Das Thema der ARD-Sendung “Anne Will” am 20. Oktober lautete “Erdoğans Siegeszug – schaut Europa weiter hilflos zu?”. Dabei ließ die geladene Politprominenz in so manchen emotional geladenen Momenten tief blicken: Das Eingeständnis des Endes der westlichen Vorherrschaft.
von Rainer Rupp
Wer außenpolitisch interessiert ist, der sollte sich diese Diskussion in der ARD-Mediathek unbedingt über diesen Link anschauen. Dauer eine Stunde.
Beteiligt waren:
Norbert Röttgen (CDU), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag
Wolfgang Ischinger, ehemaliger deutscher Botschafter in Washington und seit 2008 Vorsitzender der Münchner (UN-)Sicherheitskonferenz
Sevim Dağdelen (Die Linke), Stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages und Sprecherin für Internationale Beziehungen ihrer Bundestagsfraktion sowie Beauftragte für Migration und Integration
Ben Hodges, US-Generalleutnant a. D. und ehemaliger NATO-Oberkommandierender der Alliierten Streitkräfte Europa (SACEUR)
Natalie Amiri, Leiterin des ARD-Studios in Teheran
Anne Will, ARD-Moderation
Vorab ein paar Worte zu der scheinheiligen Empörung über den “völkerrechtswidrigen Einmarsch der Türken in Syrien”, die sich quer durch die ganze Diskussion gezogen hat und auch immer noch die Medienberichterstattung beherrscht. Hunderttausend und mehr Menschen seien bereits vertrieben worden, und es habe schon Hunderte von Toten gegeben.
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