Aktion: Wir vergessen nicht!

Dieses Video von einer Aktion am Sowjetischen Ehrenmal in Berlin-Treptow ist dem 82. Jahrestag des deutschen faschistischen Überfalls auf die Sowjetunion gewidmet.

Die Ursachen werden von Militärs, Politikern, Politikwissenschaftlern und Künstlern ebenso analysiert wie Zusammenhänge zum aktuellen Geschehen in der Ukraine und die deutsche Verantwortung dafür.

Wir danken Tino Eisbrenner für die Erlaubnis, das populäre russische Antikriegslied „Журавли/Kraniche” einspielen zu dürfen. Zara und Tino Eisbrenner sangen dieses Lied gemeinsam beim Musikfestival „Der Weg nach Jalta 2023″ im Mai in Moskau. Für seine deutsche Textgestaltung wurde Tino Eisbrenner ausgezeichnet.

Für die Initiative „Meinungsfreiheit verteidigen”
Laura v. Wimmersperg
Hans Bauer
Berlin, 22. Juni 2023

Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=9LVSARS6bjE
Heiner Bücker sei für Aufnahme und Bearbeiten des Videos herzlich gedankt!

Es folgt das Manuskript des Videos

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Wenn der Bürger zum Feind gemacht wird

Von Evelyn Hecht-Galinski

Werden wir Bürger demnächst zu schweigenden „Abnickern“ einer ungewollten Politik von Zwangsmaßnahmen gemacht, die uns zu willenlosen Individuen degradiert? Fast scheint es so! Bleibt zum Schluss der vielgepriesene mündige Bürger gänzlich auf der Strecke? Wenn ständig Bürger eingeschüchtert, ausgegrenzt und sogar vor Gericht gestellt werden – wie der Berliner Friedensaktivist und Anti-War-Cafe-Betreiber Heinrich Bücker, der per Strafbefehl vor Gericht zitiert wurde. Anklage: „Potenzial, das Vertrauen in die Rechtssicherheit zu erschüttern und das psychische Klima der Bevölkerung aufzuhetzen“. Schlimmer noch der Fall der Friedensaktivistin Elena Kolbasnikowa, bei der der verschärfte Paragraph 130 angewandt wurde und die wegen „Billigung des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine“ schuldig gesprochen und zu einer Strafe von 30 Tagessätzen zu 30 Euro verurteilt wurde. Die Frau, Ukrainerin aus dem Donbass stammend, hatte in Russland „keinen Aggressor gesehen“ und ausgesagt, dass Russland „nicht die Ukraine überfallen hat und Russlands Vorgehen alternativlos war“. Mit diesen Aussagen, die geeignet seien, „den öffentlichen Frieden zu stören“, sah das Gericht sie als „Abweichlerin vom offiziellen „Ukraine-Narrativ“, die bei einer großen Demonstration einen „russischen Angriffskrieg“ öffentlich unterstützt hätte.

Erinnerung an eine “tausendjährige Vergangenheit”

Man muss diese Meinung nicht unterstützen und kann ihr widersprechen, aber solche Meinungen vor Gericht zu ahnden, erinnert mich fatal an eine “Tausendjährige Vergangenheit”. Wehret den Anfängen! Wer stört hier eigentlich den Frieden? Sind es nicht die ständigen medialen und politischen Einpeitscher, die von morgens bis abends Stimmung machen, um uns das richtige Denken zu vermitteln? Wer also gehört vor Gericht? (1)

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Zwischen Wahn und Hybris – die “Nationale Sicherheitsstrategie”

Von Dagmar Henn

Nun ist sie also fertig, die lang angekündigte “Nationale Sicherheitsstrategie”. Und man merkt ihr an, wie lange an ihr gearbeitet wurde, weil dieses Deutschland, auf das sie sich bezieht, gar nicht mehr existiert. Dafür gibt es aber heute ganz viele “Werte”.

