Hat Trump sich an Nordkorea die Zähne ausgebissen?

China und Russland haben die US-Provokationen im neuen UN-Sanktionspaket gegen Nordkorea entschärft. Zugleich darf Washington ohne Widerspruch von einem großen diplomatischen Sieg sprechen, denn weder Peking noch Moskau wollen, dass Präsident Trump sein Gesicht verliert.

von Rainer Rupp

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat einstimmig beschlossen, Sanktionen gegen Nordkorea zu verstärken, als Strafe für seinen jüngsten, sechsten und zugleich stärksten Atomtest. Angesichts der exzessiven Forderungen im US-Entwurf war jedoch ein Veto Chinas und Russlands erwartet worden. Überraschend kam es dann aber im 15-köpfigen UN-Sicherheitsrat zu einer einstimmigen Annahme der Resolution. Dies war der neunte UN-Sanktionsbeschluss im Sicherheitsrat gegen Nordkoreas ballistische Raketen- und nukleare Programme seit dem Jahr 2006. Artikel vollständig lesen ‘Hat Trump sich an Nordkorea die Zähne ausgebissen?’ »



Rainer Rupp: Antirussischer Kampagnenjournalismus in „The Times“

Ist auf die Konservativen kein Verlass mehr? So jedenfalls argumentiert der Gastkommentator Edward Lucas in der altehrwürdigen britischen „The Times“. Die US-Konservativen würden Putin auf den Leim gehen.
Der Autor, der sonst für „The Economist“ schreibt, beklagt in seinem Gastbeitrag, das auf die US-amerikanischen Konservativen einfach kein Verlass mehr sei. Denn früher sei die Ablehnung und der Kampf gegen Russland, damals noch Sowjetunion, bei den US-Republikanern eine sichere Sache gewesen.
Doch das sei nun vorbei. Die Konservativen hätten sich gewandelt. Jetzt seien sie besonders anfällig für die „Putin-Lügen“ – gerade eben, weil sie Konservative seien.

Link zum Video: https://youtu.be/FPBvZisj2iA

Erschienen bei RT Deutsch am 12.09.2017



Partei der Nichtwähler vor neuerlichem Wahlsieg: „Die Politik untergräbt die Demokratie“

Das Ergebnis der bevorstehenden Bundestagswahl scheint festzustehen: Die Große Koalition bleibt, die Partei der Nichtwähler wird wieder stärkste Kraft, die Bundesregierung verliert weiter an demokratischer Legitimität. Murren gilt dennoch als „rechtsextrem“.

von Rainer Rupp

CDU/CSU und SPD unterscheiden sich in ihrer bisherigen Politik kaum noch voneinander. Daran wird sich nichts ändern, auch wenn die SPD in der gerade angelaufenen, „heißen“, aber todlangweiligen Phase des Wahlkampfs einmal mehr das Blaue vom Himmel verspricht. Wir erinnern uns: Im Jahr 2006 hatte sich der damalige SPD-Vizekanzler Müntefering empört bei den Wählern beschwert, es sei „unfair“, nach der Wahl „die SPD an ihren Wahlversprechen zu messen“.

Mit seiner Aussage hat Müntefering als führender Bundespolitiker zum ersten Mal offiziell bestätigt, was die meisten Bürger ohnehin schon längst wussten, nämlich dass man Politiker-Aussagen nicht trauen kann. Diese Erkenntnis ist im letzten Jahrzehnt weitergewachsen und dürfte sicherlich einer der Gründe dafür sein, weshalb Umfragen zufolge jeder dritte wahlberechtigte Deutsche nicht mehr zur Wahl geht. Artikel vollständig lesen ‘Partei der Nichtwähler vor neuerlichem Wahlsieg: „Die Politik untergräbt die Demokratie“’ »



Der russophobe Wahnsinn in den USA: Wo ist der Protest der „Linken“ und „Progressiven“?

von Doris Pumphrey

Putin und Trump, Trump und Putin. Seit Monaten bestimmt das antirussische Geschrei den Ton in Washington. Die Konzernmedien sind besessen von einer angeblichen „Einmischung“ Russlands zu Gunsten des Wahlsieges von Trump. Die Demokratische Partei hat nichts zu bieten als den Kampf gegen Trump/Putin. Sie sucht nach Möglichkeiten den außenpolitischen Spielraum des Präsidenten zu begrenzen, um eine Politik der Verständigung mit Moskau zu verhindern.

