Russlands Zickzackkurs beim Getreideabkommen – die Hintergründe

Nach dem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Schwarzmeerflotte in Sewastopol hatte sich Moskau aus dem Istanbuler Getreideabkommen verabschiedet, nur um wenige Tage später diesem wieder beizutreten. In den Westmedien gab es für dieses seltsame Verhalten keine Erklärung, denn die Hintergründe ließen nicht nur die Ukraine, sondern auch den gesamten Westen schlecht aussehen.

Von Rainer Rupp

Nachdem Russland Ende letzter Woche seine Beteiligung an dem Getreideabkommen von Istanbul aufgekündigt hatte, übte der Westen plötzlich auf globaler Ebene einen ungeheuren diplomatischen Druck auf Moskau aus, damit es dem Abkommen wieder beitritt. Der Druck kam von denselben Politikern und Medien, die zuvor die Ursache für diesen russischen Schritt bejubelt hatten, nämlich den kombinierten ukrainischen Angriff mit Luft- und Wasserdrohnen auf die russische Schwarzmeerflotte im Hafen von Sewastopol, unter Bruch des Getreideabkommens von Istanbul.

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Nachruf

Nach langer, schwerer Krankheit ist unser Genosse

                                               Frank Röhner

                                               geboren am 12.09.1931

am 13.10.2022 im Alter von 91 Jahren verstorben.

Frank war Mitarbeiter in den Abteilungen XIII ( SWT ) und XIX ( Betreuung ) der Hauptverwaltung A. In seinen Dienststellungen hat er die ihm übertragenen Aufgaben zuverlässig und initiativreich erfüllt. Die von Frank in seinen letzten Jahren in der HV A betreuten ehemaligen Kundschafter konnten sich auf ihn jederzeit verlassen. Er war immer ansprechbar und hilfsbereit, hatte vertrauensvolle Beziehungen zu den ihm anvertrauten Genossinnen und Genossen.

Bescheidenheit und Aufopferung waren herausragende Eigenschaften unseres Genossen Frank. Hervorzuheben ist, dass er nach der Annexion der DDR durch die BRD seiner politischen Überzeugung treu geblieben ist.

In der Arbeitsgruppe Aufklärer der GRH e.V. war er bis zu seiner Erkrankung außerordentlich aktiv tätig.

Frank Röhner ist für seine Kampfgefährten, wie auch für seine Familie, ein schwerer Verlust.

In unserer Erinnerung behält Frank einen festen Platz.

Für die AG Aufklärer der GRH

Karl Rehbaum und Eberhard Pätzold

„Mit Putin bin ich fertig“ – Offener Brief an Gysi

von Dr. Wolfgang Schacht, am 30. Oktober 2022

Sehr geehrter Herr Dr. Gysi,

wer sind Sie, wer ist Vladimir Putin? Kein Mensch in der großen weiten Welt kennt Sie, Herr Dr. Gysi, aber die ganze Welt kennt Vladimir Putin! Warum?

Weil Vladimir Putin

  • kein Vasall des amerikanischen Establishments ist, sondern ein wahrhaft souveräner Politiker eines wahrhaft modernen Russlands in einer wahrhaft mehrpolaren Welt;
  • sowohl bei den jüngeren als auch bei den älteren Bürgerinnen und Bürgern Russlands, aber auch bei vielen Menschen in anderen Ländern und Völkern der Welt, dank seiner grenzenlosen Liebe und Zugehörigkeit zu seinem Land, als wahrer Patriot seines Volkes und als zutiefst religiöser Mensch der orthodoxen Kirche, höchste Anerkennung und Achtung genießt;
  • dank seiner hohen Kultur, seiner phänomenalen Kenntnisse und Erfahrungen, seiner athletischen und männlichen Natur, seiner psychischen Ausgeglichenheit, seines beeindruckenden Humors, seiner ruhigen und überzeugenden Argumentation, seiner taktvollen und diplomatischen Sprache, ein weltweit geliebter und hoch geachteter Politiker ist und – ohne Zweifel – auch bleiben wird.

Sehr geehrter Herr Dr. Gysi, als redegewandter Abgeordneter in der Partei „DIE LINKE“, der rein theoretisch die Interessen der „Arbeitnehmer“ (das sind diejenigen, die ihre Arbeitskraft geben und von den Kapitalisten erbarmungslos ausgebeutet werden!) im Vierten Deutschen Reich vertreten sollte, haben Sie uns offensichtlich in völliger Unkenntnis bestimmter Tatsachen und bei stark eingeschränkten politischen Sichtverhältnissen in Deutschland folgendes mitgeteilt: „Mit Putin bin ich fertig“.

„Der Einmarsch der russischen Truppen war ein schwarzer Tag für die Welt. Ein Angriffskrieg ist im Völkerrecht immer verboten. Es kennt nur den verbotenen Angriffskrieg und den erlaubten Verteidigungskrieg“.

