Internationalismus der DDR – »Wir Palästinenser mussten uns dort nicht verstecken«

Interview: Emre Şahin

Über das Aufwachsen inmitten der palästinensischen National- und Kulturbewegung und die Flucht in die DDR. Ein Gespräch mit Bashar Shammout

Sie sind Palästinenser und haben sowohl in der Deutschen Demokratischen Republik als auch in der Bundesrepublik gelebt. Wie die BRD Palästinenser und palästinasolidarische Menschen kriminalisiert, ist aktuell offensichtlich. Wie sich die DDR ihnen gegenüber verhalten hat oder wie Sie sie wahrgenommen haben, wäre spannend zu erfahren. Wann und wie sind Sie überhaupt in Ostdeutschland gelandet?

Die Palästinensische Befreiungsorganisation, PLO, glaubte, die palästinensische Sache durch Kunst und Kultur in die Welt hinaustragen zu können. Mein Vater, Ismail Shammout, war Künstler und malte viele Plakate zu revolutionären Themen. Ich kann mich an Plakate erinnern, da wurden Parallelen zwischen Palästina und Vietnam gezogen. 1976 hatte er eine Ausstellung in der DDR und ist nach Ostberlin geflogen, wir lebten damals in Beirut.

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Egon Krenz über die geopolitische Lage und die neue deutsche “Kriegstüchtigkeit”

Von Felicitas Rabe

Im Interview erklärt der ehemalige Staatsratsvorsitzende der DDR, Egon Krenz, welche Ziele die USA nach der deutschen Einheit verfolgten und wie sich die Politik von Olaf Scholz von der Politik früherer westdeutscher Kanzler unterscheidet. Krenz appelliert: Deutschland muss friedensfähig werden!

Der ehemalige Staatsratsvorsitzende der DDR, Egon Krenz, beantwortete im Interview mit RT DE am Freitag Fragen zur aktuellen geopolitischen Lage. Insbesondere fasst er die geopolitische Entwicklung nach dem Mauerfall zusammen und erläutert die darauf einsetzende Vormachtstellung der USA und deren Ziele. Krenz vergleicht auch die Außenpolitik und die Diplomatie früherer westdeutscher Bundeskanzler gegenüber den USA, der Sowjetunion und der DDR mit der Politik des aktuellen Bundeskanzlers Olaf Scholz.

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Vor 30 Jahren verließen die letzten russischen Soldaten deutschen Boden – Berliner Bürger erinnern

Von Wladislaw Sankin

Die Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland war einst der mächtigste Militärverband der Welt. Am 31. August 1994 verließen die letzten Soldaten dieser Gruppe Deutschland. Die deutschen “Gastgeber” zeigten den Russen schon damals die kalte Schulter.

“Lassen Sie mich die Aufmerksamkeit auf ein weiteres Datum legen. Am 31. August jährt sich der Abzug der legendären Westgruppe der Sowjetischen Streitkräfte zum 30. Mal, und wie wir wissen, war dies ein Fehler der damaligen Führung.” Eine Gruppe aus knapp 20 Personen steht im Berliner Treptower Park am unteren Ende der Treppe, die zum Befreier-Denkmal führt. Die meisten der Anwesenden sind ältere Deutsche, einer von ihnen liest die Übersetzung einer kurzen Rede vor:

“Die Früchte dieses Fehlers ernten wir jetzt mit unseren Tränen und mit Blut, mit dem Verlust der Angehörigen und Verwandten. Wir müssen uns erneut der Aggression und dem Revanchismus des Westens entgegenstellen und kämpfen, um unsere Interessen zu verteidigen, die Grenzen unseres Vaterlandes und die Leben unserer Angehörigen zu schützen”.

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Befreiung als Leitmotiv – Die DDR und der Trikont: Als Antifaschismus und Völkerfreundschaft Staatsdoktrin waren

Von Gerd Schumann

Die Unabhängigkeit Namibias von Südafrika war der letzte große Erfolg, an dem die DDR im Trikont direkt beteiligt war – übrigens umgesetzt unter Beteiligung von DDR-Bürgern in Uniform an einer UN-Mission: Die 30 Volkspolizisten waren allerdings keine kriegsbereiten Blauhelme, sondern trugen blaue Barette auf ihren Köpfen. Am 21. März 1990 konnte Namibia seine Unabhängigkeit auf Grundlage der UN-Sicherheitsratsresolution 435 feiern, ganze drei Tage nach jenen Volkskammerwahlen in der DDR, die heute als die »ersten freien« bezeichnet werden. Hastig formierte Ostableger von CDU, SPD und FDP erhielten die absolute Mehrheit der Stimmen. Das bevorstehende Ende des sozialistischen Staates nahm – direkt und indirekt – starken, wenn nicht entscheidenden Einfluss auch auf den weiteren Unabhängigkeitsprozess im südlichen Afrika.

Die Möglichkeiten, einen antikapitalistischen Entwicklungsweg einzuschlagen, verringerten sich rapide. Ein solcher war zwar bereits vor 1990 immer unrealistischer geworden; in Angola und Mosambik blockierten die zerstörerischen Attacken vom Westen ausgehaltener bewaffneter Banden eine solche Perspektive. Nun standen die Chancen auch für die Befreiungskräfte Südafrikas und Namibias schlecht, sich wirklich vom ehemaligen Kolonialsystem zu befreien.

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Die zwei Pfeiler der BRICS: Russland und China als treibende Kräfte einer neuen Weltordnung

Von Rainer Rupp

Im Oktober versammelt sich die BRICS-Gruppe in Kasan, Tatarstan – über 90 Staaten sind dabei, als Mitglieder, Anwärter oder Beobachter. Doch wie wurden die BRICS zu einer derart mächtigen Kraft, die nicht nur den Globalen Süden, sondern auch europäische Nationen in ihren Bann zieht?

Russlands entscheidende Rolle bei der Entstehung und Entwicklung der BRICS

Die BRICS-Vereinigung, in ihrer ursprünglichen Formation bestehend aus Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika, hat sich als bedeutende geopolitische Kraft etabliert und zeigt die weltweiten Veränderungen im wirtschaftlichen, militärischen und politischen Machtgefüge.

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