Gedanken zum Fortbestehen der deutschen Teilung und zu Problemen der Einheit

von Dr. Heinz Günther

Hat sich die „deutsche Wiedervereinigung“ allein schon mit der Herausbildung einheitlicher staatlicher und gesellschaftlicher Strukturen erfüllt? Eine kritisch-sachliche Antwort auf eine solche Frage zu finden erfordert, neben den sozialen und ökonomischen Umständen vor allem auch die gesellschafts-politischen Geschehnisse, ihre Zusammenhänge und Hintergründe mit in Betracht zu ziehen.

– So wie die Geschichte beider deutscher Staaten der letzten Jahrzehnte wesentlicher Bestandteil der Systemauseinandersetzung war, muss auch das Geschehen um den Zusammenschluss beider deutscher Staaten, die so genannte „Wiedervereinigung“ eng in diesem Zusammenhang gesehen werden. Artikel vollständig lesen ‘Gedanken zum Fortbestehen der deutschen Teilung und zu Problemen der Einheit’ »



Der mächtige Bogen des ZDF

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von Markus Kompa

35 Jahre nach ABLE ARCHER 83 bietet das öffentlich-rechtliche Fernsehen noch immer Desinformation

Im Herbst 1983, als Reagan die Abrüstung für tot und eine Co-Existenz mit dem „Reich des Bösen“ für ausgeschlossen erklärte, war der Kalte Krieg so heiß wie nie zuvor. Das Herbstmanöver und insbesondere die Operation Able Archer 83 erschienen dem Kreml als getarnte Vorbereitung eines nuklearen Überraschungsschlags. Berühmtester Zwischenfall war jene Nacht am vermutlich 26. September 1983, als ein Fehlalarm beinahe den Dritten Weltkrieg auslöste (Stanislaw Petrow und das Geheimnis des roten Knopfs).

Die westlichen und insbesondere die deutschen Historiker taten sich schwer mit der historischen Einordnung des Dramas und ignorierten das Thema lange einfach. Tragisch verlief vor allem die Wahrnehmung des ZDF, das im Kalten Krieg die ganze Welt im Sinne der NATO deutete und dem geneigten Publikum die Geschichte bemerkenswert subjektiv erzählt.

Die wohl jüngste Produktion ist Geheime Fronten. Schattenkrieg zwischen Ost und West (2017). Artikel vollständig lesen ‘Der mächtige Bogen des ZDF’ »



Zum 80. Jahrestag des Münchner Abkommens

200 Geheimdokumente in Moskau ausgestellt

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Die Münchner Konferenz wurde zum Höhepunkt der sogenannten Beschwichtigungspolitik und führte damit zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. Das Föderations-Archiv in Moskau eröffnet zum 80. Jahrestag des Abkommens die Ausstellung „München 38. Am Rande der Katastrophe“.

Mit der Unterzeichnung des Münchner Abkommens in der Nacht vom 29. auf den 30. September 1938 wurde die Tschechoslowakei verpflichtet, das Sudetenland zu räumen: Die Hitler-Truppen nahmen daraufhin die Region ohne Gegenwehr ein. Wenige Monate später war die ganze Tschechoslowakei besetzt. Am 19. September 2018 wurde in Moskau eine Ausstellung eröffnet, die den geheimen Absprachen der Westmächte mit Hitler-Deutschland über die schrittweise Zertückelung der Tschechoslowakei gewidmet ist.

Der russische Außenminister Sergei Lawrow betonte bei der Eröffnung der Ausstellung:

Das Münchner Abkommen ist ein klassisches Beispiel dafür, zu welchen katastrophalen Folgen die Missachtung der Völkerrechtsnormen, der Glaube an die eigene Exklusivität und Unfehlbarkeit, eine Priorisierung des nationalen Egoismus führen können. Die Lehren aus diesem Ereignis sollten uns allen eine Warnung sein, insbesondere, wenn man die Realitäten unserer Gegenwart berücksichtigt.

