Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann
Bundeswehr-Gelöbnis am 20. Juli 2026 in Berlin im Bendlerblock zum Jahrestag des Hitler-Attentats
Sie hat besondere Aufmerksamkeit und Anerkennung erzielt – auch in Kreisen, die kritisch drauf sind: die Ansprache von Navid Kermani beim „feierlichen Gelöbnis“ der Bundeswehr am 20. Juli 2026 in Berlin im Bendlerblock, am Jahrestag des Attentats auf Adolf Hitler. Diese Einschätzung basiert auf einigen herausgegriffenen Passagen. Doch insgesamt betrachtet ist die Ansprache verheerend NATO-konform. Extrem deutlich wird diese Sicht mit dem Satz: „…würden die Ukrainer ihre Freiheit nicht so heroisch verteidigen, stünde womöglich jetzt schon auch unsere eigene Freiheit als Europäer unter Beschuss.“ Schlimmer lässt sich das Russland-Feindbild kaum bedienen. Hiermit wird suggeriert, Russland habe die Absicht, Deutschland und die ganze EU zu überfallen, und deshalb sei es erforderlich, extrem aufzurüsten und so Krieg gegen Russland vorzubereiten. Da hilft auch ein Satz wie dieser nicht: “Sollte eine künftige Bundesregierung Sie in einen Krieg führen wollen, der so offenkundig völkerrechtswidrig und auch politisch desaströs ist wie der jüngste Krieg der Vereinigten Staaten und Israels gegen Iran, wird es Ihre Pflicht sein, den Befehl zu verweigern.“ Betrachten wir die Ansprache weiter.
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