Finanzmedien scheinen in der Epidemie des Corona-Virus eine größere Gefahr für die Börsen zu sehen als die nationalen Gesundheitsbehörden der westlichen Länder für die Menschen. Und US-Hardliner nutzen die Krise, um Stimmung gegen China zu machen.
von Rainer Rupp
Trotz der radikalen Vorsichtsmaßnahmen in China, wo sich inzwischen über 60 Millionen Bürger unter Quarantäne befinden und ganze Regionen und Millionenstädte hermetisch gegen jeglichen Publikumsverkehr abgeriegelt sind, hält das deutsche Gesundheitsministerium die geplanten Vorkehrungen zur Eindämmung des Corona-Lungenvirus im Fall von Ansteckungen in Deutschland für ausreichend und warnt die Bevölkerung “vor Panik”.
“Deutschland ist gut auf einen Pandemiefall vorbereitet. Es gibt klare Pandemiepläne, regelmäßige Übungen sowie die Ressourcen, um schnell und effektiv zu reagieren. Wir stimmen uns laufend mit allen relevanten nationalen und internationalen Stellen zur Lage ab”, so zitierte die Tageszeitung Die Welt am vergangenen Montag einen Sprecher von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Insgesamt sei die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland relativ gering.
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