Was macht die deutsche Friedensbewegung dieses Jahr am 8. Mai? In einer Zeit zunehmender US-NATO-Kriege und Kriegsdrohungen, auch in Europa, wäre bundesweit eine machtvolle Demonstration angesagt. Das Gegenteil ist der Fall, wie das Beispiel Frankfurt zeigt.
von Rainer Rupp
In einer Welt, in der die Kreuzritter der faschistoiden, westlichen Un-Wertegemeinschaft mit immer unverschämteren Lügen und Vorwänden andere Länder mit militärischen oder Wirtschafts- und Finanzkriegen überziehen, in einem Land, in dem aufeinander folgende deutsche Regierungen den Schwur der Überlebenden des Zweiten Weltkrieges “Nie wieder Krieg” unverschämt in ein “Nie wieder Krieg ohne uns” umgewandelt haben, hüllt sich die die traditionelle deutsche Friedensbewegung im Bundesland Hessen in ein auffälliges Schweigen.
Zwar war der Autor dieser Zeilen auf den ersten Blick über den bundesweit verbreiteten Aufruf zu einer Veranstaltung zum 8. Mai in Frankfurt hocherfreut, die unter dem Motto: “Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg” stattfinden soll. Die Freude dauerte nicht lange und wich bei näherem Hinsehen schnell der Übelkeit, denn sowohl durch Bildauswahl als auch Text offenbart das Flugblatt die ganze Erbärmlichkeit und vor allem die Geschichtslosigkeit der einst herausragenden hessischen Friedensbewegung.
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