Schwarzbuch über die Gräueltaten der faschistischen Bandera-Anhänger

Von Prof. Dr. habil. Michael Jurewitsch Myagkov

Schon vor dem Zweiten Weltkrieg arbeiteten die Führer der Organisation der ukrainischen Nationalisten (OUN) S. Bandera und R. Schuchewytsch eng mit der deutschen Abwehr II zusammen. Das erlaubte später den ukrainischen Nationalisten, sich ungehindert zwischen der Aufständigen Armee und den Strafkommandos zu bewegen. Sie erhielten von den Nazis mehr als 700 Mörser, etwa 10.000 schwere und leichte Maschinengewehre, 100.000 Handgranaten, 30.000 Minen und Granaten und mehr als 12 Millionen Patronen. Außer diesen Waffen hat das Hauptquartier der Aufständigen Armee 300 Feldradiostationen, etwa 100 tragbare Druckmaschinen sowie andere Ausrüstungen bekommen. Entsprechende Ausbilder und Spezialisten wurden kostenlos zur Verfügung gestellt.

Im Sommer 1944 erreichte die Ukrainische Aufständige Armee (UAA) mit 25.000 bis 30.000 Soldaten ihre größte Stärke. Laut Aussagen der Kommandeure der UAA waren 60% der Unteroffiziere und Soldaten aus Galizien, 30% aus Wolyn und Polesie und nur 10% aus der Dnjepr-Region.

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„Tag der Deutschen Einheit“ – Deutschland im Krieg gegen Russland

Von Doris und George Pumphrey*

Von deutschem Boden würde nur noch Frieden ausgehen, hatten die Regierungen der BRD und DDR im Zwei-plus-Vier-Vertrag vom 12.09.1990 erklärt. Mit dem Verschwinden des antifaschistischen Friedensstaates DDR am 3. Oktober 1991 und dem Ende des Warschauer Vertrages bzw. der Sowjetunion im gleichen Jahr konnte der BRD-Imperialismus jede Zurückhaltung ablegen. Der NATO bewies die BRD ihre Kriegs-Verlässlichkeit auch gleich bei der völkerrechtswidrigen Aggression gegen Jugoslawien 1999. Entgegen aller früheren Zusicherungen ist die NATO – und mit ihr die Bundeswehr – inzwischen bis an die Grenzen Russlands vorgestoßen. Russlands wiederholte Verhandlungsangebote zur Lösung der wachsenden Spannungen wurden vom NATO-Westen systematisch ignoriert.

Mit dem von den USA initiierten und mit Hilfe offen faschistischer Kräfte durchgeführten Putsch wurde 2014 in Kiew eine russophobe Regierung installiert, die ukrainische Verfassung suspendiert und allem Russischem der Kampf angesagt. Kiew begann einen Krieg gegen die russisch-sprachigen Ukrainer im Donbass, die sich weigerten die illegale russophobe Regierung anzuerkennen.

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Kanada oder Deutschland – Geschichte wird passend zurechtgebogen

Von Dagmar Henn

Die deutschen Ausflüchte zum Umgang mit der ersten Generation ukrainischer Nazis und jene des kanadischen Ministerpräsidenten sind einander sehr ähnlich. Im Kern leugnen sie das Ergebnis der Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse. Die gezeigte Nähe der Gedanken ist nicht nur oberflächlich.

Man hat fast das Gefühl, alles, was historisch solide ist, soll verflüssigt werden. Oder vielleicht ist es auch ein eigenartiger Prozess politischer Verwesung, der dahintersteckt. Jedenfalls ist keines der Details im Skandal rund um den Auftritt des SS-Mannes Jaroslaw Hunka im kanadischen Parlament so banal, wie es auf den ersten Blick scheint. Im Gegenteil, es ist die Enthüllung eines Zustandes, den man schon länger vermuten konnte, spätestens seit der “Solidarität mit der Ukraine”, ein Zustand, der selbst die Grundlagen des Völkerrechts tangiert.

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Wölfe im Schafspelz – Zur 78. Vollversammlung der UNO

Von Hans Bauer

Deutschland hat seinen 50. Jahrestag der Aufnahme in die UNO gefeiert. Damals, 1973, als 133. (DDR) und 134. (BRD) Mitglied. Die diesjährige UN-Vollversammlung war ein willkommener Anlass, dieses Jubiläums zu gedenken. Wie nicht anders erwartet, nach großdeutschem Geschichtsverständnis natürlich: Als Ergebnis Brandtscher Entspannungspolitik, die die Aufnahme beider deutscher Staaten ermöglichte. Der Anteil der DDR wird verschwiegen, wenn nicht verfälscht. Verschwiegen wird auch, dass die BRD damals schon den Grundlagenvertrag zwischen beiden deutschen Staaten von 1972 – Voraussetzung für die UNO-Aufnahme – unterlaufen hatte, indem sie mit einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts wenige Monate vor der UNO-Aufnahme, im Juli 1973, den Wesensgehalt des Vertrages entstellte. Schon damals Völkerrechtsbruch, juristische Aggression gegen die DDR mit Bekräftigung des Alleinvertretungsanspruchs der BRD im Urteil.

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Nord Stream: Es ist an der Zeit, über Verrat zu reden

Von Dagmar Henn

Die Bundesregierung ist vorab über den Anschlag auf Nord Stream informiert gewesen, meint der Informant in Seymour Hershs neuem Artikel. Aber selbst wenn dem nicht so gewesen wäre ‒ die politische Bedeutung dieses Anschlags sollte endlich mit dem richtigen Maßstab gemessen werden.

Der neueste Artikel von Seymour Hersh hat zwei Lücken geschlossen, die es bisher in der Geschichte des Nord Stream-Anschlags gab. Die Erste betrifft das Motiv seiner Quellen ‒ die Zweite ist weit schwerwiegender, sie betrifft die Rolle der Bundesregierung in der ganzen Geschichte.

Das Motiv ist nicht ganz unwichtig, weil seine Nachvollziehbarkeit die Glaubwürdigkeit berührt. Gerade bei Informationen, die von Nachrichtendiensten stammen, ist es wichtig, ausschließen zu können, selbst durch diese Informationen instrumentalisiert zu werden oder Falschinformationen zu erhalten. Dass denjenigen, die den Anschlag technisch vorbereiteten, ein völlig anderes Ziel vorgegaukelt wurde, als tatsächlich damit verfolgt werden sollte, ist ein Motiv, das die Glaubwürdigkeit der Aussagen erhöht – wenn Informationen aus Geheimdienstkreisen “durchgestochen” werden, erweist sich das oft als Folge interner Widersprüche. So war das bereits bei den Pentagon Papers.

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