Interview: Emre Şahin
Über das Aufwachsen inmitten der palästinensischen National- und Kulturbewegung und die Flucht in die DDR. Ein Gespräch mit Bashar Shammout
Sie sind Palästinenser und haben sowohl in der Deutschen Demokratischen Republik als auch in der Bundesrepublik gelebt. Wie die BRD Palästinenser und palästinasolidarische Menschen kriminalisiert, ist aktuell offensichtlich. Wie sich die DDR ihnen gegenüber verhalten hat oder wie Sie sie wahrgenommen haben, wäre spannend zu erfahren. Wann und wie sind Sie überhaupt in Ostdeutschland gelandet?
Die Palästinensische Befreiungsorganisation, PLO, glaubte, die palästinensische Sache durch Kunst und Kultur in die Welt hinaustragen zu können. Mein Vater, Ismail Shammout, war Künstler und malte viele Plakate zu revolutionären Themen. Ich kann mich an Plakate erinnern, da wurden Parallelen zwischen Palästina und Vietnam gezogen. 1976 hatte er eine Ausstellung in der DDR und ist nach Ostberlin geflogen, wir lebten damals in Beirut.
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