Schon an dieser Stelle – ohne das absurde Frage- und Antwortspiel im FURCHE Navigator fortzusetzen – sehen wir uns leider gezwungen, Ihnen, sehr geehrter Herr Dr. Gysi, in diesem offenen Brief einige sehr wichtige Fakten über die wahren Ursachen und Hintergründe der „speziellen militärischen Operation Russlands“ mitzuteilen:

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Rede von Hans Bauer, Vorsitzender der GRH

„Druschba Pipeline offenhalten!
PCK & Schwedt müssen leben!
Nordstream 2 in Betrieb nehmen!“

Solidaritätskundgebung in Schwedt am 29.10.22, Platz der Befreiung

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
liebe Freunde und Genossen!

Wenn ich mir als ehemaliger DDR-Bürger Vergangenheit und Gegenwart von Schwedt vor Augen führe, so erkenne ich darin die Geschichte der DDR/Ostdeutschlands seit mehr als 60 Jahren.

Schwedt ist nicht nur schlechthin ein Ort im heutigen Brandenburg. Diese Stadt hat Geschichte geschrieben. Wie auch andere Städte in Brandenburg, wenn ich u. a. an Eisenhüttenstadt (Eisenhüttenkombinat Ost), an Brandenburg (Stahlwerk) oder an Wilhelm-Pieck-Stadt Guben (Chemiefaserwerk) denke. Mit dem Bau der Erdöltrasse wurde Schwedt zu einem Symbol der Erdölindustrie in der DDR. Wurde eine Art Hauptschlagader für die Wirtschaft unseres Landes. Nach dem Probebetrieb 1964 versorgte die über 3 000 km lange Pipeline von Tjumen in Sibirien bis nach Schwedt die Industrie der DDR zuverlässig mit Erdöl, Grundlage für die Chemieindustrie. Schwedt selbst wurde eine moderne sozialistische Stadt. Das PCK beschäftigte über 8 000 Mitarbeiter, die Stadt wuchs auf fast 55 000 Einwohner. Weitere Industrie siedelte an. Kindergärten und Erholungsheime, moderne Bildungs-, Kultur- und Sporteinrichtungen entstanden.

Die Trasse war aber mehr als ein wirtschaftliches Schwergewicht. Sie wurde nicht zufällig Druschba-Trasse genannt. Von den Bürgern auch als solche verstanden: Freundschaft zwischen der DDR und der SU sowie anderen sozialistischen Staaten. Vor allem aber zwischen den Völkern. Da war nichts verordnet. Das war den meisten ein Bedürfnis. Uns als Deutschen aber auch Dank und Verpflichtung gegenüber den Völkern der Sowjetunion, die uns vom Faschismus befreit hatten. Das waren unsere Lehren aus der Geschichte, im Gegensatz zur alten Bundesrepublik.

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US-Militärexperte im Interview: Weißes Haus plant militärische Intervention in der Ukraine

In diesem bemerkenswerten Interview warnt ein US-Kriegsheld und pensionierter Oberst der US Army, dass es in Washington “ernsthafte Pläne für den Einsatz von US-Streitkräften in der Ukraine gibt”. Das hält er für “sehr gefährlich”, weil er befürchtet, dass es dadurch zum Einsatz von taktischen US-Atomwaffen gegen Russland kommen könnte.

Vorwort und Übersetzung von Rainer Rupp

Colonel Douglas Macgregor gehört nicht zu den pensionierten Militärs, die aktuell als “Experten” die Studios der Mainstream-Medien bevölkern und das Narrativ vom “blutrünstigen Wahnsinnigen im Kreml” bedienen, gegen den die unschuldige “Ukraine gewinnen muss”. Vielmehr sind seine nüchternen Analysen zur aktuellen Lage in der Ukraine, in Europa und darüber hinaus profunde und ausgewogen.

Macgregor kann nicht nur auf seine Zeit in Uniform mit gefährlichen Kriegserfahrungen zurückblicken, sondern auch auf langjährige Arbeit im Stab. Er ist nicht nur ein hochdekorierter Kriegsheld, sondern er hat sich auch einen Namen als studierter Politikwissenschaftler und Militärtheoretiker, Professor und Autor von Büchern gemacht.

In Macgregors Einschätzungen fließen auch seine Erfahrungen beim US-Militär in Deutschland sowie im NATO-Hauptquartier ein. Auch die Führungsspitze des Pentagon hatte ihn offiziell als Berater an Bord geholt. Er spricht Deutsch, und Präsident Donald Trump wollte ihn als US-Botschafter nach Berlin schicken, aber Macgregor hatte sich im US-Establishment zu viele Feinde gemacht, und er wurde vom Senat nicht als US-Botschafter bestätigt.

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