Nachruf

Genosse Major a.D. Wolfgang Eschka, geb.30.07.46, ist nach langer schwerer Krankheit am 08.07.2025 verstorben.

Mit Wolfgang Eschka verlieren wir, die Arbeitsgruppe Kundschafter der GRH, einen zuverlässigen Genossen und Freund.

Aus einfachen Verhältnissen kommend, konnte er in der DDR die Möglichkeiten für eine solide Bildung und Entwicklung nutzen. Nach dem Besuch der Grundschule und von 1960 bis 1965 der EOS „Ernst Thälmann“ in Rostock, studierte Wolfgang an der Martin-Luther-Universität in Halle/ Saale von 1965 bis 1970 Geschichte und Russisch. Er errang den Abschluss Diplom – Historiker.

Seine herausragenden Leistungen sowie seine ausgesprochene Begabung für Fremdsprachen, verbunden mit einer klaren politischen Haltung führten ihn folgerichtig über eine Tätigkeit im Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten zur Hauptverwaltung A des MfS. Hier war er bis 1990 in der Abteilung III (legale Residenturen) eingesetzt. Sein Arbeitsgebiet waren die nordeuropäischen Länder.

Wolfgang war zielstrebig bei der Realisierung übertragener Aufgaben und hilfsbereit gegenüber den Mitarbeitern in seinem Bereich und darüber hinaus. Er beherrschte sein Arbeitsgebiet und trug so zu einer erfolgreichen Arbeit, auch über die Zuständigkeit der Abteilung III hinaus, bei.

Nach der 1990 erfolgten zwangsweisen Beendigung seiner Tätigkeit im MfS, konnte Wolfgang, dank seiner Qualifikation Arbeitsverhältnisse eingehen. Was ihn besonders charakterisiert und hervorzuheben ist: er hat seine politische Überzeugung behalten und sich weiter gesellschaftlich in diesem Sinne engagiert.

Seiner Ehefrau sowie Angehörigen, den ehemaligen Mitarbeitern der HV A und den Mitstreitern in der GRH wird er fehlen.

Wolfgang Eschka ist verstorben, aber nicht vergessen. In seinem Sinne werden wir unsere politische Arbeit fortsetzen.

Im Namen der AG Kundschafter

K. Rehbaum

Hunger und Krankheiten als Waffe – Wie Israel das Gesundheitssystem in Gaza torpediert

Von Rainer Rupp

Kritiker sprechen von gezielten Tötungen, um das Gesundheitssystem in Gaza im Rahmen eines Völkermords zu zerstören. Die israelische Armee hingegen spricht von Einzelfällen, Versäumnissen einzelner Soldaten oder “operativen Missverständnissen”. Was steckt wirklich hinter den über 1.500 getöteten Medizinern?

Können Sie sich das vorstellen? Zuerst versucht die “humanste Armee der Welt” in Gaza, die Menschen in ihren Häusern und auf ihren Straßen und Plätzen zu töten, dann lassen die zionistischen “Humanisten” nur noch einen Bruchteil der lebensnotwendigen Lebensmittel und Medikamente nach Gaza hinein. Letzteres geschieht mit dem erklärten Ziel, die dort noch lebenden Menschen durch Hunger und Krankheit gefügig zu machen, damit sie sich nicht mehr gegen eine Zwangsvertreibung zur Wehr setzen.

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Rezension: Industriels et banquiers français sous l’occupation

Annie Lacroix-Riz untersucht die Kollaboration der Führungsspitzen der französischen Wirtschaft mit den deutschen Besatzern in den Jahren von 1940 bis 1944. Es ging um Profite in einem geeinten Europa unter deutscher Führung.

Anfang September 1941 stellten einige der einflussreichsten Industriellen und Bankiers des deutsch besetzten Frankreichs ihre Haltung zu den Plänen des NS-Reichs für die Neuordnung des europäischen Kontinents klar. Auf einem Treffen mit einem hochrangigen deutschen Wirtschaftsfunktionär in Paris meldete sich nach einleitenden Worten von Pierre Pucheu, einem Mann der Wirtschaft, der kurz zuvor zum Innenminister des Vichy-Regimes ernannt worden war, Henri Ardant zu Wort. Der Chef der mächtigen Société Générale erklärte im Einvernehmen mit Pucheu und anderen französischen Unternehmern, man setze entschlossen auf Deutschlands Vorstellungen für Europa, nicht zuletzt darauf, dass unter Berliner Führung „die Zollgrenzen beseitigt und eine einheitliche Währung für Europa geschaffen“ würden. Die Stellungnahme sei bemerkenswert, hieß es anschließend in einem streng vertraulichen Bericht eines deutschen Teilnehmers – umso mehr, als Ardant gegenwärtig als „der erste und bedeutendste der französischen Bankiers“ gelten müsse. Aus dem Bericht zitiert in ihrem umfassenden, nun in einer neu überarbeiteten zweiten Auflage publizierten Werk „Industriels et banquiers français sous l’occupation“ („Französische Industrielle und Bankiers während der Besatzungszeit“) die französische Historikerin Annie Lacroix-Riz.

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Von der DDR bis heute – über die Pflege Jahrzehnte währender deutsch-russischer Freundschaften

Von Felicitas Rabe

Am 22. Juni um 4 Uhr morgens trafen sich die Freunde Russlands am Sowjetischen Ehrenmal Berlin-Treptower Park zu einem stillen Gedenken. Anlässlich des 84. Jahrestages des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion hatte die Gesellschaft für “Deutsch-Russische- Freundschaft” im Morgengrauen zu dieser Veranstaltung eingeladen. Zu den Teilnehmern zählten auch Mitglieder der “Gesellschaft zur Rechtlichen und Humanitären Unterstützung” e.V. (GRH). Um mehr über die GRH, ihre Mitglieder und den Vereinszweck zu erfahren, führte RT ein Interview mit dem Vorsitzenden, dem Rechtsanwalt Hans Bauer.

RT: Herr Bauer, bis zum Ende der DDR im Jahr 1990 waren Sie stellvertretender Generalstaatsanwalt der Deutschen Demokratischen Republik. Kurz nach der Wende gründeten Sie mit anderen zusammen die “Gesellschaft zur Rechtlichen und Humanitären Unterstützung” e.V. Was hat Sie motiviert, diesen Verein zu gründen?

Hans Bauer: Die Vereinigung beider deutscher Staaten war eine Zwangsvereinigung, eine Art Kolonisierung der DDR. Es war und ist bis heute eine Abrechnung mit dem sozialistischen deutschen Staat durch die imperialistische Bundesrepublik – entgegen dem Einigungsvertrag.
Die ideologischen Grundlagen des Vertragsbruchs waren Vorgaben führender BRD-Politiker: Es ging um die “Delegitimierung” des zweiten deutschen Staates als “Unrechtsstaat”. Dazu hatte unter anderem der Justizminister und frühere Chef des Bundesnachrichtendienstes (BND), Klaus Kinkel, aufgerufen.

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Deutschlands Kriegswahn stoppen!

Gesellschaft zur Rechtlichen und Humanitären Unterstützung e. V.

Deutschland bereitet sich auf einen Krieg gegen Russland vor. Das vor 80 Jahren den entscheidenden Anteil am Sieg über den Faschismus und der Be­freiung des deutschen Volkes hatte. Als Begründung muss eine angebliche Gefahr für die Bundesrepublik  und den gesamten „Wertewesten“ herhalten. „Russland wird immer ein Feind für uns bleiben“, meint – geschichtsvergessen – Bundesaußenminister Wadephul.

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