KENFM-Boxenstopp: Rainer Rupp über die Rückrufaktion Golf

Der G20-Gipfel in Hamburg ist über die Bühne und mit ihm auch die Randale, über die noch immer alle reden. Dass das, was in Hamburg geschehen ist, im internationalen Vergleich höchstens eine laute Party war, wird einem schnell klar, wenn man sich den Mittleren Osten ansieht.
In denselben Nachrichten, in denen über das Chaos von Hamburg berichtet wird, als hätte hier der Dritte Weltkrieg stattgefunden, werden die Kämpfe von Mossul oder Aleppo nur am Rande erwähnt. Dort stabilisiert sich die Lage, heißt es beschwichtigend, während statt eines Schwarzen Blocks, Panzer durch die Gassen rollen.
Stimmen bei uns die Relationen noch? Kaum. Das erklärt, warum die eigentliche Headline des G20-Gipfels nirgends zu lesen war:
„Warum hat der König von Saudi-Arabien erst das Hotel Vier Jahreszeiten komplett gemietet und im Anschluss mit Panzerglas ausbauen lassen, um dann spontan seinen Besuch in Hamburg zu canceln?“ Artikel vollständig lesen ‘KENFM-Boxenstopp: Rainer Rupp über die Rückrufaktion Golf’ »



Wer schrieb das Drehbuch für die G20-Proteste in Hamburg?

Die Proteste gegen die G20 waren größer und politisch banaler als alle vorherigen gegen G7 oder NATO-Gipfel zusammen. Gerade die Linke blamierte sich dabei durch die profillose Reproduktion von medial vorgekauten Inhalten. Ein Marxist zieht schonungslos Bilanz.

von Rainer Rupp

Wieso waren die Demonstrationen gegen den G20-Gipfel in Hamburg so ungleich stärker und gewalttätiger als beispielsweise die gegen die G7 oder gegen die Kriegstreiber auf den NATO–Gipfeln? Wussten die Demonstranten überhaupt, gegen wen sie in Hamburg demonstriert haben? Haben womöglich die Mainstream-Medien das Drehbuch für Hamburg geschrieben?

All die Fragen sind berechtigt, denn angesichts der hochschlagenden Emotionen der Demonstranten fällt auf, dass so gut wie keine Proteste z. B. gegen die deutsche, gegen die britische oder gegen amerikanische Regierungen gerichtet waren, obwohl diese beispielsweise allesamt islamistische Gewaltextremisten und Kopfabschneider von al-Nusra bis ISIS entweder auf direktem Weg oder auf Umwegen über Saudi-Arabien, Katar oder die Türkei mit modernste Kriegswaffen beliefern. Oder warum hat man nicht gegen Frau Merkel demonstriert, etwa wegen ihrer fortwährenden Unterstützung der Putschisten und nationalistischen Gewaltextremisten in der Ukraine?

Stattdessen haben ausgerechnet Linke und Leute, die sich für solche halten, in unpolitischer Banalität gegen den G20-Gipfel als Versammlung der „reichsten Staaten“ der Welt mobilisiert. Diesen Unsinn hat nicht nur „attac“ endlos wiederholt. Aber wie dumm oder zynisch muss man sein, um z. B. das G20-Mitglied Indien zu den reichsten Ländern der Welt zu zählen? Vielleicht kannten und kennen die meisten G20-Demonstraten bis heute noch nicht die Zusammensetzung der G20. Umso dringlicher wäre die Pflicht der Organisatoren gewesen, ihr Fußvolk aufzuklären. Artikel vollständig lesen ‘Wer schrieb das Drehbuch für die G20-Proteste in Hamburg?’ »



„Wollen Sie mich auf den Arm nehmen?“ – Es gab keinen Chemiewaffenangriff der syrischen Regierung

27.06.2017

Der legendäre Enthüllungsjournalist Seymore Hersh bestätigt, alles war nur anti-syrische und anti-russische Propaganda. Trump ist auf eine Falsche Flagge der islamistischen Halsabschneider reingefallen und wollte und will seinen Fehler nicht zugeben.

von Rainer Rupp

Führende US-Raketen- und Chemiewaffen-Experten sowie ein Top-Mitarbeiter in Trumps Weißem Haus haben in Interviews mit dem weltbekannten investigativen Journalisten Seymor Hersh bestätigt, dass die syrische Regierung keinen Chemiewaffenangriff durchgeführt hat. Weder richtete sich im April 2017 ein solcher Angriff gegen die Zivilbevölkerung noch gegen Dschihadisten in dem von Islamistischen Gewaltextremisten kontrollierten syrischen Städtchen Chan Scheichun. Das ist eine der wichtigen Ergebnisse der Recherche, die der legendäre US-Enthüllungsjournalist Hersh am vergangenen Montag in der deutschen Tageszeitung „Die Welt“ veröffentlicht hat. Artikel vollständig lesen ‘„Wollen Sie mich auf den Arm nehmen?“ – Es gab keinen Chemiewaffenangriff der syrischen Regierung’ »



Die Russen geben keine Ruh: Jetzt auch Repräsentantenhaus und Nachwahl gehackt

22.06.2017

Schon wieder haben die Russen ihre unheimliche Macht über US-Politiker und Wähler unter Beweis gestellt. Erst bei einer wichtigen Abstimmung im Repräsentantenhaus, und dann auch noch bei Kongress-Nachwahlen im US-Bundesstaat Georgia.

