Beifang der Geheimdienste: Trumps Abhörvorwürfe könnten sich bewahrheiten

25.03.2017

Die Affäre um die von US-Präsident Donald Trump geäußerten Vorwürfe, wonach er und sein Übergangsteam abgehört worden sein, steht möglicherweise vor einer Wende. Der Vorsitzender des Geheimdienstausschusses, David Nunes, erwartet demnach von NSA-Mitarbeitern die Übergabe des „Rauchenden Colts“, der Trumps These untermauern könnte.

von Rainer Rupp

In den USA spitzt sich die Kontroverse zwischen den Demokraten und Präsident Trump zu. Nach Aussage Trumps habe Obama ihn und sein Team während des US-Wahlkampfs abhören lassen. Am vergangenen Donnerstag hatte Fox News gemeldet, dass der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im US-Repräsentantenhaus, der Republikaner Devin Nunes, von Mitarbeitern der Nationalen Sicherheitsagentur NSA die Übergabe des „rauchenden Colts“ erwartet. Dabei handele es sich nach Angaben von Nunes um Dokumente, die beweisen sollen, dass die Obama-Administration das Trump-Übergangsteam und wahrscheinlich sogar den neuen Präsidenten selbst ausspioniert hat.

Die Spekulationen erhielten am Wochenende neue Nahrung, nachdem Nunes am Freitag in einer eilig einberufenen Pressekonferenz erklärte, dass er sowohl FBI-Direktor James Comey als auch den neuen NSA-Chef Admiral Michael Rogers, unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu einer geschlossenen Sitzung seines Geheimdienstausschusses vorgeladen hat. Artikel vollständig lesen ‘Beifang der Geheimdienste: Trumps Abhörvorwürfe könnten sich bewahrheiten’ »



WikiLeaks-Enthüllung: Was wusste Bundesregierung von organisierter CIA-Kriminalität in Deutschland?

10.03.2017

Die geheimdienstlichen Parallelstrukturen zur NSA, welche die CIA in Frankfurt/M. aufgebaut hat, sind hochgradig kriminell und im Unterschied zur NSA höchstwahrscheinlich auch gar nicht durch geheime deutsch-amerikanische Staatsverträge gedeckt.

von Rainer Rupp

Auf internationaler Ebene und speziell für die deutsch-amerikanischen Beziehungen sind die jüngsten Enthüllungen von WikiLeaks von großer politischer Brisanz. Es geht dabei um die geheimen Überwachungsstrukturen. Strukturen, welche die CIA seit Jahren auch im US-Konsulat in Frankfurt/M. betreibt und mithilfe derer sie in Deutschland, Europa, Nahost und Afrika gezielt Personen, Behörden und Institutionen mit elektronisch Mitteln ausspioniert.

Im Hinblick auf ihr gezieltes Vorgehen unterscheiden sich die CIA-Operationen von jenen der NSA, die flächendeckend wie ein riesiger Staubsauger alle Informationen aufsaugt, derer sie habhaft werden kann. Die gigantische Datenmenge muss dort auf der Suche nach brauchbaren Hinweisen erst auf der Grundlage ebenfalls gigantischer Computerleistungen und unter Nutzung aller möglichen Algorithmen durchgesiebt werden. Artikel vollständig lesen ‘WikiLeaks-Enthüllung: Was wusste Bundesregierung von organisierter CIA-Kriminalität in Deutschland?’ »



USA: Volle Kraft voraus oder Kurswechsel Richtung Kooperation?

von Doris Pumphrey, 14. März 2017

Der US Journalist und entschiedene Gegner Trumps, Norman Solomon,warnte, „die ständige Hetze und Denunzierung von Trump als Lakai des Kremls verstärkt den Druck auf ihn, das Gegenteil zu beweisen. Entlastendes Verhalten würde bedeuten, nicht weiter Möglichkeiten für eine Détente zu suchen, sondern Konfrontation mit Russland – rhetorisch und militärisch. Feindliches Verhalten gegenüber Russland ist das, was ein Großteil der U.S. Medien und des politischen Establishments inbrünstig anstreben. Es ist auch ein Verhalten, das uns über die Schwelle in die thermonukleare Zerstörung stoßen könnte.“[1]

Es wird viel spekuliert, ob der Ozeanriese, den Obama noch auf volle Kraft voraus Richtung Konfrontation mit Russland geschaltet hatte, unter dem neuen Kapitän Trump wirklich seinen angekündigten Kurs in Richtung Kooperation wechselt. Artikel vollständig lesen ‘USA: Volle Kraft voraus oder Kurswechsel Richtung Kooperation?’ »



False Flag: CIA unterhielt ganze Bibliotheken zur Vorbereitung fingierter Cyberangriffe

Cyberangriffe unter falscher Flagge sind besonders perfide. Der Angreifer schiebt sie Dritten in die Schuhe und lacht sich ins Fäustchen. Wikileaks hat nun enthüllt, welche Rolle die CIA dabei spielt. Aber wie unterscheidet man tatsächliche und gefakte Hacks?

von Rainer Rupp

Die jüngst von WikiLeaks veröffentlichten, mehr als 8.000 CIA-Dokumente aus der so genannten Vault-7-Datenschatzkammer des US-Auslandsgeheimdienstes haben die Welt aufgerüttelt. Es ist die bisher größte Datenmenge aller Zeiten über die Cyber-Spionage der CIA.

