Und wieder bauen in den USA Kriegstreiber an einer Drohkulisse. Militärische Zuspitzungen gegen Teheran gab es seit Jahrzehnten, doch hatten sich alle als Bluff erwiesen. Weil Washington anders geworden ist, könnte es diesmal anders kommen, was eine Katastrophe für alle wäre.
von Rainer Rupp
Die Aufregung war groß. Pompus Pompeo, Außenminister des Washingtoner Imperiums, hatte nämlich das neue “EU-Großdeutschland” zum Vasallen-Status zurecht gestutzt. Pompus war nämlich nicht wie vorgesehen zum Besuch in Berlin gelandet, sondern war von Helsinki gleich nach Bagdad weitergeflogen. Das politische Berlin und seine medialen Hofschranzen standen Kopf angesichts einer solchen Erniedrigung, denn dadurch waren sie um ihre Chance gebracht, es ihren europäischen Kollegen gleichzutun und dem amerikanischen Fettwanst in den Allerwertesten zu kriechen.
Tatsächlich wäre es aber eher angebracht gewesen, wenn sich unsere Politiker und Medien über den Grund von Pompeos Direktflug nach Bagdad empört hätten. Denn dort hatte der ex-CIA-Chef, einer der schlimmsten Kriegstreiber in der Trump-Administration, nichts Eiligeres zu tun, als die US-Angriffsvorbereitungen gegen Iran glaubhaft voranzutreiben. Angesichts der Nachrichtenlage wird deutlich, dass Washington die militärische Drohkulisse der USA gegen Iran verschärft. Damit soll Teheran, das bisher immer noch nicht an einen US-Angriff glaubt, dazu gebracht werden, die US-Vorbereitungen ernst zu nehmen und von einem unmittelbar bevorstehenden Überfall auszugehen, den es nur noch verhindern kann, wenn es vor Washington auf die Knie sinkt.
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