Von Flintenuschi zur Knarrenbauer

Zuerst ein Kompliment für die Bundeskanzlerin Merkel: sie hat es mit Beihilfe des französischen Präsidenten Macron wieder einmal glänzend verstanden, eine unfähige Ministerin ihres Kabinetts zur EU nach Brüssel  in eine einflussreiche Stellung zu lancieren. Denn Frau von der Leyen hat einen beträchtlichen Anteil daran, dass der Niedergang der Bundeswehr quantitativ und qualitativ zugenommen hat.

 Um nur wenige Fakten zu nennen:

– die Kampfhubschrauber „Tiger“ mussten das Flugprogramm einstellen,

–  U-Boote sind wegen fehlender Besatzungen nicht einsatzbereit,

– Marinehubschrauber stehen nur in geringer Zahl zur Verfügung (Spötter behaupten die Buwe hätte weniger einsatzbereite Marinehubschrauber  als Frau von der Leyen Kinder),

– der Transporter A 400 leidet an Kinderkrankheiten.

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Ukraine am Scheideweg – Teil 1

Die Ukrainer wollten mehrheitlich mit der Wahl Selenskijs Nationalisten und Neofaschisten eine Absage erteilen. Weil Selenskij aber den verhassten Ausgleich mit Russland sucht, droht eine “Zivilgesellschaft” von Extremisten, durch NGOs unterstützt, mit Aufstand für “Demokratie”.

von Rainer Rupp

Die Ukraine kann ohne gute Beziehungen zu Russland wirtschaftlich nicht überleben. Das Land ist zu einem großen Teil von russischen Energiequellen abhängig, hat aber kein Geld, um dafür angemessen zu bezahlen. Wenn die neue, zweite Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 zwischen Russland und Deutschland ans Netz geht, wird die derzeitige alte Festland-Pipeline durch die Ukraine eigentlich nicht mehr benötigt. Die Ukraine wird ihren wichtigsten Hebel einbüßen, den sie in der Vergangenheit allzu oft benutzt hat, nicht nur um russisches Transitgas nach Westeuropa schlichtweg zu stehlen, sondern auch, um von Russland billigere Gaspreise als auf dem Weltmarkt üblich zu erpressen.

Der neue ukrainische Präsident Selenskij steht daher vor einer entscheidenden Wahl. Entweder wird er das Verhältnis zu Russland substantiell verbessern oder die Ukraine muss den vollen Marktpreis für ihre Energieimporte bezahlen, was sie nicht kann. Hoffnungen auf weitere finanzielle Unterstützungen aus dem Westen in der nötigen Größenordnung von vielen Milliarden Dollar im Jahr sind auf Sand gebaut.

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Geschäftsmodell Klima

..bei anderen gelesen:

Ein Kommentar von Rainer Rupp

Tatsächlich war die so genannte „Klimadebatte“ früher einmal wissenschaftlich, bis sie spätestens Anfang der 1990er Jahre im Rahmen der engen Fokussierung auf CO2 als Hauptverursacher des Klimawandels erst politisiert und dann finanzialisiert wurde. Führende Leute des US-Establishments, allen voran Bill Clintons Vizepräsident Al Gore, entdeckten, dass man aus dieser neuen Masche viel politischen Honig und noch mehr finanzielle Vorteile ziehen konnte. Nicht lange nach Al Gore`s Abgang aus dem Weißen Haus 1991  (Korr. des Autors: es handelt sich um das Jahr 2001) hatte er seinen eigenen Umwelt Hedgefonds gegründet und zusammen mit anderen Prominenten wie z.B. mit dem berüchtigten Hedgefonds-Spekulanten George Soros in CO2-Zertifikate investiert, um dann an den neuen Klimabörsen zu zocken und um mit der „Rettung des Klimas“ Millionen zu scheffeln.

