Rohrkrepierer II: Wie Russlands Wirtschaft die Ölpreiskrise übersteht

Beim Versuch, Russland durch einen Ölpreiskrieg zu destabilisieren, hat sich Saudi-Arabien ins eigene Knie geschossen. Rainer Rupp beschreibt den Verlauf der Fronten im Preiskrieg um die Ölförderung. Russland, so seine Einschätzung, verkraftet den niedrigen Ölpreis besser, als es viele im Westen erwartet haben.

Ein Beitrag von Rainer Rupp

Obwohl der saudische Ölpreiskrieg sich eindeutig gegen Russland richtete, das für seine Unterstützung des rechtmäßigen syrischen Präsidenten Assad bestraft werden sollte, erklärten westliche Analysten, dass die Hauptstoßrichtung der Saudis gegen die US-amerikanische Fracking-Konkurrenz gerichtet sei. Damit, so die Legende, wolle Saudi-Arabien die an die US-Fracking-Industrie verlorenen Markanteile wiedergewinnen, hieß es allenthalben. Und bei einem Ölpreis unter 70 Dollar für das Fass arbeite die Hälfte der US-Förderpumpen bereits unrentabel. Tatsächlich sind inzwischen in den US-Fracking-Regionen Hunderte von Pumpen stillgelegt worden. Artikel vollständig lesen ‘Rohrkrepierer II: Wie Russlands Wirtschaft die Ölpreiskrise übersteht’ »



Rohrkrepierer: Wie der Krieg um die Ölpreise begann

Beim Versuch, Russland durch einen Ölpreiskrieg zu destabilisieren, hat sich Saudi-Arabien ins eigene Knie geschossen. Rainer Rupp beschreibt den Verlauf der Fronten im Preiskrieg um die Ölförderung. Russland, so seine Einschätzung, verkraftet den niedrigen Ölpreis besser, als es viele im Westen erwartet haben. Teil 1

Ein Beitrag von Rainer Rupp

Das Treffen, bei dem die beiden mächtigen Männer, der US-Außenminister und König Abdullah, den vernichtenden Angriff gegen Russland ausheckten, fand – von der Öffentlichkeit kaum beachtet – im September 2014 anlässlich von John Kerrys Besuch in Saudi Arabien statt. Angeblich hatte man sich über den Krieg in Syrien und die Lage in der Region beraten. Tatsächlich aber ging es darum, wie man Russland und Iran, in denen die beiden Verschwörer ihre Hauptfeinde sehen, mit einem Streich vernichtend schlagen könnte. Für den Angriff sollten jedoch keine Kampfflugzeuge, Panzer und Bodentruppen ins Feld geführt werden sondern eine viel mächtigere Waffe, nämlich Öl, genauer: spottbilliges Öl. Artikel vollständig lesen ‘Rohrkrepierer: Wie der Krieg um die Ölpreise begann’ »



Rechter Spuk

Eher zufällig fiel mir das Buch von Generalmajor a.D. der Bundeswehr Gerd – Helmut Komossa mit dem Titel „Die deutsche Karte“ in die Hände. Es trägt den Untertitel „Das verdeckte Spiel der geheimen Dienste – Ein Amtschef des MAD berichtet.“

General Komossa war von 1977 bis 1980 Chef des Amtes für Sicherheit der Bundeswehr ( ASBw ), sowie des Militärischen Abschirmdienstes ( MAD ). Dies weckte mein Interesse. Artikel vollständig lesen ‘Rechter Spuk’ »



Geschmähter Friedensdienst

Die Spione der DDR handelten nach der Maßgabe, einen Krieg zu verhindern. Ihre Leistungen werden in Zeiten sich verschärfender Konflikte deutlich erkennbar

Von Werner Großmann und Wolfgang Schwanitz

In der kommenden Woche erscheint im Verlag Das Neue Berlin das von Klaus Eichner und Gotthold Schramm herausgegebene Buch »Top-Spione im Westen«. Darin berichten Agenten der Hauptverwaltung Aufklärung, des Auslandsnachrichtendienstes der DDR, über ihre Tätigkeit an den Schaltstellen westdeutscher Politik und Wirtschaft. Der Band erschien bereits 2003 unter dem Titel »Kundschafter im Westen«. Gegenüber der damaligen Fassung fehlen in der neuen Ausgabe drei der ursprünglich 31 Beiträge. jW veröffentlicht an dieser Stelle vorab das für diese Ausgabe verfasste Vorwort. (jW)

Seit nunmehr einem Vierteljahrhundert ist die DDR Geschichte. Ihr Auslandsnachrichtendienst und alle anderen Institutionen sind es damit auch. Wer bei politischem Verstand ist, hat viele Gründe, dies zu bedauern. Der wichtigste Grund ist die Tatsache, dass inzwischen der Krieg wieder als eine normale Fortsetzung der Politik praktiziert wird. Artikel vollständig lesen ‘Geschmähter Friedensdienst’ »



