroganten Korrektur der Weltgeschichte, die sowohl die Sieger als auch die vielen Millionen Opfer des Zweiten Weltkrieges in einer schrecklich erbärmlichen Art und Weise ständig kränken und beleidigen …

Continue reading ‘Warum wir das Buch von George Orwell lesen sollten’ »

US-Geheimdienst auf Kurs zu neuem “Krieg der Sterne”?

Mit der neuen “Space Force” haben die USA nun 18 Geheimdienste. Damit strebt Washington mit weiterer Militarisierung die Dominanz im Weltraum an und riskiert, den Vertrag zur friedlichen Nutzung des Weltalls endgültig auf den Scherbenhaufen der Geschichte zu werfen.

von Rainer Rupp

Die USA haben Ende Dezember letzten Jahres offiziell ihren 18. “Intelligence Service” (Geheimdienst) bekommen, nämlich die US Space Force. Nur in den Jahren unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges verfügte die US-Regierung über noch mehr “Intelligence Services”. Mit der neuen Space Force – Raumstreitmacht – will das Pentagon den Weltraum noch stärker militarisieren, als dies leider bisher schon der Fall ist.

Zugleich hat Washington mit der Gründung der fast 15.000 Mann starken Space Force unverkennbar die Weichen in Richtung des Wettrüstens im Weltall gestellt. Denn laut einem Bericht des “Wissenschaftliches Dienstes des US-Kongresses” (CRS), datiert vom 8. Januar 2021, steht “die Herstellung der totalen US-Dominanz im erdnahen Weltraum” an erster Stelle der “Mission” der neuen US Space Force.

Continue reading ‘US-Geheimdienst auf Kurs zu neuem “Krieg der Sterne”?’ »

Friedenspolitik oder Regierungsfähigkeit? Zoff in der LINKEN

.. bei anderen gelesen..

von Rainer Rupp

Nicht nur in der Friedensbewegung haben die Initiativen in der Führungsspitze der Partei „Die LINKE“ für Empörung gesorgt. Auch parteipolitisch nicht organisierte Aktivisten und Anhänger anti-militaristischer Bewegungen sind alarmiert. Denn „Die Linke“ ist die einzige Partei im Bundestag, die gegen starken Druck und gegen alle Verlockungen von außen und von innen bis heute an ihrem friedenspolitischen Kurs festgehalten hat. Doch nun häufen sich die Warnsignale, dass mit Blick auf die nächsten Bundestagswahlen und mit Aussicht auf Regierungsbeteiligung das Spitzenpersonal der LINKEN der Partei den Marschbefehl „ohne Tritt, rechtsrum“ in die Kriegsfähigkeit geben will. Allerdings gibt es an der Parteibasis und bei einigen Bundestagsabgeordneten, die nicht bereit sind, ihre friedenspolitischen Überzeugungen für einen Minister- oder Staatssekretärsposten zu verkaufen, noch erheblichen Widerstand (1).

„Acht Monate vor der Bundestagswahl sorgt in der Linkspartei ein Positionspapier zur Friedens- und Sicherheitspolitik für Aufregung“berichtete die parteieigene Zeitung „Neues Deutschland“ am 25. Januar 2021 (2). Der Autor des Papiers ist kein geringerer als Matthias Höhn, sicherheitspolitischer Sprecher der Linksfraktion.

In dem von ihm zur Diskussion gestellten Papier skizziert Höhn ein ganz neues außen- und sicherheitspolitisches Programm, mit dem sich die Linke stromlinienförmig an die SPD mit ihren langjährigen imperialistischen Kriegserfahrungen in Regierungsverantwortung und an die kriegsgeilen Grünen anpassen kann. Als die grüne Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt jüngst auf dem Parteitag erklärte: „Die Grünen waren noch nie eine pazifistische Partei hat sie wenigsten einmal die Wahrheit gesagt (3).

Continue reading ‘Friedenspolitik oder Regierungsfähigkeit? Zoff in der LINKEN’ »

Auch mit Joe Biden – Osteuropa bleibt im Visier der USA

Bereits vor seiner Wahl zum US-Präsidenten hat Joe Biden den globalen Führungsanspruch der USA bekräftigt. Zu dessen Umsetzung ist die Vorherrschaft in Eurasien laut dem US-Strategen Brzezinski unerlässlich. Neben China steht dort vor allem Russland den US-Interessen im Weg – weshalb die neue Biden-Administration Osteuropa verstärkt ins Visier nehmen wird.

von Prof. Dr. Anton Latzo

Die außenpolitische Praxis der USA nach dem zweiten Weltkrieg, einschließlich der von Präsident Barack Obama und seinem Vize Joe Biden geführten Regierung, hat eine hegemoniale Politik verfolgt. Die USA haben sich von dem von Zbigniew Brzezinski formulierten Ziel, die “einzige” und sogar die “letzte” Weltmacht zu sein, auch jetzt nicht verabschiedet.

Sie verfolgen auch mit dem am Mittwoch vereidigten Präsidenten Joe Biden das Konzept, wonach Eurasien “das Schachbrett (ist), auf dem der Kampf um globale Vorherrschaft auch in Zukunft ausgetragen wird”. Sie gehen davon aus, dass eine Macht, die in Eurasien die Vorherrschaft gewinnt, diese auch weltweit ausüben kann.

Continue reading ‘Auch mit Joe Biden – Osteuropa bleibt im Visier der USA’ »

Globale NATO – Nach Russland nun auch China als Feind

Die “Bedrohung” besteht nicht in der Gefahr eines russischen oder chinesischen Angriffs auf die USA oder die NATO-Länder. Die neue Qualität der Beziehungen besteht vielmehr darin, dass militärische Provokationen des Westens für die Aggressoren zunehmend gefährlich werden.

von Rainer Rupp

Anfang der Woche hatten die Außenminister der NATO ihr alljährliches Herbsttreffen abgehalten, diesmal coronakonform per Videokonferenz. Auch diesmal lautet der Auftrag des transatlantischen Bündnisses, neue Schandtaten gegen die Störer seines globalen Herrschaftsanspruchs auszuhecken. Im Visier der NATO-Politiker stehen stets die Länder, die sich noch nicht aus freien Stücken den Forderungen der westlichen Un-Wertegemeinschaft unterworfen und ihre nationale Souveränität im Interesse der transnationalen Finanzkonzerne aufgegeben haben.

So rückte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg direkt zu Beginn der NATO-Außenministerkonferenz den Leitgedanken der westlichen Kriegsallianz explizit in den Vordergrund, dass neben dem alten Feind Russland jetzt auch China “für die westliche Allianz eine steigende Bedrohung darstellt”. Aber was will der NATO-Apparatschik Stoltenberg mit diesen Worten eigentlich sagen?

Continue reading ‘Globale NATO – Nach Russland nun auch China als Feind’ »