Man weiß wieder einmal nicht, ob man lachen oder heulen soll. Aber auch, wenn es viele von maßloser Überheblichkeit geprägte Passagen in dieser neuen Sicherheitsstrategie gibt und sich hinter manch schmeichelnd formulierter Absicht finsterste Pläne verbergen – herausragend ist vor allem eines: mit der konkreten Wirklichkeit hat das Papier nicht viel zu tun.

Nicht nur, weil es vor lauter Phrasen schon eine allererste Bedingung nicht erfüllt, nämlich die Voraussetzungen für eine solche Strategie zu benennen, und zwar das konkret und nachvollziehbar, was man das nationale Interesse nennt. Man kann kein Interesse schützen wollen, das man nicht kennt. Das allerdings, was irgendwie in die Nähe der Benennung eines solchen Interesses gerät, können sie am Ende dieses Textes finden, in der Witzabteilung.

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Unvergessene Helden des Großen Vaterländischen Krieges von 1941 – 1945

Dr. Wolfgang Schacht

In dem beeindruckenden Buch „Auszeichnung – Medaille ‚Goldener Stern‘ “ [1] werden von dem jungen Forschungsenthusiasten Mikhail Valentinovitsch Sinoviev die Erinnerungen an 28 noch lebende bzw. unlängst verstorbene Träger des Ordens „Held der Sowjetunion“ im Großen Vaterländischen Krieg (1941- 1945) in Form von Interviews ungeschminkt dargestellt.

Das menschliche Leben ist kurz, deshalb sollte man es sinn- und würdevoll durchleben, damit sich unsere Nachfahren mit Dankbarkeit und Stolz an uns erinnern.

„Die Erinnerungen an die Kriegsjahre sind schrecklich und liegen außerhalb jeglichen Vorstellungsvermögens, erzählt uns der Held der Sowjetunion, Mikhail Vladimirowitsch Aschik (24. Juni 1925 * und 9. November 2020 ϯ). Bei Außentemperaturen von – 40° C saßen wir den ganzen Winter in einem Haus ohne Heizung, ohne Wasser, ohne Kanalisation, ohne Strom, ohne Telefon und … ohne eine ordentliche Verpflegung“. Für seine große Tapferkeit und Standhaftigkeit gegen eine Übermacht deutscher Truppen mit Panzern im Verlaufe von 18 Angriffen im feindlichen Hinterland, für die erfolgreiche Abwehr und Vernichtung deutscher Panzer und die Gefangennahme von 260 Hitlersoldaten wurde er im März 1945 mit dem Orden „Held der Sowjetunion“ ausgezeichnet [1].

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Plappermäulchen in Brasilien: Wird Lula Baerbock diese Rede verzeihen?

Von Dagmar Henn

Die deutsche Außenministerin Baerbock ist ein Plappermäulchen, und ihre Redenschreiber scheinen zu Kindersprache genötigt, um die Sprecherin nicht zu überfordern. Aber so weit daneben wie bei ihrer Rede in Brasilien…

Außenministerin Annalena Baerbock hielt eine einzige große Rede in Brasilien ‒ vor der Getulio-Vargas-Stiftung in São Paulo. Und sie bediente alle Klischees, auch wenn sie meinte, sie zu unterlaufen. Fußball, Samba, Armut. Die Redenschreiber haben sich offenkundig Stichworte zu Brasilien herausgesucht, die sie einflechten können, aber nicht über die Bedeutung nachgedacht.

Das fängt schon mit dem Fußball an. Es ist ja nett, dass sie die brasilianische Spielerin Marta als Vorbild nennt. Damit übergeht sie aber, welche politische Bedeutung Spieler wie Pelé hatten, der immerhin der erste schwarze Minister Brasiliens wurde, oder wie Sócrates, der gegen die Militärdiktatur kämpfte. Sie sucht sich den Teil aus, der in ihre Kleinmädchenwelt passt, zu Einhörnern und Feen, und nicht jenen Teil, der die wirkliche Geschichte Brasiliens erzählt.

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