Die Sammlung zeigt über 200 historische Objekte – geheime Nachrichten, Protokolle, einzigartige Fotos und Filmchroniken. Sie beginnt mit zwei wichtigen Dokumenten. Das eine ist die Hoßbach-Niederschrift Artikel vollständig lesen ‘Zum 80. Jahrestag des Münchner Abkommens’ »



Werte-Westen als skrupelloser Geiselgangster in Syrien

Ein Gangster, der ohne zu zögern so lange Menschen umbringt, bis er bekommt, was er will. Das ist die aktuelle US-Politik in Syrien. Mit einem Unterschied: Die Zahl der Mordopfer eines Gangsters ist verschwindend gering im Vergleich zu denen der US-Regierungskriminellen.

von Rainer Rupp

Zur US-Syrienpolitik zitierte die Washington Post letzten Donnerstag einen namentlich nicht genannten Regierungsbeamten mit den Worten:

„Im Augenblick ist es unsere Aufgabe, dabei zu helfen, [für Russland und das syrische Regime] so lange Morast und Chaos zu schaffen, bis wir bekommen, was wir wollen.“

Was der namenlose US-Regierungsbeamte verharmlosend „Morast und Chaos“ nennt, bedeutet endloser Krieg, es bedeutet Tod für weitere Tausende von Syrern durch US-Bomben oder US-gelieferte Waffen an die Terroristen.

Gäbe es einen Maßstab für mörderische kriminelle Energie, dann würde der oben erwähnte Geiselgangster gegenüber den US-Regierungskriminellen fast als „harmlos“ abschneiden. Allerdings würde der Aufschrei des Entsetzens bei der Berichterstattung über die Taten des Geiselgangsters alles andere übertönen. Bei der vieltausendfachen Mordankündigung der Geiselgangster der US-Regierung aber schweigen die Medien und Politiker unserer westlichen Wertegesellschaft und lenken lieber ab, indem sie alle als Rassisten und Faschisten, die gegen den Missbrauch der Gastfreundschaft durch schwerstkriminelle und mordende Migranten demonstrieren, bezeichnen.

Aber zurück zur Syrien-Politik der USA. Artikel vollständig lesen ‘Werte-Westen als skrupelloser Geiselgangster in Syrien’ »



John McCain: Heiligsprechung eines Kriegsverbrechers

Der berühmte Santiago de Compostella, nach dem die Pilgerstadt in Galizien benannt ist, wurde vom Papst heiliggesprochen, nachdem er während der Reconquista über 1.000 Mauren die Köpfe abgeschlagen haben soll. Rainer Rupp erinnert das irgendwie an John McCain.

von Rainer Rupp

Auch in Deutschland haben Politik und Medien des toten US-Senators John McCain in Ehrfurcht und Bewunderung gedacht. Für das einst kritische Nachrichtenmagazin Der Spiegel titelte ein Marc Pitzkewar: „John McCain. Der letzte Held“. Für das Springer-Blatt Die Welt beschwor ein Clemens Wergin „McCains Vermächtnis“, dass „die Politik dringend wieder Anstand“ brauche. Angeblich wurde dieser Anstand personifiziert von dem „Kriegshelden und Parteirebellen“, wie EuroNews McCain lobhudelte.

Auch das als deutscher Außenminister verkleidete NATO-Strichmännchen hat versprochen, „die Stimme des US-Senators John McCain in Erinnerung zu behalten“. In seiner Twitter-Meldung anlässlich des Todes von McCain hieß es: „Er stand für ein Amerika, das ein verlässlicher und enger Partner ist, das aus Stärke Verantwortung für andere übernimmt und auch in schwierigen Momenten zu seinen Werten und Prinzipien steht. Wir werden seine Stimme in Erinnerung behalten.“

Passend dazu gibt es jetzt Meldungen, dass das neue, fast eine Milliarden Euro teure NATO- Hauptquartier in Brüsseler nach John McCain benannt werden soll. Nur wenige Menschen hätten die Werte der NATO (Nordatlantischen Terrororganisation) so gut verkörperte wie der verstorbene US-Senator, heißt es bei CNN unter Berufung auf europäische McCain-Bewunderer.

Nun heißt es schon bei den alten Römern: „De mortuis nihil nisi bene“, also „über die Toten soll man nichts oder nur Gutes reden“. Daher hätte der Autor dieser Zeilen am liebsten gar nichts über McCain geschrieben. Artikel vollständig lesen ‘John McCain: Heiligsprechung eines Kriegsverbrechers’ »