Resolution: Dem Frieden dienen!

Im April fand in Strausberg bei Berlin das 14. Kundschaftertreffen ehemaliger Mitarbeiter der Hauptverwaltung Aufklärung, des Bereichs Aufklärung der NVA und anderer Dienstzweige bewaffneter Organe der DDR und Mitglieder der GRH statt. Unsere Biographien sind eng mit den politischen Konflikten des 20. Jahrhunderts verbunden. Viele von uns verfügen über langjährige Erfahrungen aus unserer früheren politischen und militärischen Aufklärungstätigkeit in einer Phase der europäischen und internationalen Geschichte, die uns trotz der Konfrontation des Kalten Krieges Frieden bescherte. Wir haben unsere Kraft dem Kampf für die Erhaltung des Friedens gewidmet.

In der DDR waren Frieden, Antifaschismus und anti-imperialistische Solidarität politische Grundlage und gesellschaftliche Aufgabe, insbesondere die Freundschaft mit der Sowjetunion. Das resultierte aus der Verantwortung für die faschistischen Verbrechen mit 27 Millionen ermordeten Sowjetbürgern und einem verwüsteten Land, sowie aus Dank für die Befreiung vom Faschismus. Vierzig Jahre lang, hatte es auf deutschem Boden einen antifaschistischen Friedensstaat gegeben.

Voraussetzung und maßgeblich für den „Einigungsvertrag“ war der von beiden deutschen Staaten und den vier alliierten Mächten geschlossene „2+4-Vertrag“. Darin verpflichtete sich das geeinte Deutschland, „… dem Frieden der Welt zu dienen“ und „dass von deutschem Boden nur Frieden ausgehen wird“.

Vom Wesensgehalt des „2+4-Vertrages“ ist nichts übriggeblieben.

Das zeigte sich sehr schnell durch Deutschlands Teilnahme am völkerrechtswidrigen NATO-Krieg gegen Jugoslawien und den folgenden Regimechange-Kriegen der USA. Deutschland trägt eine entscheidende Verantwortung für den Krieg des Kiewer Bandera-Regimes gegen die Bevölkerung des Donbass und den Stellvertreterkrieg gegen Russland und will ihn mit allen Mitteln verlängern. Wir sagen: Schluss mit der politischen, finanziellen und militärischen Unterstützung des Kiewer Regimes, um endlich Frieden in der Ukraine zu ermöglichen.

Deutschland befeuert durch Waffenlieferungen den Völkermord Israels am palästinensischen Volk, seine Expansionsbestrebungen und Aggression gegen Libanon und schweigt zum völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Israels und der USA gegen Iran. Das Schweigen und die Unterstützung der Aggressionen müssen beendet werden!

Politik, Absichten und Ziele des staatlich vereinten Deutschlands wecken Erinnerungen an das Deutschland der 1930-Jahre. Deutschland soll erneut militärische Führungsmacht, die Bevölkerung „kriegstüchtig“ und gefügig werden. Die Lüge von der russischen Bedrohung dient der Rechtfertigung des sozialen Krieges gegen das eigene Volk und dem Profit der Rüstungsindustrie. Die Militarisierung aller gesellschaftlichen Bereiche wird begleitet von zunehmender rechtlicher Willkür und Beseitigung der Informations- Presse- und Meinungsfreiheit durch die Bundesregierung und EU, einschließlich lebensbedrohlicher Sanktionen gegen eigene Bürger. Damit muss endlich Schluss sein!

Am kommenden 22. Juni vor 85 Jahren überfiel das faschistische Deutschland die Sowjetunion und begann mit dem Plan Barbarossa den Völkermord an den Völkern der Sowjetunion.

Historische Amnesie soll dieses Verbrechen vergessen machen. Doch dieses Datum ist uns Verpflichtung.

Hysterie und Hochrüstung gegen Russland und die Gefahr einer Eskalation bis zum 3.Weltkrieg müssen beendet werden! Sofortiger Stopp der völkerrechtswidrigen EU-Sanktionen gegen Russland. Rückzug der NATO und Bundeswehr von der Grenze Russlands. Nein zur Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in unserem Land und Abzug der US-Armee samt ihren Atombomben. Deutschland raus aus der NATO – NATO raus aus Deutschland!

Schluss mit Geschichtsrevisionismus und Revanchismus, Lügen und Hetze gegen Russland! Russland ist nicht unser Feind!

Kooperation und Frieden mit Russland!
Deutschland muss endlich dem Frieden dienen!

Berlin im April 2026

Zuerst erschienen In den GRH Mitteilungen – 05-2026