Dazu zitierte „Das Handelsblatt“ vom 5.9. 2010 den Großinvestor Soros, der sich „nicht zufällig den Emissionshandel als Spekulationsziel ausgesucht“ habe. Denn dieser Markt, so schwärmte Soros, sei „wenig transparent und anfällig für Manipulationen“. Wörtlich sagte der Großspekulant: „Deshalb ist er (der CO2 Emissionshandel) so beliebt bei Finanztypen wie mir.“

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Merkels verlogene Dialogbereitschaft mit Russland (Teil II)

Im ersten Teil ging es um die vermeintliche “Dialogbereitschaft” der Bundesregierung gegenüber Russland. Im zweiten Teil soll aufgezeigt werden, warum “Eliten” von Berlin, über Brüssel bis nach Washington an einer friedlichen Beilegung der Ukrainekrise nicht interessiert sind.

von Rainer Rupp

Tatsächlich ist die “Dialogbereitschaft” mit Russland von Merkel und Co. nur gespielt. Sie soll das Volk beruhigen und Berlins hinterhältige Strategie an der Seite der “atlantischen Partner” gegen Moskau verdecken. Noch verlogener sind nur die Begründungen der Sanktionen gegen Russland. Diesbezüglich hatte die SPD-Fehlbesetzung auf dem Posten des Bundesaußenministers vor fast genau einem Jahr mal wieder den Vogel abgeschossen. Am 18.08.2018 hatte Heiko Maas nämlich in einem Interview erläutert, warum Deutschland die Krim niemals als Teil Russlands anerkennen wird, weil nämlich andere Staaten dies laut Maas als grünes Licht für “völkerrechtswidriges” Handeln auffassen könnten.

Offensichtlich kann oder will der deutsche Chefdiplomat nicht unterscheiden zwischen der Russland vorgeworfenen, gewaltsamen Annexion der Krim einerseits und der friedlichen Sezession der Krim von der Ukraine und ihrem anschließenden Beitritt zur russischen Föderation andererseits. Er kann offensichtlich auch nicht unterscheiden zwischen einer Operation mit militärischer Gewalt und einer friedlichen Sezession mit überwältigender Mehrheit im Rahmen einer Volksabstimmung. Wörtlich sagte Maas damals gegenüber der Welt am Sonntag: “Wenn wir die Krim als russisches Territorium anerkennen, wäre das womöglich eine Einladung an andere, völkerrechtswidrig zu handeln”. Zugleich begrüßte er die Verlängerung der Russland-Sanktionen im EU-Rat, was davon zeuge, “wie ernst die EU ihre Werte” wahrnehme.

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Berlins verlogene Dialogbereitschaft mit Russland

Die Dialogbereitschaft der Bundesregierung mit Russland wird von Merkel und Co. immer wieder betont. Tatsächlich ist diese Bereitschaft nur gespielt. Sie soll das Volk beruhigen und Berlins hinterhältige Strategie an der Seite der “atlantischen Partner” gegen Moskau verdecken.

von Rainer Rupp

Wegen der angeblichen “Annexion” der Krim halten die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union seit 2014 – vor allem auch auf Betreiben Deutschland, Frankreichs und Großbritanniens – Wirtschaftssanktionen gegen Russland aufrecht. Gemeinsam mit den USA ist die offizielle Position der EU und auch der Bundesregierung: Nur wenn Russland die Annexion rückgängig macht, können wir die Sanktionen aufheben.

Seit 5 Jahren hat diese alles-oder-nichts-Forderung die EU in ihren am Boden liegenden Beziehungen zu Russland kein Jota weitergebracht. Vielmehr empfinden viele Wirtschaftszweige in den Ländern der EU die Kosten der Sanktionen als zunehmend schmerzhaft. Dazu kommt die Befürchtung, je länger die Sanktionen dauern, desto mehr orientiert sich Russland um und findet dauerhaft neue, verlässlichere Lieferländer. Für EU-Firmen schwinden damit die Aussichten, irgendwann wieder auf dem russischen Markt Fuß zu fassen.

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