Nachruf

Unser Genosse und ehemalige Kundschafter

 Lothar Straube

 geb. am 10.04.1934

ist am 28.10.2021 verstorben.

Er war mit seiner Ehefrau Katharina seit 1958 in der BRD im Auftrag der Hauptverwaltung Aufklärung im Einsatz. Lothar war Resident und Katharine Quelle für die Abteilung XV der HVA. Beide haben wertvolle Informationen – zuerst aus den Junkers-Flugzeug-Motorenwerken und später bei MBB beschafft. 1982 wurde die nachrichtendienstliche Zusammenarbeit aus Gründen der Sicherheit eingestellt.

Lothar hat mit Umsicht zuverlässig seine Aufgaben erfüllt. Seiner politischen Überzeugung ist er treu geblieben und war auch nach 1990 eng mit uns verbunden.

Wir werden Lothar Straube als Kundschafter für den Frieden, als Freund und Genossen in guter Erinnerung behalten.

Für die Arbeitsgruppe Aufklärer in der GRH

Karl Rehbaum                                        Eberhard Pätzold

Gespräch zwischen Biden und Putin hat gordischen Knoten der Ukraine-Krise durchtrennt

Die Ukraine-Krise scheint gelöst. Zwar gab es nicht die gleiche dramatische Zuspitzung wie bei der Kuba-Krise, aber strukturell ist sie durchaus damit zu vergleichen. Auch gibt es diesmal einen anderen Gewinner. Zugleich können sich die Machthaber in der Ukraine ihren Traum von der NATO-Mitgliedschaft ein für alle Mal abschminken.

von Rainer Rupp

Aus den Presseerklärungen des Kremls und des Weißen Hauses über das zweistündige Online-Gipfelgespräch zwischen dem russischen und US-amerikanischen Präsidenten geht hervor, dass sich die Diskussion in der Hauptsache um die Ukraine-Krise gedreht hat. Aus der leider sehr kurzen Presseerklärung des Weißen Hauses lassen sich nur wenige Mosaik-Steine herauslesen. Dafür gibt die russische Version mehr Aufschluss. Beide Erklärungen in englischer Sprache sind nachfolgend zu den jeweiligen offiziellen Webseiten verlinkt: hier die US-amerikanische und hier die russische Erklärung.

Im Vorfeld des jüngsten Online-Gipfels hatte Biden jeden Gedanken, irgendwelche roten Linien der Russen zu akzeptieren, kategorisch zurückgewiesen. Damit folgte er der in Washington, D.C. dominierenden Line, dass die alleinige und unverzichtbare Supermacht USA mit den feinsten und stärksten Streitkräften der Welt jederzeit zwar anderen Länder “rote Linien” ziehen kann und darf, sie sich selbst aber so etwas niemals gefallen lassen dürfe. Dementsprechend hatte Joe Biden noch wenige Tage vor dem Online-Treffen den Appell Wladimir Putins für eine US-Garantie der Sicherheit der Grenzen Russlands als vollkommen inakzeptabel beiseite gewischt.

Nach der inzwischen mehr als zwei Jahrzehnte dauernden, unaufhaltsamen Expansion der USA und der NATO in Richtung russischer Grenzen stehen NATO-Panzer nun kaum mehr als hundert Kilometer vor den Toren von St. Petersburg, der zweiten Hauptstadt Russlands. Und mit der Ukraine als Mitglied der NATO würden weitere NATO-Panzer und Raketen ebenfalls an die russische Grenze und hunderte Kilometer näher an Moskau vorrücken. Man muss schon ein verbohrter Kremlfeind sein, um kein Verständnis für die Russen zu haben, wenn sie jetzt ultimativ darauf drängen, dass die USA und die NATO ihnen nicht noch näher auf den Pelz rücken.

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Ist das schon Nazisprache? ZDF-“Kabarettistin” bezeichnet Ungeimpfte als Blinddarm

Schon seltsam: Da wird beständig gegen “Hass und Hetze” im Netz geredet und gleichzeitig verroht die Sprache von Politik und Medien immer mehr. Selbst auf dem scheinbar unschuldigen Feld der “Comedy” werden Mordfantasien verbreitet.

von Dagmar Henn

Es war unheimlich genug die letzten Wochen; erst die Kampagne gegen Kimmich, in der das “gesunde Volksempfinden” schon als Generalbass zu hören war, dann eine ganze Flut von Kommentaren in den Gazetten, die das “Ende der Geduld mit den Ungeimpften” bekundeten, und jetzt das: ein Zitat, das eine direkte Parallele zur Aussage eines SS-Arztes herstellt:

“Wäre die Spaltung der Gesellschaft wirklich etwas so Schlimmes? Sie würde ja nicht in der Mitte auseinanderbrechen, sondern ziemlich weit rechts unten. Und so ein Blinddarm ist ja nicht im strengeren Sinne essentiell für das Überleben des Gesamtkomplexes.”