Libyen-Kriegsverschwörung

Humanitäre Intervention? E-Mail-Korrespondenz der früheren US-Außenministerin Clinton verweist auf westliche Interessen am Sturz Ghaddafis

Von Rainer Rupp

Warum intervenierte der Westen im Jahr 2011 in Libyen? Wie Beobachter seinerzeit schon eingeschätzt hatten, wurde auch dieser imperialistische Krieg nicht zum Schutz der Menschenrechte oder der Demokratie geführt, sondern knallharter wirtschaftlicher und geostrategischer Interessen wegen. Das geht auch aus der kürzlich bekanntgewordenen E-Mail-Korrespondenz der früheren US-Außenministerin Hillary Clinton hervor, zu deren Herausgabe das State Departement gezwungen worden ist. Artikel vollständig lesen ‘Libyen-Kriegsverschwörung’ »



Syrien, der „Krieg gegen den Terror“, Linke und Friedensbewegung

von Doris Pumphrey

In Appellen, Stellungnahmen und Reden gegen den Bundeswehreinsatz in Syrien wird argumentiert, der Krieg gegen den Terror sei ein „Fehler“ gewesen, er habe nur mehr Terror geschaffen. Die Linksfraktion im Bundestag schreibt, der Krieg gegen den Terror habe den Terror nicht eingedämmt oder gar beseitigt, alle Erfahrungen zeigten, dieser Krieg könne nicht gewonnen werden. Der Vorstand der Linkspartei behauptet, insbesondere die Erfahrung des Krieges in Afghanistan lehre: Bomben bringen keinen Frieden. Ja meint denn der Vorstand der Linkspartei, die USA hätten Afghanistan angegriffen, um dort Frieden zu stiften?
Wieso wird nun bedenkenlos die Rechtfertigungs-Terminologie der USA und ihrer Verbündeten übernommen? Führen sie seit vielen Jahren einen „Krieg gegen den Terror“ oder um die Sicherung des Zugangs zu Rohstoffen und Märkten, um strategisch wichtige Positionen (gegenüber Russland, China), um die Beseitigung von Regierungen, die ihnen im Wege stehen?
Seit dem Ende der Sowjetunion – und mit ihr des Warschauer Vertrages – befinden sich die USA (mit wechselnden Gruppen von Verbündeten) in einer permanenten Aggression gegen andere Länder, direkt mit eigenen militärischen Interventionen oder indirekt mit finanzieller, geheimdienstlicher und militärischer Unterstützung von Oppositionsgruppen und mit regionalen Verbündeten, um sich die Welt ihren Interessen unterzuordnen. Regierungen schwächerer Länder, die sich dem imperialen Diktat des Westens widersetzen, wurden oder sollten beseitigt werden.
Durch Russlands Rückkehr mit neuer Stärke auf der Weltbühne sind den Hegemonieplänen des Westens und ihrer völkerrechtswidrigen Regime-Change-Politik wieder Grenzen gesetzt. Das kam für die USA unerwartet, waren sie doch betrunken von ihrem Sieg im Kalten Krieg und glaubten ihre ewige Herrschaft über den Rest der Welt sei angebrochen. Dass den Bestrebungen der USA und ihren Verbündeten wieder ein starkes „Njet“ entgegengesetzt wird, zuletzt nun auch militärisch in Syrien, damit hatten sie nicht gerechnet. Sie waren davon ausgegangen, dass sie weiterhin bestimmen können, wer in welchem Land regieren darf und wer nicht.

Hier weiterlesen:  http://www.mez-berlin.de/publikationen-reader-133/items/syrien-der-krieg-gegen-den-terror-linke-und-friedensbewegung.html



Bock zum Gärtner

Saudi-Arabien gründet »Antiterrorallianz«

Von Rainer Rupp

Nein, es ist noch nicht der 1. April. Aber die Nachricht, dass ausgerechnet Saudi-Arabien eine Militärallianz von 35 islamischen Ländern zur Bekämpfung des Terrorismus gegründet hat, schien ein schlechter Scherz zu sein. Dennoch gab es Lob von westlichen Politikern und Medien. Das zeige, dass die Nationen des christlichen Abendlands nicht allein gegen Terrorismus im Mittleren Osten kämpften, sondern von ihren islamischen Waffenbrüdern wie Katar, Vereinigte Arabische Emirate, Kuwait, die Türkei und vor allem Saudi-Arabien aktiv unterstützt würden. Artikel vollständig lesen ‘Bock zum Gärtner’ »