von Rainer Rupp

Nachdem der russische Auslandsgeheimdienst bereits 2016 erfolgreich die US-Präsidentschaftswahlen manipuliert und Putins Spitzenkandidaten, den Republikaner Donald Trump, ins Weiße Haus gehievt hatte, haben es die Russen jetzt erneut geschafft, so gut wie alle republikanischen Abgeordneten im Repräsentantenhaus zu Moskauer Marionetten zu machen.
Mehr zum Thema – WikiLeaks: Clinton beschloss innerhalb von 24 Stunden, Moskau die Schuld für Niederlage zu geben
Mit einer monatelangen, unermüdlichen und teuren anti-russischen Aufklärungskampagne hatten die immer schon für überschäumenden Patriotismus bekannten Demokraten auf allen Medienkanälen zu verhindern versucht, dass Washington eine Kolonie des abscheulichen Zaren Putin im Kreml wird. Aber offensichtlich konnten sie gegen die mit allen gemeinen Tricks der Desinformation und „aktiver Maßnahmen“ gewappneten, ehemaligen Kommunisten nichts ausrichten.
Dabei hatte es letzte Woche durchaus noch sehr hoffnungsvoll für die Demokraten ausgesehen. Da hatte nämlich die große Mehrheit des Senats – mit 97 von 100 Stimmen und nur zwei Gegenstimmen im Oberhaus des US-Kongresses – neue Sanktionen gegen Russland verhängt. Artikel vollständig lesen ‘Die Russen geben keine Ruh: Jetzt auch Repräsentantenhaus und Nachwahl gehackt’ »



US-Politiker lobt IS-Massaker in Teheran und regt Terror-Unterstützung an

Das Lob des US-Kongressabgeordneten Dana Rohrabacher für den Anschlag von Teheran und seine Idee, Terroristen zum Kampf gegeneinander und gegen missliebige Regierungen auszurüsten, sind nur ein offenes Bekenntnis zu einer langjährigen Praxis.

von Rainer Rupp

Dana Rohrabacher gehört als republikanischer Kongressabgeordneter seit 1989 dem Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten an. Zugleich ist er Vorsitzender des Unterausschusses für auswärtige Angelegenheiten mit Schwerpunkt Europa, Eurasien und neue Bedrohungen.
Nicht immer war er in dieser Funktion ein Konformist. So hat er als einer der wenigen Abgeordneten bereits 2014 gegen die Russland-Sanktionen gestimmt und offen die Unterstützung des Putsches auf dem Maidan kritisiert. Nun aber hat er sich einen kapitalen Fauxpas geleistet.
Wenige Tage nach dem doppelten Terrorangriff in Teheran am 7. Juni hat Rohrabacher die schreckliche Tat ausdrücklich gelobt. Bei den Anschlägen auf das Parlament und das Mausoleum von Staatsgründer Ajatollah Chomeini hatte es 17 Tote und 40 Verletzte gegeben. Kurz nach dem Massaker hat die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) die Verantwortung für den Massenmord übernommen. Artikel vollständig lesen ‘US-Politiker lobt IS-Massaker in Teheran und regt Terror-Unterstützung an’ »



Ex-Chef-Aufklärer der DDR: Ohne russische Atombomben hätten wir längst wieder Krieg

Alte Interessen mit neuen Mitteln durchsetzen – so beschreibt Werner Großmann, letzter Chef der DDR-Auslandsaufklärung, die heutige Politik des Westens gegenüber Russland. Die Politik Moskaus als Antwort auf die westlichen Versuche der Einkreisung hält er für richtig. Für ihn gilt weiter: „Der Frieden muss bewaffnet sein!“

„Wir leben in einer Zeit, in der neue Kriegsgefahr besteht, auch in Europa, vor allen Dingen gegen Russland gerichtet.“ Darauf machte Werner Großmann, letzter Chef der Hauptverwaltung Aufklärung (HV A) des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR, im Gespräch mit Sputnik aufmerksam. Es gebe in den letzten Jahren eine „sehr starke“ neue antirussische Tendenz im Westen, sagte er. Und fügte hinzu: „Ich bin der Meinung, wenn Russland keine Atombomben hätte, wäre schon wieder Krieg.“ Artikel vollständig lesen ‘Ex-Chef-Aufklärer der DDR: Ohne russische Atombomben hätten wir längst wieder Krieg’ »



Terroranschläge als Wahlkampffaktor: Islamisten-Skandal könnte May sicher geglaubten Sieg kosten

08.06.2017

Kurz vor den Parlamentswahlen in Großbritannien ist der Vorsprung von Theresa Mays Konservativen fast gänzlich dahingeschmolzen. Dies ist nicht zuletzt die Folgewirkung der jüngsten islamistischen Terrorattacken – und von Mays Politik als Innenministerin.

von Rainer Rupp

Heute, am 8. Juni, finden in Großbritannien die Wahlen zum Unterhaus statt. Vor drei Monaten sah es noch nach einem Erdrutsch-Sieg für die Konservativen (Tories) unter Führung von Premierministerin Theresa May aus. Vor dem Hintergrund der eindeutigen Umfragen hatte sie in ihrer Partei auch die vorgezogene Wahl durchgesetzt.

Das könnte ihr nun zum Verhängnis werden, denn der komfortable Vorsprung gegenüber Jeremy Corbyns Labour-Partei ist auf eine hauchdünne Mehrheit zusammengeschrumpft. Das ist zum Teil der überwältigenden Zustimmung vor allem junger Wähler zu Labour zu verdanken, die unter Corbyn wieder zu vielen sozialistischen Grundwerten zurückgefunden hat. Für die Hauptstadt London deuten Umfragen sogar auf einen deutlichen Sieg der Sozialisten hin. Artikel vollständig lesen ‘Terroranschläge als Wahlkampffaktor: Islamisten-Skandal könnte May sicher geglaubten Sieg kosten’ »