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Inkompetenz oder Arglist? Politik-Elite agiert zum Schaden des deutschen Volkes

COVID-19 belegt das Versagen unserer “super-kompetenten Polit-Eliten”. Die Ursachen der für diesen Winter in Deutschland zu erwartende Energiekrise liegen dagegen in bösartigen Machenschaften derselben “Eliten” zugunsten fremder Herren.

von Rainer Rupp

Egal, auf welche Politikbereiche man in Deutschland oder in der EU oder ganz allgemein im Wertewesten blickt, überall zeigt sich eine gewisse Dummheit gepaart mit der Arroganz von Menschen, die sich selbst als moralisch höherstehend begreifen, aber unmoralisch handeln. Zugleich scheint dem im Westen herrschenden System eine Gesetzmäßigkeit innezuwohnen, wonach je nach Jobanforderung nur die Skrupellosesten oder die schlichten Jasager in Führungspositionen gehievt werden. So kommt es, dass die meisten Top-Politiker, ob in Berlin, in der EU in Brüssel oder sonst wo im Wertewesten, teilweise spektakulär inkompetent sind oder zumindest so erscheinen. Das wird aktuell anhand einer Reihe von neuen, selbst gemachten Krisen anschaulich demonstriert.

Den Vorhersagen der Wetterfrösche zufolge sehen wir einem ungewöhnlich kalten Winter entgegen, der sich so gar nicht an die hysterischen Prognosen der beschleunigten “Globalen Erwärmung” halten will. Für die Bürger Deutschlands bedeutet das nichts Gutes. Denn nach dem Ausstieg aus der Atomkraft und dem ebenfalls bereits weitgehend vollzogenen aus der Kohle wird nun für den kalten Winter zusätzliches Erdgas gebraucht. Das ist besonders dringend, weil – ganz ungewöhnlich zum Beginn des Winters – in Deutschland die Gasvorratsspeicher fast leer sind.

Der Grund für dieses unglaubliche Versagen unserer superkompetenten Polit-Eliten dürfte einerseits in der bereits flächendeckend verbreiteten grün-ideologischen Verblendung liegen, die aus Sorgen um das ewig wechselnde Klima unserer Erde den Energiekonsum für die Bevölkerung möglichst teuer machen will. Und zweitens schrecken die braven Atlantiker hierzulande vor dem in Washington streng erhobenen Zeigefinger zurück, der droht, nur ja kein Gas vom bösen Russen zu kaufen. Dazu war man offensichtlich in Deutschland nicht einmal im Sommer imstande, als die Aufstockung der leeren Vorratslager billig gewesen wäre.

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Zivile Opfer der US-Kriegsmaschine – Von den Philippinen über Korea nach Vietnam (Teil 3)

Die endlosen Gräueltaten gegen die Zivilbevölkerung durch das US-Militär im Bürgerkrieg und den Ausrottungskriegen gegen die Ureinwohner setzten sich in den imperialistischen US-Kriegen fort. Und die Massenmörder werden noch heute im US-Militär als Helden geehrt.

von Rainer Rupp

Sowohl in den zahllosen “Indianerkriegen”, die dem Amerikanischen Bürgerkrieg (1861–1865) folgten, als auch in den ersten imperialistischen Eroberungskriegen der USA auf der anderen Seite des Erdballs fand der “Lieber Code” (siehe Teil 2 dieser Serie) als juristischer Leitfaden für militärisches Handeln seinen Widerhall in der Grausamkeit der US-Kriegführung gegen die Zivilbevölkerung der besetzten Territorien und Länder. 35 Jahre nach dem Ende des Bürgerkriegs und wenige Jahre nach dem letzten “Indianerkrieg” befreiten die USA in einem Akt selbstloser Hilfe die Philippinen vom Joch der spanischen Kolonialherrschaft, um dann dort selbst die Herrschaft zu übernehmen. Und dabei ging es nicht besser zu als bei den “Indianerkriegen”.

Der US-Kriegsheld General Philip Henry Sheridan hatte mit seinem Ausspruch unsterblichen Ruhm erlangt, als er einer der Protagonisten der Ausrottung der amerikanischen Ureinwohner sagte: “Die einzig guten Indianer, die ich jemals sah, waren tot.” In Abwandlung wurde diese Aussage später auch auf Philippinos angewandt.

Nach dem US-Bürgerkrieg gehörte zu den Heldentaten Sheridans, wie vom “Lieber Code” empfohlen und von seinem Nordstaaten-Waffenbruder General Sherman während des Bürgerkriegs in den besetzten Südstaaten vorgemacht, die Existenzgrundlage der Stämme der Ureinwohner in den westlichen Territorien Nordamerikas zu vernichten. General Sheridan ließ z. B. systematisch die Büffelherden vernichten und die Dörfer der Ureinwohner niederbrennen. Unter anderem war er verantwortlich für den Überfall auf das Dorf am Washita am 27. November 1868, bei dem die schlafenden Ureinwohner überfallen und 100 Cheyenne zusammen mit Frauen und Kindern massakriert wurden.

Diese Heldentaten Sheridans sind noch heute in den US-Streitkräften lebendig. Genau wie das Andenken General Shermans damit geehrt wurde, dass der berühmteste US-Panzer des Zweiten Weltkriegs nach ihm benannt wurde, so wurde 25 Jahre später zu Zeiten des Kalten Krieges ein neuer lufttransportfähiger Aufklärungspanzer, der auch im US-Krieg in Vietnam zum Einsatz kam, nach dem Ureinwohnerschlächter Sheridan benannt.

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