Man fragt sich: Wo sind sie denn, die vielen „Linken“ und „Progressiven“, die Anfang des Jahres auf den Straßen der USA demonstrierten und von vielen hierzulande geradezu als große Hoffnung bejubelt wurden? Wo bleibt ihr Protest gegen den immer gefährlicher werdenden russophoben Wahnsinn – oder bestätigt sich nicht gerade, dass die Demokratische Partei (mit freundlicher finanzieller Unterstützung der ihr nahestehenden Oligarchen) bei den Massenprotesten gegen den Wahlsieger Trump Regie führte?

Die anti-russische Hysterie treibt Blüten wie zu Hochzeiten des Kalten Krieges und McCarthyismus. Artikel vollständig lesen ‘Der russophobe Wahnsinn in den USA: Wo ist der Protest der „Linken“ und „Progressiven“?’ »



Verletzte Souveränität? – Scheinheilige Entrüstung gegen Erdogans Wahlempfehlung

Im politischen Berlin wird derzeit ein weiteres Empörungsdrama aufgeführt. Dabei ist die wohlfeile Entrüstung der deutschen Regierungspolitiker wegen Präsident Erdogans Wahlempfehlung ein Musterbeispiel für Scheinheiligkeit und Augenwischerei.

von Rainer Rupp

Stein des Anstoßes ist Erdogans Aufforderung an seine türkischen Landsleute mit deutschem Pass, bei der Bundestagswahl ihre Stimme nicht jenen Parteien zu geben, die er als „Feinde der Türkei“ bezeichnet. Diese hat Erdogan namentlich als CDU, SPD und Die Grünen benannt. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Martin Schulz reagierten prompt.

„Wir verbitten uns jede Art von Einmischung“, sagte Merkel. Und Schulz twitterte: „Erdogan hat jedes Maß verloren. Umso mehr stehen wir an der Seite all derer, die für eine freiheitliche und demokratische Türkei kämpfen.“ Auch Außenminister Gabriel empörte sich: „Das ist ein bislang einmaliger Akt des Eingriffs in die Souveränität unseres Landes.“ Artikel vollständig lesen ‘Verletzte Souveränität? – Scheinheilige Entrüstung gegen Erdogans Wahlempfehlung’ »



Auf Eskalationskurs: Kommt es zu einem neuen Korea-Krieg?

Die Kontrahenten Trump und Kim rasen auf Kollisionskurs aufeinander zu und keiner will abbiegen. Aber dieser Krieg wird für niemanden gut enden, sondern er verspricht Tod, Zerstörung und unermessliches menschliches Leid in absolut beispiellosem Ausmaß.

von Rainer Rupp

Zwei Drittel der US-Bevölkerung befürwortet inzwischen die Entsendung von US-Bodentruppen in einen neuen, potentiellen Korea-Krieg. Die Jahrzehnte lange Verteufelung Nordkoreas durch US-Politik und Mainstream Medien haben die US-Bevölkerung innerhalb von 25 Jahren vom einem entschiedenen Gegner eines neuen Krieges in Korea zu einem Befürworter gemacht. Das zumindest ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage in den USA, die „The Chicago Council on Global Affairs“ vor dem Hintergrund der ungestümen rhetorischen Eskalation der Kriegsdrohungen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem nordkoreanischen Gegenspieler Kim Jong-un durchgeführt hat.

Mehr lesen: RT-Umfrage in New York: Fühlen Sie sich von Nordkorea bedroht und wo liegt das Land eigentlich?

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Wahnwitzige Eskalationsspirale im Fernen Osten

Ist Trump der unberechenbare Irre mit dem Finger am nuklearen Abzug oder versucht er sich mit seiner maßlosen Drohung in der aktuellen Korea-Krise in der „Kunst des Krieges“? Und warum haben Russland und China die Sanktionen gegen Pjöngjang gebilligt?

von Rainer Rupp

„Wer so kämpft, dass er in allen Schlachten siegt und erobert, ist noch lange nicht ein exzellenter Stratege. Die höchste Kunst besteht vielmehr darin, den Widerstand des Feindes zu brechen, ohne (militärisch) kämpfen zu müssen.“ (Sun Tzu: „Die Kunst des Krieges“)

Die Ideen des chinesischen Generals und Meisterstrategen aus dem fünften Jahrhundert vor Christus sind noch heute rund um die Welt Gegenstand von Lehrgängen, nicht nur an Offiziersschulen, sondern in den letzten Jahrzehnten auch zunehmend in Business- und Managementkursen für Großkonzerne. So ist es durchaus möglich, dass Sun Tzus Ratschläge auch dem gewieften Geschäftsmann und neuen US-Präsidenten Donald Trump nicht unbekannt sind. Artikel vollständig lesen ‘Wahnwitzige Eskalationsspirale im Fernen Osten’ »