Zu den sicher wichtigsten Erkenntnissen einer ersten Analyse gehört nach einhelliger Meinung von Experten auch die Bestätigung einer seit langem gehegten Vermutung. Die Leaks offenbaren, dass die CIA sich systematisch die Fähigkeit zugelegt hat, Cyberangriffe unter falscher Flagge durchzuführen. Artikel vollständig lesen ‘False Flag: CIA unterhielt ganze Bibliotheken zur Vorbereitung fingierter Cyberangriffe’ »



Mit dem Volk gegen die Parteiapparate: Trumps gewagte Strategie scheint aufzugehen

03.03.2017

Kriegstreiber und das korrupte Politestablishment in den eigenen Reihen schäumen. Die große Mehrheit der US-Bevölkerung sieht Trump aber auf dem richtigen Weg. Bis zu drei Viertel der Amerikaner begrüßen auch, wie er in der Haushaltspolitik Prioritäten setzt.

von Rainer Rupp

Politiker und Medien, vor allem aber Trump-Gegner in aller Welt haben jüngst viel Aufhebens über den von der Regierung Trump angeblich bereits fertiggestellten Haushaltsentwurf für das Fiskaljahr 2018 gemacht. Dabei existiert ein solcher noch gar nicht. Was Präsident Trump einen Tag vor seiner Rede zu Lage der Nation vorgestellt hat, ist nicht mehr, aber auch nicht weniger als die Ankündigung, seinen Wahlversprechen auch haushaltspolitisch Taten folgen zu lassen. Artikel vollständig lesen ‘Mit dem Volk gegen die Parteiapparate: Trumps gewagte Strategie scheint aufzugehen’ »



Nachruf

Unser Genosse und langjähriger erfolgreicher Kundschafter

 Herbert Willner

geb. 01.07.1926  –   gest. 22.02.2017

 ist nach langer und schwerer Krankheit im 91. Lebensjahr verstorben.

In einem Zeitraum von 26 Jahren war er als Kundschafter der Hauptverwaltung Aufklärung in Westberlin und der Bundesrepublik Deutschland im Einsatz. Als Diplom – Journalist gelang es ihm nach einer kurzen journalistischen Tätigkeit beim „Spiegel“, eine Anstellung beim Vorstand der FDP zu bekommen. Dort und später in der FDP – nahen Friedrich-Naumann-Stiftung war er Referent für Außen-, Sicherheits-, Deutschland-, Europa- und Entwicklungspolitik. Zu seinen Aufgaben gehörte u. a. die konzeptionelle Vorbereitung der Reden der Parteivorsitzenden Scheel und Genscher und die des Generalsekretärs Verheugen. Wegen drohender Enttarnung erfolgte 1985 sein Rückzug in die DDR.

Für seine herausragenden nachrichtendienstlichen Ergebnisse wurde Herbert mit hohen staatlichen Auszeichnungen geehrt.

Unbeirrt war Herbert für seine Überzeugung und für eine bessere Gesellschaft politisch aktiv. Sowohl in seinem Wohngebiet, als auch in unserer Arbeitsgruppe Aufklärer nahm er aktiv am gesellschaftlichen Leben teil.

Herbert wird uns, aber noch mehr seiner Ehefrau Astrid fehlen.

Uns bleibt, in seinem Sinne unsere politische Arbeit fortzusetzen.

 

Für die Arbeitsgruppe Aufklärer :

Karl Rehbaum                                                                       Eberhard Pätzold



Münchener Unsicherheitskonferenz: Wie Trump die Fake-News-Fabrik vorführte

In trauter Eintracht durften Merkel und von der Leyen auf der Münchner Sicherheitskonferenz neben ihren US-Kollegen Platz nehmen und die russische Gefahr beschwören. Doch jenseits des Atlantiks bestärkte Trump seinen Wunsch nach guten Beziehungen zu Russland.

von Rainer Rupp

Von Präsident Trumps Verurteilung der NATO als „obsolet“, also nicht mehr zeitgemäß oder gar überflüssig, war auf der Münchner Sicherheitskonferenz am vergangenen Wochenende nichts mehr zu hören. Diese Äußerung wurde dem zusehenden Volk von den Leitmedien mit dem Hinweis wegerklärt, dass Trump schließlich ständig seine Meinung wechsle und mal dies und mal das sage. Dagegen seien die von Trump nach München entsandten Regierungsmitglieder viel besser in der Lage, zu erklären, was Trump wirklich wolle, nämlich dass alles beim Alten bleibt. Artikel vollständig lesen ‘Münchener Unsicherheitskonferenz: Wie Trump die Fake-News-Fabrik vorführte’ »